Montag, 16. April 2018

Hyazinthen





 Ob Traubenhyazinthen oder frühe Puschkinien,  die zart blauen Sternhyazinten oder ganz normale Garten-Hyazinthen.





 Wie Farbbomben sitzen die bunten Hyazinthen im Beet. Sie blühen in prächtigen Farben von Weiß über Rosa, Blau und Violett . 








 Meine Erfahrung zeigt, dass Hyazinthen einen möglichst sonnigen Standort brauchen, um jedes Frühjahr zu blühen. 






Ich pflanze grundsätzlich nur Hyazinthen, die ich im zeitigen Frühjahr als Topfpflanze für die Wohnung gekauft habe. So habe ich einen frühen Blumenschmuck im Zimmer und im nächsten Jahr wunderschöne Blüten im Garten. 


 Ich setze sie direkt nach der Blüte ins Beet. Für die Pflanztiefe gilt folgende Regel: Die Pflanztiefe sollte doppelt so tief sein wie der Durchmesser der Blumenzwiebel. Beträgt der Zwiebeldurchmesser zum Beispiel 4 cm, so sollte die Knolle etwa 8 cm tief eingesetzt werden. 







Eigentlich sollte ein Abstand von rund 15 cm eingehalten werden, aber meist stecken die Hyazinthenzwiebeln zu dritt im Topf und so kommen sie auch in die Erde. Jetzt passe ich auf, dass die Zwiebeln nicht austrocknen. Wenn ihr eure Hyazinthen auspflanzt, werden sie sich bestimmt gut entwickeln. Weitere Pflege bekommen sie bei mir nicht.











Es gab eine Zeit, da waren Hyazinthen genauso begehrt wie Tulpen. Es wurden hohe Preise für einzelne Zwiebeln verlangt und es gabt hunderte von verschiedenen Sorten.




Der Hyazinthe wurde eine große Wertschätzung entgegengebracht und man kultivierte sie im großen Umfang im Mittleren Osten. Im 13. Jahrhundert schrieb der persische Dichter Saadi:

"Wenn du beraubt wirst allen Guts auf Erden,
und nur zwei Brote dir belassen werden,
Verkaufe eins, und vom Erlös kauf Hyazinthen:
Daran wird deine Seele Nahrung finden."





Die Dichter Homer und Vergil beschrieben den Duft der Blüten. Auch Goethe, Emil Claar und Theodor Storm schrieben Gedichte über Hyazinthen. Sogar der Schmetterling im gleichnamigen Gedicht von Heinz Erhard lässt sich von der Blume betören.

















Donnerstag, 5. April 2018

Blau macht glücklich







Bisher begeisterten mich im im Frühjahr vor allem die leuchtenden gelben Narzissen. Gelb - Sonnenfarbe, Fröhlichkeit, Wärme.

Jetzt mag ich Blau. Vielleicht weil Blau so gut zu den gelben Narzissen passt?

Überall im Garten finde ich blaue Blüten.


Unter den Rhodedendren im Schattenbeet wächst eine Kollonie Leberblümchen (Anemone hepatica). Wahrscheinlich wurden sie vor vielen Jahren von früheren Gartenbesitzern gepflanzt.

Seit Wochen beobachte ich die kleinen Pflänzchen. Aber so oft ich auch schaue, es tut sich nichts. Ein paar alte Blätter, keine Blüte.





Jetzt plötzlich übers Wochenende blühen alle Leberblümchen gleichzeitig. Die Farbe ist unvergleichlich.

Außerdem kann man deutlich sehen, dass sich die Blümchen ordentlich vermehrt haben.





Auch in den umliegenden Buchenwäldern blühen die Leberblümchen an vielen Stellen. Der kalkhaltige Boden scheint ihnen zu gefallen.


Auch Sternhyazinthen (Chionodoxa) wachsen in Hülle und Fülle.





Jetzt haben die kleinen blauen Frühlingsblümchen ihren großen Auftritt.








Vor einigen Jahren fing ich mit wenigen Zwiebeln von Traubenhyazinthen
 und Blausternchen an. Inzwischen finden sich die kleinen blauen Blüten überall im Garten.


Scillas bevorzugen eine sonnige oder halbbeschattete Lage, zum Beispiel unter Sträuchern oder Bäumen. Auch an Waldrändern oder oder in Töpfen machen sie sich gut, da sie nicht sehr anspruchsvoll sind.











Auf der Schattenseite blüht ungestört das Balkan-Windröschen , auch Strahlenanemone genannt (Anemone blanda). Unter den Büschen kann es verwildern und dient als Frühblüher den ersten Insekten als Nahrungsquelle.





Geflecktes oder Echtes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) gehört zur Familie der Raublattgewächse. Im Volksmund wird es aufgrund der Ähnlichkeit zur Gelben Schlüsselblume auch "Blaue Schlüsselblume" genannt. Lungenkraut ist in europäischen Laubwäldern und Büschen zu finden und erkennbar an seinen glockenartigen blau-violetten Blüten.





Dienstag, 27. März 2018

Karwoche

In der Karwoche ist es traditionell etwas stiller und ruhiger.

Auch hier bei mir passiert nicht viel. Der Garten verändert sich wegen des immer noch kalten Wetters nur sehr langsam.

Da ich nicht viel zu berichten habe, möchte ich euch doch wenigstens frohe Ostertage wünschen. Vielleicht scheint die Sonne und wir können ohne Schirm zum Osterfeuer.

Mit der Osterdeko im Garten halte ich mich dieses Jahr zurück.


Heute morgen hat es wieder etwas geschneit und das Dekorieren macht keinen Spaß.



Am Wochenende habe ich ein paar Hasengesichter gemalt und vor die Tür gestellt. Ein paar Clematisranken drumrum, fertig.



Auch im Haus zieht Ostern ein. Noch immer habe ich jedes Jahr Spaß beim Eier bemalen.



Und wenn die Narzissen im Garten einfach nicht aufblühen wollen, dann tut es auch ein gekaufter Strauß.

Mit ein paar Impressionen aus dem Garten, gesammelt in der letzten Woche,  verabschiede ich mich für heute von euch und wünsche euch ein schönes gemütliches Osterfest.



























Sonntag, 11. März 2018

Die erste Biene gesichtet






Von der Eiseskälte der letzten Wochen hatte ich nichts gespürt. Rechtzeitig in Richtung Süden geflüchtet brauchte ich keinen warmen Pullover.

Aber der Garten? Kahlfröste im zweistelligen Bereich? Es war doch alles schon so weit voraus. Schon im Januar konnte ich blühende Krokusse fotografieren!

Seit Mitte der Woche tauen die Beete auf und ich kann einen ersten Blick auf Stauden und Co. werfen.
Schwere Schäden kann ich nicht feststellen.



Das sind noch immer die selben Irisblüten wie im Januar. Sie verharrten über Wochen unverändert und blühen jetzt einfach weiter.  

Nicht so schön sehen meine Primeln aus. Sie werden sich bald erholen, aber im Moment mag ich sie nicht herzeigen. 



Auf der Krokuswiese geht es bunt zu. Die kleinen Blüten bilden sich in wenigen Tagen und locken die ersten Insekten an.










Eine bunte Mischung von verschiedenen Krokussorten blüht blüht hier.










Mit dicken Pollenhöschen bestückt fliegt die erste Biene von Schneeglöckchen zu Schneeglöckchen und immer mehr Bienen schließen sich der fleißigen Pollensammlerin an.








Nicht ganz so gut geht es den nicht geschützt stehenden Nieswurz. Manche Blüten richten sich nicht wieder auf.




Aber der Schaden ist gering und jeden Tag zeigen sich jetzt neue Blütenformen. 






Wie es den Stauden geht, kann ich noch nicht beurteilen. Aber ich denke, auch sie haben die frostigen Tage gut überstanden.