Montag, 31. Januar 2011

Kakaohaus

Heute zeige ich euch im letzten Teil meiner Trilogie über das Tropenhaus in Witzenhausen Bilder aus dem Kakaohaus und der Orangerie.

Die Pflanzen der Klimazone „Tropisches Tiefland“ werden bei einer Minimumtemperatur von 22°C und einer relativen Luftfeuchte von 80% kultiviert.
Im Kakaohaus sind Genussmittelpflanzen wie Kakao, Cola und Guarana, verschiedene Gewürze wie Vanille, Pfeffer, Ingwer und diverse Obstarten untergebracht.




Kakaobaum mit einer Kakaobohne. Aus diesen Samen wird in einem komplizierten Verfahren Kakaomasse und Kakaobutter hergestellt.




Was ich schon im Urlaub bei dem Besuch einer Kakaoplantage sehr bemarkenswert fand ist, dass die großen Kakaobohnen am Stamm praktisch ab Bodennähe wachsen. Bei genauer Hinsicht konnte man überall am Stamm die Überbleibsel der kleinen Blüten sehen.




Blick zurück in den Kakaowald




Hier eine Maniokpflanze. Die stärkehaltige Wurzel dient seit je her als Nahrung. Aber auch die Blätter werden als Gemüse genossen.




Sternanis, da denke ich gleich an die asiatische Küche. Oder an meine Weihnachtsdeko, bei der die Früchte des Sternanis ein fester Bestandteil sind.



Leider ist das Foto vom Pfeffer nicht so scharf geworden wie der Name verspricht.


In der Abteilung Orangerie besteht die Pflanzensammlung unter anderem aus einer Auswahl der verschiedensten Zitrusfrüchte, einem kubanischen Hausgarten und aus Themenquartieren zu Zucker und
Süßstoff-, Färber- und Parfümpflanzen.
 
 
 

Von den vielen verschiedenen Zitrusfrüchten möchte ich exemplarisch die Kumquat zeigen. Die meisten Zitrusfrüchte sind uns allen aus unseren Kübelpflanzensammlungen bekannt. Auch im Urlaub haben viele schon Zitronen- oder Orangenbäume gesehen.

 
 

Aber es gibt auch viele andere interessante Pflanzen zu sehen. Dieses Nachtschattengewächs wächst in der Abteilung Kolumbischer Hausgarten. Im Urlaub habe ich schon mal Lulu-Saft getrunken, der aus diesen Früchten gewonnen wird. Da sich die Quito-Orange nicht lange hält ist sie hier kaum zu bekommen.



Die Distelbirne ist keine Birne sondern ein Kaktus. Im Supermarkt werden die reifen roten Früchte als Pitaya angeboten. Sie schmecken ganz ausgezeichnet.




Die Baumtomaten wachsen ebenfalls im Kolombianischen Hausgarten. Die eigentlich in Südamerika beheimatete Frucht wird in Neuseeland als Tamarillo angebaut.




Vanilleschoten - aus der süßen Küche nicht mehr wegzudenken.



Als letzte Nutzpflanze unter der Artenvielfalt im tropischen Nutzpflanzengewächshaus Witzenhausen habe ich die Rizinuspflanze mit ihren riesigen Schirmblättern ausgewählt.
Wer hätte gedacht, dass Rizinus als Schmiermittel und Biopolyamid genutzt wird. Biopolyamid kann künftig zum Beispiel Kunststoffbauteile im Motorraum von Autos ersetzen, die bisher aus fossilen Rohstoffen hergestellt wurden. Das Polyamid „6.10“ basiert zu mehr als 60 Prozent auf dem nachwachsenden Rohstoff Sebazinsäure, der aus dem Öl der Rizinuspflanze gewonnen wird.

Hiemit möchte ich meinen Ausflug beenden.

 Ich bedanke ich mich für eure Geduld und hoffe, dass mein Ausflug in die Tropen nicht zu umfangreich ist. Vielleicht kommt ihr selbst einmal nach Witzenhausen und besucht das Tropenhaus.


Kommentare:

Kathrin hat gesagt…

Mir hat Dein Bericht sehr gut gefallen, durch Dich konnte ich überhaupt erst das Tropenhaus in Witzenhausen kennenlernen. Die Chancen, dass ich selbst mal dorthin komme, stehen eher schlecht - es ist einfach zu weit weg.

lg kathrin

Alke hat gesagt…

toll, liebe anette, und der bericht war keinesfalls zu umfangreich!
ich hoffe, dass ich das tropenhaus selber einmal erkunden kann. ich habe es jedenfalls gedanklich schon mal gespeicheichert.
rhizinus ist ja auch mal so eine modepflanze im garten gewesen. sieht ja toll aus, braucht aber unglaublich viel platz, die ich lieber anderen zur verfügung stelle.
ach.. ich würd da gerne mal selber hinfahren...

Erika Nagy Farkas Dudás hat gesagt…

Nagyon érdekes írás és jó képek.
Szép napot

2 B's World hat gesagt…

Was mich von dem 3. Teil am meisten überrascht hat, sind die Kakaobohnen. So groß hätte ich sie mir nicht vorgestellt.
Danke für diesen sehr interessanten Ausflug. Es hat mir Spaß gemacht und ich hab wieder einiges dazugelernt.

Liebe Grüße von Birgit

Brigitte hat gesagt…

Liebe Anette,
mir war überhaupt nicht langweilig und ich habe jede Menge dabei gelernt oder mein Wissen vervollständigt. Ich fand das einen richtig guten Bericht, d. h. die Triologie.

Lieben Gruss, Brigitte

Trudy und die Tibis hat gesagt…

Hallo Anette
das Bild mit den Bohnen am Stamm ist sehr beeindruckend. Dass die so gross sind, war mir nicht bewusst.
Ich habe 2 Botanische Gärten mit Tropenhäusern in der Nähe, aber seit ZWEI Hunde mich begleiten, komme ich nirgends mehr hin.. ausser auf Hunderunden...
Deine Blogs gefallen mir, ich nehme da mal die Links mit gell..
Liebe Grüsse, Trudy

Regina hat gesagt…

hallo, Anette
ach, wie gern hätte ich auch das Tropenhaus bestaunen wollen. Aber am Wochenende lag ich flach.
Schön, dass ich jetzt das Tropenhaus bei dir hier bewundern kann!

Liebe Grüße Regina

Micha hat gesagt…

Echt klasse dein Bericht und die tollen Fotos dazu... Muss auch sagen, dass ich wieder ein bisschen dazu gelernt habe. Vielen Dank für die netten Infos. Lieben Gruß