Montag, 16. Januar 2017

Der Tisch ist gedeckt





Viel Schnee ist nicht gefallen, aber ständige Minusgrade locken immer mehr Vögel an die Futterstellen im Garten.



Das kleine Vogelhaus im Apfelbaum wird gern von Grünfinken angeflogen. In dem frei hängenden kleinen Futterhaus fühlen sie sich sich sicher.

Nachtrag 20.01.: Meine Finken sind keine Grünfinken sondern Erlenzeisige.
Elke von günstig gärtnern hat die kleinen Vögelchen heute richtig erkannt. Danke für den Tipp, liebe Elke.



Wacholderdrosseln lieben wie Amseln Äpfel, die sie am Boden anpicken. 

Als ich das letzte Mal Potsdam besuchte, hörte ich, dass Friedrich der Große gebratene Wacholderdrosseln, früher nannte man sie Krammetsvögel, liebte. Am besten in Butter gebraten waren sie seine Leibspeise. Ich frage mich, wie viele Drossen er wohl essen musste um satt zu werden.



Jetzt besuchen uns auch wieder viele daheimgebliebene Stare. Ihre Leibspeise sind Haferflocken und Weizenkörner.

Es soll kalt bleiben und ich beginne mich nach Frühling zu sehnen. 





Gut, dass überall Frühjahrsblüher angeboten werden und ich mir die bunten Blüten ins Haus holen kann.




Montag, 2. Januar 2017

Frostiger Mittag am Flussufer

Als Erstes möchte ich euch allen ein frohes, gesundes  neues Jahr wünschen.

Das alte Jahr war für mich ein schönes und glückliches Jahr gewesen, auch weil ich so viele Stunden mit und bei euch verbringen durfte. Jetzt bin ich gespannt, was  2017 bringt.
 In der Ferne sehe ich so viele graue Wolken, hoffentlich werden sie nicht zu einem alles umfassenden Gewitter. 

In den letzten Wochen war es ruhig im Garten . Alle Bilder waren gezeigt, alle Pflanzen erklärt. Jetzt verkriecht sich alles vor den frostigen Fingern des Winters unter einer dünnen Schneedecke.

Was liegt näher, als die sonnigen Frosttage für ausgedehnte Spaziergänge zu nutzen.



Besonders schön finde ich die Landschaft am Fluss.Die Nebel, die vom Wasser aufsteigen, überziehen alles mit Raureif und verzaubern die eigentlich braune Landschaft.



Filigrane Zweige ragen in den Himmel. Wieder ein Argument dafür, im Herbst im Garten keinen Kahlschlag unter den Stauden zu veranstalten. 




In der Ferne seht ihr unseren Kirchturm. Wenn ihr bei meiner Flusswanderung dabei gewesen wärt, hättet ihr die Mittagsglocken gehört.




Wilde Karde wurde in Zuckerguss getaucht.




Bei dem schönen Licht sieht der alte Kahn richtig romantisch aus. Er wurde wohl länger nicht benutzt.




Am Ufer schmücken dicke Mistelkugeln hohe Bäume.




Hinter dem Fluss erstrecken sich weite kahle Felder im Dunst.


Wenn ich mich in der Nähe umsehe, dann finde ich noch viel Grün wie hier eine gefrostete Königskerzenrosette.



Das fahle Sonnenlicht zaubert Muster auf mein Kamerabild



und drei der vielen Schwäne, die hier auf dem Fluss leben, ziehen majestätisch vorbei ohne mich eines Blickes zu würdigen.

Alles ist still, friedlich, ruhig. Die Natur hält den Atem an um Kraft für einen furiosen Neuanfang zu schöpfen


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Sonntag, 18. Dezember 2016

Gartenspaziergang im Dezember





Es heißt immer, dass der Garten im Winter schläft. 
Wenn ihr genau hinseht, dann könnt ihr selbst bei Frost Leben entdecken.
bei meinen winterlichen Gartenspaziergängen spüre ich jeder Spur von Leben nach und werde immer fündig.




Vor den Fenstern reihe ich möglichst viele Gefäße mit Sempervivum auf. Dachwurz braucht im Winter kaum Wasser und kann ruhig mal vergessen werden.


Skimmien sind die perfekte Pflanzen für den Winter: Ihre Blätter bleiben immer grün. Ab Oktober schmückt die Skimmia japonica sich mit roten Blütenknospen, die auch jetzt zu sehen sind.




Wunderschön blühen jetzt auch die echten Christrosen. Pünktlich zum Fest öffnet Helleborus niger praecox  auf kurzen Stielen ihre Schalenblüten.

Zitat von Karl Foerster: 
"Merkwürdige Pflanze, der es ihrerseits Spaß macht, Winter und Welt auf den Kopf zu stellen und monatelang aus frischdunkelgrünen Büschen hellgrün zu blühen."



Schon jetzt Ende Dezember schieben sich die grünen Spitzen von Schneeglöckchen aus dem noch frostfreien Boden.



An der geschützten Garagenwand leuchtet Winterjasmin.




Auch Helleborus orientalis zeigt erste Blüten.



Unter dem Vogelfutterhaus sitzt Samtpfötchen und glaubt, dass die Meisen nichts besseres zu tun haben als ihm ins Mäulchen zu flattern.



Zum Trocknen aufgehängtes Reiherfedergras wiegt sich im Winterwind.




So viel Farbe! Flechten am Apfelbaum, Roter Hartriegel und saftig grüne Yucca.



Noch einmal Wurzen in ihren Austernschalen.


Ja, der Garten lebt und lässt mich zu jeder Jahreszeit teilhaben an seinem Reichtum an Formen und Farben.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Raureif





Ganz schön kalt war es in den letzten Tagen. Knackig unter Null beweist der Winter, dass er trotz Klimawandel ein eisiger Kamerad geblieben  ist.
Der Fluss nicht weit hinter dem Garten legt jede Nacht feuchte Schleier über die eisige Landschaft und verwandelt alles in ein glitzerndes Eisparadies.
Es gehört schon einiges dazu, mich für Eis und Schnee  zu begeistern, aber diesem  Winterwunderland kann auch ich nicht widerstehen und stiefele mit der Kamera gleich morgens in den Garten um alles im Bild festzuhalten. Das Thermometer blieb unter Null Grad und ich hätte mich nicht beeilen brauchen. Fast sieht es so aus, als ob ich morgen wieder überall glitzernde Eiskristalle finde.

























Freitag, 25. November 2016

Advent





Nur noch ein Tag und die erste Kerze wird angezündet.

Bevor an meinem Adventskranz die erste Kerze brennt, nehme ich wie jedes Jahr am Weihnachtsmarkt  in Hedemünden teil.



Allerlei Getöpfertes für die Weihnachtszeit wird mit dabei sein.

Ich freue mich schon sehr auf das vorweihnachtliche Treiben mit Verkaufsbuden, Glühwein, lecker Essen und hoffentlich vielen Besuchern.


Zu Hause wartet dann mein diesmal ganz Ton in Ton gehaltener Adventskranz. Er wurde nur mit Tanne und Stacheldrahtpflanzen gewickelt. Wenige kleine Kugeln, Apfelbaumzweige und grüne Drahtsterne geben dem Ganzen etwas Leichtigkeit.



Weil Kränze wickeln so viel Spaß macht, entstand gleich noch ein Kranz. Alles aus der Natur. Buchs, Thuja, Tanne, Stacheldrahtpflanze, Zapfen und getrocknete Limetten.

Euch allen wünsche ich einen schönen, ersten Advent. Etwas Besinnliches, etwas Frohes und Freude auf dem Weihnachtsmarkt.

Montag, 21. November 2016

Kübelpflanzen im Winterquartier






Immer wieder werde ich gefragt, ob ich meine Kübelpflanzen vor oder nach dem ersten Frost einwintere.
Das hängt natürlich von der Pflanzenart, dem Wetter und dem Standort ab.
Manchmal wird es hier in der Gegend schon im Oktober frostig, manchmal kommt der erste Frost erst im Dezember.
Lorbeer, Olive und Oleander vertragen leichten Frost. Sie können also während der ersten Kältewelle mit Schneefall draußen bleiben. Die Pflanzen härten ab und Schädlinge werden eingedämmt, weil die Eigelelege und Larven die Kälte nicht gut vertragen.


Meine tropischen Kübelpflanzen wie Hibiskus und Schönmalve und Wandelröschen  räume ich dagegen vor dem ersten Frost ein. Kritisch wird es für sie schon, wenn die Temperatur dauerhaft unter 8 Grad sinkt.
Meine Küberpflanzen überwintern alle in einem hellen Raum mit großem Fenster. Wandelröschen ganz nah am Fenster, Yucca weiter hinten.
Zwar stellen die einzelnen Pflanzen unterschiedliche Temperaturansprüche, aber bei mir stehen sie den ganzen Winter bei 10 Grad, da sie ja alle zusammen im einem Raum überwintern.



Fuchsien, Wandelröschen und ähnliche Pflanzen schneide ich beim Einräumen stark zurück. Sonst reicht der Platz nicht.
Oleander wird im Herbst nie geschnitten, denn er setzt jetzt schon die Knospen für das nächste Jahr an.




Montag, 14. November 2016

Ein frostiger Morgen



Mit dem Vollmond kam heute auch die erste richtig kalte Nacht und bescherte mir einen ganz anderen Blick auf den Garten.


Gezuckerte Blüten, goldenes Licht und weiß geränderte Blätter. 
Da musste das Frühstück warten und ich drehte erst einmal mit der Kamera eine Runde ums Haus.







Gezuckerte Chrysanthemen. Mittags verschwand das zarte Weiß und hinterließ gesunde Blüten. Die kalte Nacht hatte ihnen nicht geschadet.




Verblühte Monarden in der Sonne.



Traubenhyazinthen schieben ihr frisches Grün empor. Wenn andere Pflanzen ruhen, bereiten sie sich schon auf das nächste Frühjahr vor.




In einem früheren Post habe ich geschrieben, dass mir Gräser zu jeder Jahreszeit gut gefallen. Hier seht ihr, wie sehr sie den Wintergarten aufwerten können. Im Vordergrund bildet eine Freilandyucca einen hübschen Kontrast.




Plattährengras



Und frische Helleborusblätter im Gegenlicht. Ganz tief in der Pflanzenmitte zeigen sich die ersten Blütenknospen.




Am Teich




Mittags hatte sich das Licht völlig verändert. Nebelschleier verdecken die Sonne und lassen alles silbern leuchten.