Montag, 27. Mai 2024

Auf dem Irishügel

 Hallo Ihr Lieben,

ändern sich eure Blumenbeete auch immer wieder? Oder bleibt eure erste Bepflanzung lange Zeit unverändert?

Mein Garten befindet sich ständig in einem zwar nicht drastischen, aber stetigen Wandel.

Wie z. B. der Steingarten.


Als ich vor nun schon 15 Jahren den Garten anlegte, schichtete ich die anfallenden Grassoden alle auf einen Hügel mitten im Garten.

Aus diesem Hügel entstand später der Steingarten.


Er beheimatete die üblichen Steingartenpflanzen und gefiel mir besonders im Frühjahr mit seinen bunten Blütenteppichen sehr gut.


Schon bald schlich sie die erste Irispflanze ein und ich merkte schnell, dass die Schwertlilien dort besonders gut blühten.



Langsam  wurde aus dem Steingarten ein Irishügel.


Botanisch ist die Gattung nach Iris, der griechischen Göttin des Regenbogens benannt – angesichts der breiten Palette an Blütenfarben ein passender Name.

Auf dem Hügel wachsen vor allem Bart-Iris (Iris barbata).



Dort in der prallen Sonne bekommen sie ausreichend Licht. Durch die verrotteten Grassoden, die den Hügel bilden, ist der Boden sehr nährstoffreich. Staunässe vertragen Iris nicht.



Eine besonderes Pflege brauchen die Blumen nicht. 

Ich schneide die verwelkten Blütenstiele ab um Krankheiten vorzubeugen und die Pflanze zu stärken.

Der Hügel bietet die ideale Bedingung für die Kultivierung.














Sonntag, 12. Mai 2024

Töpferausstellung im Künstlerhaus Hann. Münden

 Hallo Ihr Lieben,

Objekte von Jutta Henrich, Birgit Henrich, Harald Herth, Erwin Lehmann

ich freue mich, Euch von der Töpferausstellung im Haus des Mündener Kunstnetz e.V. in der Speckstraße in Hann. Münden zu berichten. Dort präsentierte der Töpferverein Oberode, zu dem ich auch gehöre, seine Ausstellung.

Objekte von Erwin Lehmann


Sieben Töpferinnen und Töpfer zeigten dort ihre kunstvoll modellierten Objekte, und die Besucher der zweitägigen Ausstellung waren von der Vielfalt und Qualität der präsentierten Werke begeistert.


Möve von Harald Herth

Das Haus des Mündener Kunstnetz e.V. bot eine einladende und stimmungsvolle Atmosphäre für diese Ausstellung. Die Räumlichkeiten waren mit Licht durchflutet und die ausgestellten Objekte wurden darin wirkungsvoll in Szene gesetzt. Schon beim Betreten des Hauses spürte man die Kreativität und Leidenschaft, die in jedem Stück steckte.

Einige meiner Objekte

Die sieben Töpferinnen und Töpfer des Töpfervereins Oberode präsentierten eine beeindruckende Bandbreite an Stilen und Techniken. Von filigranen Arbeiten bis hin zu robusten, erdigen Gefäßen - jede Kreation erzählte ihre eigene Geschichte und offenbarte die Persönlichkeit und das Können des Künstlers oder der Künstlerin.


Objekte von Birgit Henrich

Besonders bemerkenswert war die Vielfalt der modellierten Objekte. Neben traditonellen Töpfererzeugnissen wie Schalen und Teller gab es auch abstrakte Skulpturen, kunstvoll gestaltete Keramikfiguren und experimentelle Objekte zu bewundern. Jedes Stück war ein Unikat, das mit viel Liebe zum Detail und handwerklichem Geschick gefertigt worden war.

Schmuck von Mandy Bieler

Die Besucher der Ausstellung waren sichtlich beeindruckt von der Qualität und Originalität der präsentierten Werke. Sie verweilten vor den einzelnen Objekten, um ihre feinen Details zu bestaunen und tauschten angeregt ihre Eindrücke und Gedanken aus. Es war sehr inspirierend die Begeisterung der Besucher zu spüren und zu sehen, wie die Kunst der Töpferei Menschen jeden Alters und Hintergrunds zusammenführte.


Figuren von Christine Winkelbach

Die Ausstellung des Töpfervereins Oberode im Haus des Mündener Kunstnetz e.V. war zweifellos ein voller Erfolg. Sie zeigte auf eindrucksvolle Weise die Vielfalt und Schonheit der Keramikkunst und bewies einmal mehr, dass die Töpferei auch in der heutigen Zeit nichts von ihrer Faszination und Relevanz verloren hat.

Aufgewertet wurde die Ausstellung mit Bildern von Birgit Henrich

Objekte von Natalia Hillmann

Wenn Ihr also das nächste Mal in der Nähe von Hann. Münden seid, empfehle ich Euch wärmsten, dem Haus des Mündener Kunstnetz e.V. einen Besuch abzustatten und euch von der faszinierenden Welt der Kunst verzaubern zu lassen. Es lohnt sich!

Mandy Bieler, Christine Winkelbach, Harald Herth, Natalia Hillmann







Freitag, 10. Mai 2024

Erste Blüte

 Hallo Ihr Lieben,

der erste Offene Garten in diesem Jahr ist vorbei.

Es war wunderschön und hat riesig Spaß gemacht. Den ganzen Tag ging es zu wie im Taubenschlag. Sicher lag das auch an der Sonne, die mich nicht im Stich ließ. 

Natürlich wollte ich euch teilhaben lassen. 



Alles war vorbereitet, bald würden die ersten Besucher kommen. Ja, und dann hatte ich so viel zu tun, dass ich vollkommen vergaß, dass ich doch eigentlich Bilder machen wollte.

Also kein erster Offener Garten. Schlimm ist das nicht, schon am 26. Mai folgt der nächste Tag für meine Gäste. Diesmal wird das auch mit den Fotos klappen. Eine Freundin wird mit ihrer Kamera dafür sorgen.

Und für euch gibt es dafür die ersten Blüten.


Allen voran die erste Rosenblüte. Die Rose steht ganz geschützt an der Hauswand. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass sie schon einmal im Mai geblüht hat.


Die erste Blüte vom Türkischen Mohn (Papaver orientale) wagt sich auch hervor.



Wie jedes Jahr früh blühen an den Beeträndern Pechnelken.


Der genügsame Enzian-Ehrenpreis (Veronica gentianoides) schiebt seine Blütenähren ans Licht.


Und überall in den Beeten blühen die ersten Alliumbälle.


Nachdem die Strauchpäonien verblüht sind, legen Staudenpfingstrosen nach.


Auf den Wiesen blühen seit Tagen viele Margeriten. Jetzt blüht auch die erste Wiesenmargerite im Garten.


Akeleiblättrige Wiesenraute  (Thalictrum aquilegiifolium)


Als letzte neue Blüte kommt diese besonders interessant gefärbte Iris aufs Bild. 

Und dann hätte ich noch den ersten Buchsbaumzünsler. Die kleinen gefräßigen Raupen haben unser Dorf erobert. In wenigen Tagen wurden alle Buchsbaumhecken und -Kugeln befallen. 


Die meisten Gartenbesitzer haben sich entschlossen, den Buchs zu vernichten. Auch ich werde mich von meiner wunderschönen, sehr alten Hecke trennen. 

Aber was solls, so bekomme ich Platz für Neues.

Freitag, 3. Mai 2024

Zu den Orchideen am Weinberg


Der Weinberg ist ein sonniger Hang in der Nähe. Wahrscheinlich wurde dort wegen der guten sonnigen Lage früher Wein angebaut. Zumindest deutet der Name darauf hin.
Eine Wanderung auf dem Weinberg ist für mich immer eine Entdeckungsreise. Werde ich auch dieses Jahr Orchideen finden?
Der Weg führt zunächst durch Felder und Weiden immer leicht bergauf. Abwechselnd mit lichtem Wald und mit Wacholder bewachsenem Magerrasen umsäumt wird aus dem Wirtschaftsweg ein schmaler Pfad. 


Hier ist es sehr still, der Ort weit entfernt und sogar die Autobahn ist nicht mehr zu hören.
Jetzt entdecke ich die erste Orchidee. Es ist das Männliche Knabenkraut. Es wächst im Gras direkt am Weg. Seine schmalen Blütenstängel sind übersät mit kleinen einfarbigen Blüten. Zwar ist diese Orchidee noch weit verbreitet, aber trotzdem geschützt.




Jetzt sind sie unübersehbar. Zwischen lichtem Strauchwerk auf der Wiese blühen sie überall.
Orchideen sind anspruchsvolle Pflanzen. Sie benötigen eine bestimmte Menge an Licht, aber auch Schutz vor zu viel direkter Sonneneinstrahlung.
Immer häufiger wird das Purpurknabenkraut. Es wirkt kräftiger als die anderen Arten. Sicher trug der Regen und der kalkhaltige Boden dazu bei, dass sich die Pflanzen so gut entwickeln.



Die kleinen Punkte auf den Blütenblättern bestehen aus winzigen Haarbüscheln.


Auch einige Mücken-Händelwurz, meiner Meinung nach viel zu früh, blühten schon.


Die Mücken-Händelwurz wurde von den Vorständen der Arbeitskreise Heimischer Orchideen (AHO) zur „Orchidee des Jahres 2024“ gekürt.



Nun geht es über einen Schotterweg, bewachsen mit Zypressenwolfsmilch, in ein kleines Naturschutzgebiet.


Hier in dieser etwas wilden Landschaft entdecke ich das Dreizähnige Knabenkraut.


Es wächst geschützt mitten im Gräserdurcheinander.


Das Dreizähnige Knabenkraut ist etwas kleiner als seine Orchideengeschwister. Mir gefallen die zarten Blütenkugeln besonders gut. Die Art kommt vor allem bei uns in Südniedersachsen und Nordhessen vor.


Jetzt noch einmal alle von mir gefundenen Orchideensorten vereint.
Lasst uns diese fragilen Schönheiten bewundern und schützen, damit auch kommende Generationen ihre Pracht genießen können.


Langsam löst sich mein Blick wieder vom Boden und ich genieße auf dem Rückweg die schöne Frühlingslandschaft.






Sonntag, 28. April 2024

Die alte Hobelbank

 Hallo Ihr Lieben,

ich habe geerbt. Nein, keinen Maserati oder ein dickes Bankkonto, sondern eine alte Hobelbank.

Sie ist das Gesellenstück eines alten Freundes. Die Hobelbank muss etwa 70 Jahre alt sein und sicher hat sie eine Menge erlebt.



Bei mir schlummerte sie Monate im dunklen Keller und hat nun ihre Renaissance im Sonnenlicht der Terrasse gefunden.

Im Keller wirkte sie recht unscheinbar und verlassen doch mit Fantasie und Liebe wurde sie jetzt zu einem echten Schmuckstück.

Die Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. Abgewetzt und von Rost gezeichnet konnte ich mir erst nicht vorstellen was aus ihr werden sollte.

Mit einem guten Schleifpapier und einer ordentlichen Portion Energie wurden die alten Dreckschichten abgetragen und das ursprüngliche Holz kam wieder zum Vorschein. 



Nun thront sie auf der Terrasse, noch immer mit Gebrauchsspuren, aber gerade die geben ihr Leben.

Ihr robustes Aussehen bietet den perfekten Rahmen für Pflanzen, Deko und Keramik.

Sicher möchtet ihr auch noch einen Blick in den Garten werfen.


Alle Strauchpfingstrosen blühen. Leider litten sie unter den letzten Frostnächten.





Umso schöner blühen die späten Tulpen. Ihnen machen so ein paar kalte Nächte nichts aus.


Schwer hat es der alte Pflaumenbaum. Völlig eingehüllt von Lykkefund, einer Ramblerrose, hat ihn jetzt noch  Klematis montana erobert.



Apfelblüten lassen auf eine gute Apfelernte hoffen.


In den Beeten blühen Akelei und Goldwolfsmilch.


Auch einige rotblühende Euphorbia griffithii zeigen sich im Beet.


Aris, bleib davon! Wolfsmilch ist giftig. Ja, schon klar, du schläfst lieber in der Sonne.



Wir gehen noch zum Steingarten und dann machen wir es uns auch gemütlich.