Montag, 16. Mai 2022

Besuch im antiken Griechenland

 

Heute möchte ich wieder etwas über Griechenland erzählen.

 Obwohl ich hier bin um zu entscheiden, ob ich in Griechenland einen ganzen Winter verbringen möchte,  gehört der Besuch einer Ausgrabungsstelle zu einem Griechenlandurlaub dazu. 


Nicht  allzu weit entfernt von meinem Wohnort liegt Messene, dem umfangreichsten Ausgrabungsgebiet Griechenlands. Messene wurde erst in den letzten Jahren intensiv erforscht und es gibt deshalb laufend Änderungen. 



Nach einer längeren, kurvenreichen Fahrt durchquere ich das Arkadische Tor mit Resten der Stadtmauer und finde mich mitten im antiken Griechenland wieder.


Messene gehört zu den am besten erhaltenen Siedlungen, die jemals entdeckt wurden und ist meiner Meinung  nach auch am schönsten gelegenen. 






Inzwischen wurden die Überreste eines Theaters, einer Agora, eines Gymnasiums, einer Reihe von Heilgtümern, Statuen und Quellen entdeckt. 



Lange spaziere ich durch die Anlage und entdecke immer wieder neue Gebäude. Der ganze Ort ist auf Grund seiner Lage sehr übersichtlich.








Nachdem ich einen Nachmittag in Messene verbrachte, besuchte ich am nächsten Tag Olympia. 





Olympia, seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. Austragungsort der ursprünglichen Olympischen Spiele, ist mindestens genau so interessant. Unter den zahlreichen Ruinen befinden sich Trainingsbereiche der Athleten, ein Stadion sowie Tempel, die den Gottheiten Hera und Zeus gewidmet sind. 



Mir fehlt allerdings die Übersicht. Oft liegen die Bruchstücke von früheren Tempeln ungeordnet und für mich ist es nicht so leicht wie in Messene nachzuvollziehen wie alles in der Antike  aussah.


Eine der Säulen des Zeustempels wurde wieder aufgerichtet und so kann ich mir das Bauwerk besser vorstellen.




Es ist  schon etwas Besonderes durch die Ruinen der alten Stadt zu gehen.
 Aber wenn ihr Griechenland mit seinen Ausgrabungen besuchen wollt, empfehle ich euch zusätzlich Messene. Es lohnt sich auf jeden Fall.





Freitag, 13. Mai 2022

Griechenland - einige Tage später

 



Inzwischen habe ich mich in meiner unmittelbaren Nähe umgesehen. 

Ich kenne die Supermärkte, am nächsten ist ein Lidl, weiß wo Apotheken und Ärzte zu finden sind. Auch  meine künftigen Nachbarn lernte ich inzwischen kennen. Sie sind wie alle Griechen, mit denen ich zu tun hatte, sehr herzlich. Meine Nachbarn schenkten mir jeder eine Flasche Öl. Weil ich ja in Deutschland nichts kaufen kann. Sie meinten, ich täte ihnen Leid und sollte lieber hier bleiben. Hier gäbe es alles zu kaufen. Nicht wie im armen Deutschland mit seiner  Lebensmittelknappheit. Die Gespräche laufen in Englisch. Ich muss unbedingt etwas griechisch lernen. 




Bei einem Spaziergang entdecke ich diese vollen Olivenölkanister. Wer weiß, vor wie langer Zeit sie entsorgt wurden. 

Natürlich besuche ich die Strände rund um meinen Wohnort.


Sie sind wunderschön und menschenleer. Ich habe mir bewusst eine Region ohne Touristen ausgesucht um das echte Griechenland kennenzulernen. 



An diesem Strand brüten viele "Unechte Karettschildkröten" Er steht unter Naturschutz.


Gesehen habe ich dort keine -Schildkröte, sie kommen erst ab Juni an den Strand um ihre Eier abzulegen.

Aber hier auf dem Land auf dem Weg zum Haus fahre ich immer sehr langsam. Schon mehrmals marschierten Griechische Landschildkröten über den Weg.  Auch verschiedene Schlangenarten, teilweise von beachtlicher Größe konnte ich schon beobachten. Sie liegen auf der Straße und sonnen sich. Da heißt es warten, bis die Schlange im Unterholz verschwindet.

Auf dem Bild seht ihr eine junge Schildkröte. Sie war etwa 12 cm lang. Als ich sie an den Straßenrand setzte, zog sie natürlich sofort ihren Kopf ein. 



Natürlich fahre ich nicht nur mit dem Auto, sondern gehe auch wandern. Überall gibt es in den nahen Bergen schöne Fotomotive.


In dieser Zeit blüht das ganze Land. Das wird sich in der heißen Jahreszeit ändern. Dann ist der Boden braun. Für mich sind solche Ausflüge eine Herausforderung. Auf allen Höfen leben große Wachhunde. Sie sind selten eingezäunt und stromern überall herum. Ich habe großen Respekt vor ihnen und traue mich allein nur in die unbewohnten  Berge. Am Strand leben wilde Hunde, die eher ängstlich sind. Wenn ich mit einem Stock wedel, laufen sie weg.




Zu  Abschluss zeige ich euch einige Bilder meiner letzten Wanderung zu den Neda-Wasserfällen.












Dienstag, 10. Mai 2022

Ferien in Griechenland

 Ferien in Griechenland ist nur zum Teil richtig. Mein Plan ist ein langer Aufenthalt über Winter und zur Zeit sehe ich mir hier vor Ort die Gegebenheiten an um endgültig zu entscheiden, ob ich ein halbes Jahr hier wohnen möchte. Gestern bin ich angekommen und natürlich geht es erst mal an den Strand. Hier gibt es keine Touristen und ich habe den Strand ganz für mich allein. 



Die Griechen kommen nur zum Wochenende und auch dann verirrt sich kaum jemand hierher.


Im Hintergrund seht ihr die Berge. Es hat hier verhältnismäßig viel geregnet und alles ist grün.


Am Ufer finde ich überall diese flauschigen Kugeln und muss natürlich herausfinden, was sich im Innern befindet.


Es ist einfach nur Pflanzenmaterial, das vom Wasser zu einer Kugel geformt wurde.



Aber etwas lebendiges finde ich auch. Überall sitzen Marienkäfer in der Sonne.



Aber ich bleibe nicht den ganzen Tag am einsamen Strand, obwohl ich dort gern noch aufs Wasser blicken und träumen würde.

Es ist Markttag und ich möchte mich dort auf dem Markt umsehen. 



Der kleine Ort sieht aus wie viele Orte in Griechenland. Kabel hängen kreuz und quer über der Straße und die Gehwege sind vollgeparkt.


Das Angebot ist groß. Gemüse und Obst aus der Region bekomme ich für wenige Euro. 

Importiere Sorten wie Bananen sind teuer. 


Mein Lieblingsobst sind die überall angebotenen Mispeln. Sie sind sehr saftig, säuerlich und schmecken ein wenig wie Pfirsiche.


Nichts ist eingepackt, Ich kann mich selbst bedienen. 


Bei dem großen Angebot an frischem Gemüse und Obst habe ich keinen Appetit auf Fleischspieße. 


Aber nicht nur Lebensmittel, auch Küchenutensilien, Handwerkszeug und Kleidung finden ihre Abnehmer. Ob ich in so einem Durcheinander ein paar passende Schuhe finde, möchte ich bezweifeln.



Für heute habe ich genug gesehen. Der Abend ist nicht weit und es wird noch mehr Tage geben, an denen ich das Land entdecke.


Freitag, 29. April 2022

Gartenrundgang zum Monatsende

 Wenn die Sonne hinter den Wolken hervor kommt, entfacht sie ein leuchtendes Farbenspiel. Dann beginnen die Tulpen zu leuchten.


So richtig viele sind es in diesem Frühjahr nicht. Ich bepflanze im Herbst immer einen Gartenabschnitt neu. Diesmal war das der Vorgarten. Aber viele Tulpen blühen über Jahre zuverlässig jedes Jahr. Hier sind es Crispa-Tulpen.


Bei der Einzelblüte könnt ihr den gefransten Rand besser erkennen.


Es geht in meinen Beeten immer bunt zu. Das ist nicht jedermanns Sache, aber mir gefällt der kunterbunte Frühlingsgarten besonders gut.


In den Beeten tummeln sich Primeln, Vergissmeinnicht, Schlüsselblumen und Traubenhyazinthen und ergänzen sich ganz natürlich.




Im Steingarten blüht die Zypressenwolfsmilch. Euphorbia cyparissias mag den nährstoffärmeren und trockenen Boden des Steingartens sehr. Auch kalkhaltigen Boden weiß sie zu schätzen.



Gleich nebenan blühen die gelben Kugeln der Goldwolfsmilch (Euphorbia polychroma).


Weiter geht unser Rundgang zum Apfelbaum. Nachdem ich einen der alten Apfelbäume fällen lassen musste, sind nur noch vier übrig.


Unter dem Baum befindet sich das Hostabeet. Bis die Hosta ihre großen Blätter entfalten, gehört das Beet den Anemonen. Nachdem die Buschwindröschen verblühten, zeigen sich mit strahlend weißen Blütentellern die großen Buschwindröschen (Anemone sylvestris).


Jetzt gehen wir in Richtung Haus. Im Schatten der uralten Tujahecke blühen Elfenblumen (Epimediumganz zart und wunderschön. Nach der Blüte werden sie zu dichten Bodendeckern. Sie bleiben wintergrün und werden erst vor der Blüte geschnitten. Das Schneiden ist wichtig, da sich sonst die Blütenrispen in all den Blättern verstecken. Genau wie es die Elfen im Wald tun. 


Zwischen den großen Blättern des Brandkrauts (Phlomis russeliana) hat sich ein Hasenglöckchen häuslich eingerichtet.


Hier noch mal ein größeres Exemplar des Hasenglöckchens  (Hyacinthoides). 



Da der letzte Gartenrundgang im April mit Tulpen begann, endet er auch mit Tulpen.


Jetzt werde ich es mir mit einem Kaffee im Garten gemütlich machen.