Ein Fisch namens Vielleicht

Eigentlich wollte ich nur einen frischen Fisch zum Abendessen. Welchen ich schließlich gegessen habe, weiß ich bis heute nicht so genau.

Mikri Mantineia hat meines Erachtens keine Traumstrände.

Dafür reihen sich direkt am Wasser einige Restaurants wie Perlen aneinander. Die, die wir bisher besucht haben, waren alle gut. Mein Lieblingsrestaurant ist inzwischen das Lithari.

Besonders gefällt mir dort, dass wir in der Küche unseren frischen Fisch selbst aussuchen können.

Diesmal entscheide ich mich für einen mittelgroßen Zackenbarsch.

Glaube ich jedenfalls.

Der Koch erklärt mir zwar, um welchen Fisch es sich handelt, aber leider verstehen sich sein Englisch und mein Englisch nicht besonders gut.

Macht nichts.

Hauptsache Fisch.

Nachdem wir die passenden Beilagen bestellt haben, heißt es warten. Wie wir es auch aus anderen griechischen Restaurants kennen, kommt alles gleichzeitig auf den Tisch. Die Vorspeise, der Salat zum Fisch, Brot und Zaziki.

Nur der Fisch fehlt.

Wir warten.

Aber wir haben Urlaub. Wir können warten.

Nachdem ich den wirklich sehr guten Rote Bete Salat mit Appetit verspeist habe, kommt er endlich.

Der Fisch.

Von einem netten jungen Mann gebracht, der unseren vermutlichen Zackenbarsch fachgerecht zerlegt und uns serviert.

Und ich sage euch: Was auch immer wir letztendlich gegessen haben, es war vorzüglich.

Ob Zackenbarsch oder nicht, werden wir vermutlich nie erfahren.

Wir lassen uns Zeit und genießen den Abend direkt am Meer. Inzwischen ist es dunkel geworden und in der Ferne glitzern die Lichter von Kalamata über der Bucht.

Man muss nicht jeden Fisch persönlich kennen.

Manchmal reicht es völlig, wenn er schmeckt.


A Fish Called Maybe

Mikri Mantineia may not have my idea of a dream beach, but several lovely restaurants line the waterfront. My favourite so far is Lithari.

There we can choose our fresh fish directly in the kitchen. This time I select what I believe is a medium sized grouper.

At least I think so.

The chef explains which fish it is, but unfortunately his English and mine do not quite manage to meet in the middle.

Never mind. As long as it is fish.

While we wait, the table fills with bread, tzatziki, salad and a delicious beetroot salad. Eventually our mysterious fish arrives and is expertly prepared and served for us.

Whatever it was, it tasted wonderful.

We take our time and enjoy the evening by the sea while the lights of Kalamata sparkle across the bay.

You do not have to know every fish personally.

Sometimes it is enough if it tastes good.




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