Posts

Nur ein paar Schritte

Bild
Aus der geplanten Sonntagswanderung wurde gestern nichts. Zwar pausierte der Regen am Nachmittag, aber noch zogen dicke Wolken über den Himmel. 
Was jetzt? Wenigstens ein paar Schritte laufen und gegen die Sonntagstorten-Kalorien ankämpfen.
Ich wohne sehr ländlich und nach 200 Metern stehe  ich mitten in den typischen Szenarien  diverser Landzeitschriften.



Es ist beschaulich am Sonntagnachmittag. Am Flussufer sitzen hier und da Angler und warten auf den großen Fang. Oder sie entfliehen der Enge der Stadt, wollen nachdenken und die Seele baumeln lassen.




Das Wasser ist ganz still. Die Oberfläche voller Blütenstaub von  Ahorn Esche, Eiche oder Pappel. In vergangenen Jahren kamen oft gelbe Staubwolken voller Pollen aus den nahen Fichtenwäldern. Das gibt es jetzt nicht mehr. 





Wieder ziehen dichte Wolken aus Westen heran. Die Luft ist wie sauber gewaschen. Selten gelingen mir  so klare Landschaftsbilder.


Ich laufe einen Feldweg entlang, der mich vom Wasser fort führt. Hier kann ich weit bis nach …

Vor dem Regen

Bild
Es regnet ganz wunderbar und ich habe Zeit, euch die Bilder, die ich vorher im Garten gemacht habe, zu zeigen.


Noch scheint die Sonne und lässt das junge Laub der Gleditschie leuchten. Der Baum steht vor unserem Schlafzimmerfenster und zaubert morgens goldenes Licht in den Raum.



Aber lange hält es mich in dieser Jahreszeit nicht im Schlafzimmer und ich mache schon früh meine erste Gartenrunde.
Ganz hinten im Garten am alten Pflaumenbaum, der die Ramblerrose Lykkefund stützt, findet die Morgensonne die ersten Lücken in dem mit den Jahren immer dichter werdenden Laubdach.


Unten im Schatten des Baumes blüht der Enzianehrenpreis. Er mag die pralle Mittagssonne nicht so gern und ich pflanze ihn meist in den Halbschatten von Bäumen.




Viel besser als ich zunächst dachte, kommt diese panaschierte Hosta mit der Sommersonne zurecht.  Alle anderen Hoste stehen in den Schattenbeeten.  Hier in der Sonne wachsen neben der unverwüstlichen Hosta Rittersporn, Wollziest, Scabiose und jetzt natürlich Akelei.



W…

Akelei - Tänzerin im Wind

Bild
Überraschung! Hier bin ich. 





So ruft es im Frühling durch meinen Garten. 


Wenn die Akelei nicht so bezaubernd schön wäre, fiele es mir leicht, ihrem Vermehrungsdrang Einhalt zu gebieten.



Aber ihr kennt das ja, wieder rechtzeitig verpasst, die reifen Samenstände zu entfernen. Und wieder reckt die kunterbunte Schar junger Akeleipflanzen ihre Blütenglocken in die Luft.





Und wieder freue ich mich unbändig über die verscheiedenen Farben und Formen und gehe voller Entdeckungslust durch den Garten.


Sie haben etwas altmodisches, schließlich standen sie schon bei meiner Oma im Staudenbeet. Ihre waren meistens dunkellila und hatten einen langen Sporn.



 Ich liebe vor allem die gefüllten, gerüschten Blüten. Mir kommt entgegen,dass sie mit ihren langen Pfahlwurzel immer noch Wasser finden, wenn die anderen Stauden schon um jeden Tropfen betteln.


Die Blüten erinnern mich immer an verspielte Balletttänzerinnen. Vor allem die gerüschten Sorten ohne Sporn.Sie sitzen an langen aufrechten, leicht behaarten Stäng…

Spaziergang im Urwald

Bild
Ich liebe meinen Garten und verbringe dort sehr viele Stunden. Ja, und es macht Spaß zu graben, hacken, pflanzen.
Trotzdem wandere ich gern oder mache einen ausgedehnten Spaziergang.





Heute zeige ich euch Bilder von meinem Urwaldspaziergang. Ja, der Urwald liegt fast bei uns vor der Tür. Ein paar Minuten mit dem Auto und schon öffnet sich das Tor ein eine andere, urwüchsige Landschaft.




Mein ca 5 km langer Rundweg beginnt am Tierpark Sababurg.

Schon bald stoße ich auf die ersten Zeugen einer vergangenen Zeit.




Wie der gesamte Reinhardwald, zu dem das Gelände gehört, ist der Urwald ein durch Menschenhand geschaffener Wald. Früher war er ein Hutewald und Haustiere wie Schweine und Kühe wurden unter die Eichen getrieben. 

Die abgestorbenen Bäume bleiben als Totholz im Wald liegen. Sie bieten Pilzen,Flechten,  Insekten und Käfern Lebensraum.



Die Rappeiche , benannt nach Hermann-Josef Rapp, dem ehemaligen Forstamtsleiter, einem charismatischen, urwüchsigen Naturmensch, der seinen Wald über alles lieb…