Sonntag, 5. November 2017

To do Liste für November

 Wattewolken von verblühten Herbstanemonen


Jetzt im November habe ich eigentlich keine rechte Lust noch viel im Garten zu arbeiten. Mir ist kalt, die Nässe kriecht durch die Kleidung, ich habe das Gefühl, dass es gar nicht richtig hell wird. Ich möchte vor dem Ofen sitzen und Tee trinken!

Zuerst gibt es jedoch einiges zu erledigen.

Bald ist Strauchschnitt, dabei werden von der Stadt gebündelte Äste und Zweige abgeholt und zur Deponie gebracht. Es wird Zeit, dass ich meine verholzten Grünabfälle fein zusammenbinde und ordentlich an der Straße ablege.

Einige schöne Strauchreste verarbeite ich schnell noch zu einem Türkranz.







Alle sehr empfindlichen Topfpflanzen wie Wandelröschen und Fuchsien haben inzwischen ihr Winterquartier bezogen. Noch sieht alles überschaubar aus, aber wenn die etwas unempfindlichen Kübelpflanzen wie Olive, Lorbeer und Oleander , die sich draußen noch wohl fühlen, eingeräumt werden, wird es hier richtig eng.



Schon ganz nah am Haus warten meine Agaven  auf ihren Transport. Sie sind sehr sperrig und wehren sich mit ihren spitzen Blattenden, dabei meine ich es nur gut mit ihnen.





Rosen werden erst im Frühjahr geschnitten. Mir täte es um die Blüten Leid, aber in der Nachbarschaft werden sie schon dem Boden gleichgemacht. Bis auf die Erde herabgeschnitten erwarten sie frierend das nächste Jahr. Ich muß meine Rosen noch anhäufeln, damit die Veredelung geschützt ist.



Das erste Futterhäuschen hängt am Haus und die kleinen Federbälle holen sich schon fleißig ihre Körnermischung.




Ob Kleiber oder Meise, jeder bekommt was ab.



Aber für die Vögel steht nicht nur das handelsübliche Vogelfutter zur Verfügung. Ich lasse alle Stauden mit ihren Samenständen bis zum Frühjahr stehen. Das bringt noch etwas Abwechslung auf den Speiseplan.





Richtig anstrengend wird es jeden Herbst beim Kompost.  Als Belohnung kann ich jetzt jede Menge Kompost auf den Beeten verteilen.





Wenn ich jetzt noch meine Gartenkeramik eingeräumt habe, bin ich eigentlich fertig mit meine Liste.  Ach ja, ich darf nicht vergessen, die neu gekauften Blumenzwiebeln in die Erde zu bringen. Noch ist der Boden nicht gefroren.

Endlich Zeit für Tee im warmen Wohnzimmer.




Wenn da nicht das viele Laub auf dem Rasen wäre!

Freitag, 27. Oktober 2017

Chrysanthemen - je später das Jahr, je schöner die Stauden



Wer glaubt, dass im November der Garten in Brauntönen erstarrt und nichts mehr zu bieten hat, der kennt nicht die späten Schönheiten, die jetzt Ende Oktober mit ihrer Blüte beginnen.

Getopft kennt sie wohl jeder und nimmt sich auch einige Exemplare der Massenware, die in allen Farben angeboten wird, mit nach Hause.




Dabei haben Chrysanthemen, oder Winterastern, wie sie auch genannt werden, sehr viel mehr zu bieten.

Winterastern haben mit den hübschen Topfsorten nicht viel gemein. Topfchrysantehmen sind oft nicht winterfest. Obwohl ich da auch schon so manche Topfpflanze im Garten weiterkultivieren konnte. 




Wenn eure Topfchrysantheme verblüht ist, lasst sie am Besten bis zum Frühjahr an einer geschützten Stelle stehen, gelegentlich gießen nicht vergessen!

Im Frühling pflanzt ihr sie in den Garten und wartet ab.




Wenn eure Chrysantheme wächst und auch blüht, solltet ihr sie im Herbst nach der Blüte-Phase zurückschneiden, so habt ihr über viele Jahre Freude an ihr. Es gibt allerdings auch einige einjährige Sorten, die sich nicht noch einmal zeigen.




Garten-Chrysanthemen überwintern am besten, wenn man die Stängel bis März stehen lässt. Schnee und Laub verfängt sich in den Stängeln und bietet einen lockeren, meist ausreichenden Winterschutz. Zu viel Laub auf der Staude führt zu Fäulnis.





Vermehren könnt ihr die Chrysantheme ganz einfach: Im Frühjahr eure Pflanze ausgraben, den Wurzelballen teilen und wieder einpflanzen. Mit Herbstpflanzungen habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht, ich pflanze deshalb nur im Frühjahr.





Da meine Gartenchrysanthemen oft sehr hoch und wenig standfest wachsen, wende ich den Chelsea-Schnitt an. Ich schneide Ende Mai ein Drittel zurück. Dadurch verzweit sich die Staude besser und bleibt kompakter.






Den Chelsea-Schnitt wende ich übrigens auch bei hohen Fetthennen und Helenium an.


Ja, was kann ich noch zur Pflege des schönen Spätstarters sagen?

Astern brauchen sehr viel Dünger. Viele Stauden bekommen bei mir nur Kompost, damit sind Chrysanthemen nicht zufrieden. Sie bekommen dreimal im Jahr einen Staudendünger.







Vielleicht habe ich euch überredet, im Frühjahr einige Garten-Chrysanthemen zu

pflanzen? Oder erblühen in eurem Garten gerade Chrysanthemen-Blütenwolken?











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Mittwoch, 18. Oktober 2017

Goldener Oktober



Was für ein wunderbares Wetter!
Seltsam,ich beschäftige mich jeden Tag bei fast jedem Wetter im Garten und das gern und jetzt bei diesem herbstlichen Traumwetter habe ich keine Lust.
Nein, mir steht der Sinn nach wandern.
Am liebsten jeden Tag.

Sonntag schloss ich mich einer Wandergruppe an und verbrachte den Tag mit netten Leuten in Wald und Feld. Ein wirklich schöner Tag, den ich gern wiederholen möchte.



Natürlich führte mich, als ich wieder zu Hause ankam , mein Weg doch in den Garten. Meine Kamera war noch griffbereit.



Langsam sollte ich ans Einräumen der frostgefährdeten Kübelpflanzen denken. Dabei blühen sie wie diese Bulbine noch so wunderschön.



Nicht nur mich lockt das warme Herbstwetter vor die Tür, viele Rosen blühen noch sehr schön. So viele Blüten wie im Juni sind es nicht, aber im Oktober freue ich mich auch über einen etwas bescheideneren Blütenflor.


Schmetterlinge flattern vor allem zwischen meinen Herbstastern umher 





und sogar am Johanniskrautstrauch Hypericum 'Hidcote' zeigen sich viele neue Blüten.





Jedes Frühjahr säe ich verschiedene Tagetessorten aus. Wenn ich später im Sommer Lücken in meinen Beeten entdecke, bepflanze ich sie gern mit Tagetes. Die Pflanzen bilden schnell dichte Hoste und blühen bis zum Frost. Da ich meist nicht alle Tagetespflanzen benötige, bleiben die restlichen im Gemüsebeet und schützen dort vor Fadenwürmer oder Bodenälchen (Nematoden).



Hier blühen einige Tagetes zwischen Astern und Verbenen



Der kleine Admiral hat inzwischen die Astern verlassen und nascht an Andrea Atkinson, meiner derzeitigen Lieblingsherbstanemone.

Es wird Zeit ins Haus zu gehen. Obwohl die Sonne tags noch so viel Kraft entwickelt, wird es abends schon recht kühl.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Oktoberimpressionen


Nicht jeder Oktober ist golden, nicht jeder Oktober bringt letzte warme Sonnentage.



Was uns dieser Oktober noch bringt, das weiß ich  nicht. Nicht beim Wetter und auch sonst ist alles offen, kann alles geschehen.
Wenn ich über den Atlantik blicke, dann bin ich froh, dass ich nicht erleben muss, was viele US -Amerikaner erdulden. Erst Hurrikan mit Dauerregen, jetzt furchtbare Flächenbrände, einen Präsidenten, den man nur schwer ertragen kann.
Dann bin ich dankbar, dass es mir in meiner kleinen überschaubaren Welt noch immer so gut geht. 


Ja, es sind die kleinen Dinge, die ich nicht übersehen darf, die Freude bringen und Kraft.
An einem sonnigen Tag dem lauten Chor der großen Starenschar, die seit Tagen die mächtige Tanne im Nachbargarten bewohnt, lauschen und dabei auf meinem Lieblingsplatz sitzen, das ist Erholung pur.
Orangenverbene, Schokoladenminze und etwas Salbei, meine momentane Lieblingsmischung für den Tee pflücken ,und durch das raschelnde Laub vom Kirschbaum zurück zum Haus gehen.
Kerzen anzünden und in einer dicken Strickjacke noch ein Stündchen auf der Terrasse sitzen. 
Kommt der Igel wieder schimpfend aus der Hecke und beschwert sich, weil es dieses Jahr kaum Äpfel gibt?


Ich sitze hier inmitten meiner  Pflanzen und denke über den Sommer nach. 
Viele schimpfen über zu viel Hitze, Sturm, Regen,Sonne, irgendwie über alles.
Wie habe ich den Sommer erlebt? Er begann sehr trocken und so manche Stunde verbrachte ich mit  Gießen. Dafür wuchs aber kaum Unkraut (entschuldigung, Wildkraut) und die Rosen blühten einfach himmlisch. Familienfeiern, der Offene Garten , Feste im Dorf, immer wunderschön, Sonne, warme Abende.
Später wechselte das Wetter von trocken zu feucht. Jetzt starteten viele Sommerstauden richtig durch. Überbordendes Grün, gesunde Pflanzen, bunte Beete. Ja, die Wildkräuter (für mich Unkräuter) holten jetzt nach, was sie im trockenen Frühsommer nicht geschafft hatten.  
Aber was soll´s, es muss doch einen Grund geben, warum Hacken und Harken erfunden wurden.




Ja, ich bin zufrieden. Vielleicht habe ich die weniger schönen Tage einfach vergessen. Heißt es nicht, dass Rentner nur noch Dinge behalten, die zwanzig Jahre zurückliegen?
Für den Rest des Jahres habe ich keine besonderen Pläne.
Die Gartenarbeit braucht nicht mehr so viel Zeit. Vielleicht gehe ich öfter als bisher zur Gymnastik oder ich putze auf meinen drei Etagen mal Ecken, an denen ich im Sommer gern vorbei sehe.
Eine Reise ist gebucht, auf die ich mich sehr freue. Im Sommer mag ich den Garten nicht gern allein lassen.
Die Zeit intensiver wahrnehmen, mehr Gespräche mit der Familie.
Mal sehen, was das Jahr noch bringt. Ich bin voller Vorfreude.





Heute verzichte ich auf Bildbeschreibungen.
Einfach anschauen, die späten Farben genießen, mehr nicht.












Donnerstag, 5. Oktober 2017

Herbstastern




Die Tage werden kürzer und kälter. Das Wetter ist ungemütlich. 



Die Zeit der Herbstastern ist da. Wie ein letzter Sommergruß strahlen sie in Blau, Rosa und Weiß. 



Selbst wenn es erste Nachtfröste geben sollte, blühen sie bis Ende Oktober und kümmern sich nicht ums Wetter.






Ob Kissenastern, Glattblattastern oder Raublattastern, schön sind sie alle.






In diesem Jahr sind sie besonders schön. Grund ist das feuchte Wetter in der zweiten Sommerhälfte. In trockenen Sommern müssen sie ausgiebig gegossen werden um eine reiche Blüte zu bekommen.



Dieses Jahr zeigen die Herbstastern keine Anzeichen für Asternwelke, eine Pilzerkrankung, die kahle Stiele und schwarze, schlaffe Blätter hinterlässt. 



Auch vom Mehltau werden sie noch verschont. 



Ich vermute, dass die ausreichende Wasserversorgung für gesunde, kräftige Pflanzen sorgt.