Sonntag, 29. Januar 2012

Sempervivum als Lückenfüller










Wenn die Weihnachtsdeko endgültig auf dem Dachboden von besseren Zeiten träumt, die Nächte  für Frühlingsblumen aber noch zu kalt werden, dann haben sie ihren großen Winterauftritt.











Um diese Jahreszeit stelle ich immer eine kleine Sammlung meiner Hauswurz in den Eingangsbereich.
Die immergrünen Rosetten kümmern sich nicht um Kälter oder Hitze, nichts kann ihnen wirklich schaden.
Der botanische Name wird von den lateinischen Worten semper (immer) und vivus (lebend) abgeleitet. Das bedeutet "Immerlebend". Nur mit Staunässe kann man sie umbringen. Aber wer will das schon. Fast jeder liebt die dicken Rosetten im Steingarten.






Der Saft aus den fleischigen Blättern soll ähnlich wie Aloe vera wirken. Mit dem Vorteil, dass die Dachwurz mit Minustemperaturen zurecht kommt und immer zur Verfügung steht.






In früheren Jahrhunderten war die Pflanze dem Gott Donar gewidmet. Die Dachwurz wurde auf die Dächer gepflanzt und sollte da vor Blitz und Unwettern schützen. Noch heute wird sie manchmal als Donnerwurz bezeichnet.









Angeblich soll Karl der Große im neunten Jahrhundert das Anpflanzen von Donnerwurz auf den Dächern der Bauernhäuser verlangt haben, damit jedermann vor Blitzschlag geschützt sei.









Hier hat sich noch eine Walzenwolfsmilch (Euphorbia myrsinites) zu den vielen Sempervivum gesellt. Auch sie ist völlig unkompliziert und kommt auch in Töpfen gut zurecht. Allerdings kann der bei Verletzungen der Pflanze austretende Saft sehr unangenehme Wirkungen haben. Also Vorsicht!




Donnerstag, 26. Januar 2012

Obwohl die Nächte jetzt empfindlich kalt werden, sieht der Garten immer mehr wie ein Frühlingsgarten aus.
Hoffentlich kommt die vorausgesagte Kälte aus dem Osten nicht bis zu uns. Sicher würde vieles zurückfrieren.




Durch das alte Herbstlaub auf den Beeten schieben sich die ersten Winterlinge. Bald werden sich die Blüten öffnen.
Der Winterling  (Eranthis hyemalis) sieht zwar wie ein Buschwindröschen aus, gehört aber zu den Ranunkeln. Obwohl er aus Südosteuropa stammt, hat er keine Schwierigkeiten mit unserem Klima. Ich lasse die Winterlinge unter Sträuchern verwildern. Solange man nicht zu viel zwischen den Knollen hackt, geht das problemlos.
Leider ist der Winterling in allen Teilen giftig. Deshalb sollte man Kindern auf keinen Fall erlauben, diese ersten Blüten zu pflücken.






An den breiten Bändern unserer Drachenweide (Salix sekka) bilden sich schon viele Kätzchen.  Da Drachenweiden sehr schnell wachsen, schneide ich sie oft zurück. Da die Zweige in der Vase sehr schön aussehen, ist das aber kein Problem.
In einem Gartenbuch konnte ich lesen, dass die breit wachsenden Zweige durch einen Virus hervorgerufen werden.

Dienstag, 24. Januar 2012

Für Katzenfreunde






Für die vielen Katzenliebhaber, die ich im Laufe der Jahre in der Bloggerwelt gefunden habe, zeige ich heute Bilder meiner neuen Katzenkinder aus Heu.
Meine "echte" Katze, unser Knöpfchen, hat sich für die neuen Mitbewohner bisher überhaupt nicht interessiert.
Erstaunlich, denn als ich vor kurzem einen Igel bastelte und zum fotografieren auf den Boden stellte, hat sie ihn regelrecht attackiert und sich zum Schluss einfach drauf gesetzt.









Montag, 16. Januar 2012

Im Garten

Natürlich sehe ich jeden Tag nach, ob sich ein Krokus oder ein Schneeglöckchen im Garten zeigt. Die Primeln blühen, Tulpen und Narzissen haben ca. 5 cm lange Spitzen, die frühen Traubenhyazinthen zeigen schon kleine Blütenansätze.
Die frischen Triebe der Rosen machen mich unruhig. Werden sie noch verfrieren? Auch an vielen Ziersträuchern und Clematistrieben zeigen sich dicke Blattknospen.

Aber all diese Herrlichkeiten zeige ich euch heute nicht. Bei genauem Hinsehen machen auch die "Alten" noch einen guten Eindruck.



Die Skimmie bildet bereits im Herbst schöne rötlich bis bräunlich gefärbte Knospen, die sich im Frühjahr zu weißen, leicht süß duftenden Blüten öffnen. Leider mögen meine Skimmien unseren Kalkboden nicht besonders.





Von meinen Herbstastern blieben nur die Fruchtstände übrig. Bei trockenem Wetter blähen sie sich auf und leuchten in allen Brauntönen.




Beim letzten Sturm wurden die restlichen Lampignonblumen völlig zerfetzt. Diese gelben Fruchhüllen haben sich im Beet verfangen und geben dem Einheitsgrün etwas Farbe.

So, jetzt mache ich es mir mit meinem Tee vor dem Ofen gemütlich und warte auf den Frühling.



Samstag, 14. Januar 2012

Heubären










Als meine Tochter noch ein kleines Mädchen war, gehörte "Goldlöckchen und die drei Bären" zu ihren Lieblingsgeschichten. Immer wieder wollte sie von dem kleinen Mädchen hören, das sich allein in den Wald traute und auch wohlbehalten wieder hinaus kam.
Dabei handelt das Märchen anfangs gar nicht von Papa Bär, Mama Bär und Baby Bär und dem kleinen Mädchen. Als die Geschichte ca. 1837 veröffentlicht wurde, handelte sie von drei männlichen Bären in  deren Hütte eine alte Frau eindringt.
Erst später entstand die kleine Bärenfamilie und die alte Frau wurde durch ein blondes Mädchen ersetzt.
Aus der ursprünglichen eher finsteren Geschichte wurde ein niedliches Familienmärchen mit gutem Ausgang.







Weil mich Ereignisse aus meinem Alltag am meisten inspirieren, brachte mich die Erinnerung an frühere Märchenstunden mit den Kindern dazu, auch mal eine Bärenfamilie aus Heu zu fertigen.


Freitag, 13. Januar 2012

Frühlingsboten

Was für ein Tag!
Den ganzen Vormittag im Garten. Laub harken, aufräumen, Sturmschäden reparieren und natürlich die grünen Spitzen der Frühjahrsblüher suchen. Das ganze bei Sonnenschein und zehn Grad plus. Einfach wunderbar.

Das war gestern.

Heute sitze ich am Fenster und schaue zu wie sich Schnee- und Regenschauer abwechseln.

Wie gut, dass ich mir einige Frühlingsblüher aus dem Gartencenter  geholt habe. Jetzt duften Primeln und Hyazinthen im Wohnzimmer um die Wette.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Neue Karte

Unsere Nachbarn haben uns mit einer kleinen, süßen Nachbarin beschenkt.
Wir freuen uns sehr, dass in unsere "Rentnerstraße" bald wieder Kinderlachen zu hören ist.
Kinder gehören einfach dazu.





Die Glückwunschkarte hat wieder Regina angefertigt.
 Schön, dass sie immer schnell mit ihren tollen  Ideen zur Stelle ist.



Sonntag, 8. Januar 2012

Ein bisschen Frühling

Nur ganz selten hat der Regen heute eine Pause eingelegt.

Bei diesem Wetter hatte ich noch nicht mal Lust auf einen kleinen Sonntagsspaziergang.
Um überhaupt mal frische Luft zu schnappen habe ich bei einer Regenpause einen schnellen Rundgang im Garten unternommen.
Die wenigen Primelblüten im Vorgarten vermitteln schon einen kleinen Hauch von Frühling.






Primus "Der Erste" oder eben Primeln


Im Januar freut man sich über jede entdeckte Blüte.







Mein Pflanztisch steht verwaist hinter dem Gartenhaus. Aber nur noch wenige Wochen und ich kann die ersten Frühjahrsblüher wie Stiefmütterchen oder Narzissen für die Terrasse in Schalen pflanzen.

Freitag, 6. Januar 2012

Winterjasmin

Sturm, Regen, Schnee, Gewitter, einfach schlimm ist das Wetter.


Deshalb habe ich heute auch nur ein Bild für euch.
Bei den milden Temperaturen blüht der Winterjasmin besonders schön. 
Ich habe im letzten Frühjahr einen kleinen Ableger an die Garage gepflanzt und staune, wie schnell sich der Winterjasmin ausbreitet.


Die kleinen gelben Blüten wirken von weitem wie helle Farbtupfer im überwiegend braunen Wintergarten.
Der gelbe Winterjasmin, auch Winterginster oder Nacktblütiger Jasmin genannt, was ich beides sehr passend finde, ist eine aus China stammende Pflanze, die ca. 1844 nach Europa kam. Leider duften die Blüten nicht wie bei anderen Vertretern der Gattung Jasmin. Erst nach der Blüte entwickeln sich die Blätter.












Dienstag, 3. Januar 2012

Spinnen im Haus - Heutiere





Spinnen überleben den Winter bei uns auf unterschiedliche Art. Einige Spinnenarten halten Winterstarre in geschützten Verstecken. Es gibt aber auch winteraktive Spinnen, die oft das nächste Frühjahr nicht erleben. Andere Spinnenarten können nur als Jungtiere überwintern.





Und dann gibt es noch die Heuspinne. Sie sitzt gemütlich über der Haustür oder an der Zimmerwand, am Fenster oder im Wintergarten. Niemand verfolgt sie, sie braucht keine Nahrung und auch keinen warmen Raum. Wenn ich fleißig neue Spinnen herstelle, dann gehört sie auch nicht zu den seltenen, vom Aussterben bedrohten Arten.







Sonntag, 1. Januar 2012

Frohes neues Jahr






Ich wünsche euch allen ein frohes, neues Jahr 2012

Wenn wir in ein neues Jahr starten, dann ist auch die richtige Zeit für etwas frischen Wind im Blog.
Deshalb seht ihr mich heute mit neuem Layout. Alles sollte hell und freundlich sein, nicht überladen, sondern schlicht und übersichtlich.
Inhaltlich geht es natürlich auch im neuen Jahr um Garten, Natur und Basteln. 
Ich hoffe, ihr habt auch weiterhin Lust zu einem Besuch bei mir und meinen bunten Gartenbildern.


Wie sah eigentlich der erste Post aus den letzten Jahren aus? 

Als Gartenbesessene interessiert es mich natürlich, wie das Gartenjahr beginnt.  Wenn ich zurückblättere, dann ist schnell klar, dass das neue Jahr anders beginnt, als sonst üblich. Wenn ich früher Schnee- und Frostbilder zum Jahresbeginn gezeigt habe, dann kann ich euch heute so manches bunte Bild bieten.





Noch immer schmücken sich die Rosenbüsche mit prallen Hagebutten. Den Vögeln werden in der Umgebung noch so viele Äpfel und Beeren geboten, dass sie die roten Früchte verschonen.




Die Erdbeer -ähnlichen Früchte der Waldsteinie sehen genau so saftig aus wie im Herbst. Verführerisch leuchten sie zwischen den Blättern hindurch.




Nachdem Helleborus niger praecox schon länger blüht, haben sich auch bei der später blühenden Nieswurz die ersten neuen Blüten geöffnet.




So lange es nicht richtig friert, werde ich auch an den rosa Köpfen vom Zierkohl Freude haben. Mit dem Spaß am Kohl bin ich gar nicht so allein. Heute mittag tummelten sich einige grüne Raupen (Kohlweißling?)
zwischen den Blättern. Und das nennt sich Januar!