Samstag, 25. März 2017

Jetzt ist Sommerzeit, aber nicht im Garten


In der Nacht wird wieder an der Uhr gedreht. Die Sommerzeit hat begonnen.
In Deutschland wurden die Uhren erstmals 1916 umgestellt, mitten im Ersten Weltkrieg. Danach gab es Jahre mit und ohne Umstellung.
In Deutschland gibt es die jetzt gültige Zeitumstellung seit 1980.
Darüber, ob das alles Sinn macht, streiten sich die Geister.





Tatsache ist: Im Garten herrscht weiterhin Frühling.



Und Ostern ist auch nicht mehr weit.
Zu den bunten Volmary-Primeln hat sich der erste Haste gesellt.



Aus den abgeschnittenen Birkenresten  wurden wie jedes Jahr Kränze gewunden. Bepflanzt mit Blaustern und Traubenhyazinthen werden sie zur Osterdeko im Garten.





Der Vorgarten ist blau. Überall blühen kleine Traubenhyazinten. 


Und wenn noch Platz ist, dann breiten sich Sternhyazinthen aus.


Auch Buschwindröschen (Anemone nemorosa) bilden jetzt dichte Teppiche.





Es ist ein Helleborusjahr. So übervoll blühen die Nieswurz bei mir nicht immer.


Ob gefüllt oder ganz schlicht, sie sind immer wunderschön.





Wie habe ich mich heute morgen gefreut, als ich die ersten Tulpenblühten fand. 



Schon seit sechs Jahren liegen die Zwiebeln der frühen botanischen Tulpen im Boden. Jedes Jahr zähle ich einige Tulpen mehr. Schade, dass andere Tulpenarten oft nur zwei, drei Jahre blühen ehe sie auf Nimmerwiedersehen verschwinden.



Das war es schon wieder für heute. Mit den ersten Lungenkrautblüten verabschiede ich mich von euch und wünsche euch einen wunderschönen Frühlingssonntag.

Montag, 20. März 2017

Frühlingsanfang





Im letzten Post ging es "nur" um die wunderschön blühenden Helleborus, die hauptsächlich in meinem hinteren Garten wachsen.
Mal sehen, wer heute zum Frühlingsanfang sonst noch seine Blüten geöffnet hat.



Traubenhyazinthen neigen stark zum Verwildern und blühen inzwischen in jeder Gartenecke. Diese ganz frühen Traubenhyazinthen wachsen sehr zierlich, dafür aber reichlich. Findet ihr das Himmelblau der Blüten auch so schön?



Langsam neigt sich die Blütezeit der Schneeglöckchen und Märzenbecher dem Ende zu.



Auch die Winterlinge sind fast verblüht.



Sie machen Platz für die ersten Narzissen. Tete a Tete blüht immer  sehr früh.


Zu Ende ist auch die Blütezeit der bezaubernden Elfenkrokusse. Dafür kommen jetzt die verschiedenen Frühlingskrokusse .



Mein Rundgang ist schon beendet. Ein Regenschauer treibt mich aus dem Garten.
Das Wetter könnte besser sein. 



Mit einem Blick auf die Krokuswiese unter dem Apfelbaum verabschiede ich mich für heute,
eure Anette

Sonntag, 19. März 2017

Helleborus





Heute dreht sich alles um die Helleborus. Sie hat hier viele Namen wie Christrose, Schneerose, Lenzrose, Orakelblume, Teufelskraut oder Nieswurz.





Der Name Nieswurz beruht auf der Tatsache, dass zerriebene Pflanzenteile zum Niesen reizen. Dieses Phänomen machte man sich früher zu nutzen, um böse Geister und Krankheiten auszuniesen. Auch im Schnupftabak wurde Nieswurz verwendet. Da Blätter und Wurzeln aber hochgiftig sind, gab es bei der Verwendung immer wieder Todesfälle.




Zu dem Namen Christrose kenne ich als Erklärung nur eine alte Geschichte, in der ein Hirte auf seinem Weg nach Bethlehem kein Geschenk für das Jesuskind hat. Die von ihm deshalb vergossenen Tränen lassen, als sie zu Boden fallen die Christrose erblühen. Überglücklich brachte er die schönen Blumen als Geschenk mit.




Die Christrose wurde früher dazu genutzt, das Wetter für das kommende Jahr vorherzusagen. Daher wurde sie auch Orakelblume genannt. 



Nur auf unserer nördlichen Halbkugel ist die Helleborus zu finden. Vor allem an Ostsee und Schwarzem Meer gibt es viele verschiedene Arten.
Vermutlich haben sich die Ahnen der heutigen Helleborus während der erdgeschichtlichen Entwicklung von Südostasien nach Westen, entlang der Ufer des Urmittelmeeres ausgebreitet. Ein weiteres Überbleibsel aus dieser Zeit ist die mehr oder weniger ausgeprägte Fähigkeit, auf Frost durch Absenken des Zelldrucks zu reagieren. Mit steigenden Temperaturen kann dieser Effekt wieder rückgängig gemacht werden. Ich erschrecke mich trotzdem nach jeder frostigen Nacht, wenn die Blütenstiele und Blätter völlig schlaff am Boden liegen.




Wenn eure Helleborus oft viele Wochen blühen, dann liegt das auch an den Kelchblättern, die die sonst üblichen Blütenblätter ersetzen. Auch wenn die Blüte längst verblüht ist, wirken diese Kelchblätter noch wie Blüten.




Alle Helleborus sind langlebige Stauden. Ich finde sie pflegeleicht und bin von ihrer Winterhärte überzeugt. Ein kalkhaltiger Boden ist besonders günstig für ein langes, gesundes Pflanzenleben.



Meine vor einigen Jahren noch "reinrassigen" Nieswurz haben sich inzwischen durch Aussaat vermehrt. Die neuen Pflanzen zeigen eine bunte Mischung ihrer Elternpflanzen.







Dienstag, 14. März 2017

Überraschung von Volmary





Wie alle Gartenbesitzer, die nicht nur nullachtfünfzehn aus dem Baumarkt in ihre Beete pflanzen möchten, habe ich natürlich schon Pflanzen aus dem Internet gekauft. Zwiebeln oder Stauden, die kaum ausgetrieben haben, kein Problem.
Aber Stiefmütterchen oder gar Primeln in voller Blüte, geht das? 

Ja, und ob das geht. 

Heute brachte Herbert, mein Lieblingspostbote ein großes Überraschungspaket von Volmary.
Sofort habe ich alles ausgepackt und befreite wunderschöne Primeln aus ihren Umverpackungen.


Nicht eine Blüte war geknickt, die Wasserversorgung stimmte. Alles super.




Hier seht ihr alle Pflanzen ohne ihre Verpackung. Waldprimeln, Sternprimeln und dicke Töpfe mit Hornveilchen.
Die Gießkanne steht schon bereit, denn Wasser brauchen sie nach der langen Reise auf jeden Fall.

Die Kunststoffverpackungen werde ich nicht wegwerfen, sondern als Minigewächshäuser weiterverwenden.



Ich freue mich auf morgen. Dann werde ich alle Primeln pflanzen. 
Welche mir am besten gefällt? Da muss ich noch überlegen.

Und dann überlege ich noch, was ich mir als nächstes bestelle. 
Bei Volmary.de geht das jetzt auch online.


Sonntag, 12. März 2017

Frühlingsgrüße




Heute morgen erwartete mich ein Garten voller Sonne, Vogelgezwitscher und bunter Blütenpracht.


Was meint ihr, wer sich über diesen Sonnensonntag am meisten freut?
Die Bienen sind`s. 



Krokusse und Co. wurden heute Mittag regelrecht belagert. Es summte und brummte  durch den ganzen Garten.



Hier wuseln sie in den seit dem letzten Post deutlich gewachsenen  Puschkinien herum.

Aber nicht nur für die fleißigen Bienchen gibt es Arbeit. Auch ich habe jetzt alle Hände voll zu tun.


Unter den Büschen muss das reichlich gewachsene Moos weggeharkt werden. 



Fast auf allen Beeten standen noch die braunen Stauden vom Vorjahr. Bald habe ich es geschafft, die Beete aufzuräumen.
Jetzt müssen noch die Kanten gestochen werden.

Der noch reichlich vorhandene Kompost möchte auf die Beete.




Noch blühen Schneeglöckchen und Primeln bunt durcheinander.

Wenn die Schneeglöckchen ausgeblüht haben, werde ich sie teilen und neu einpflanzen. Später weiß ich nicht mehr wo sie stehen.
Astern und Monarden müssen verzogen oder geteilt werden. 



Die Volmary-Primeln sind auch endlich eingepflanzt


Und Hornveilchen zieren die alten Weinkisten am Gartenhaus.





Wie jedes Jahr freue ich mich besonders über zarte Leberblümchen, die sich deutlich vermehrt haben. Nicht jede Pflanze fühlt sich in unserem Kalkboden wohl, aber Leberblümchen scheinen ihn zu lieben.





Mit wunderbaren gerade erblühten Iris reticulata verabschiede ich mich für heute von euch und wünsche euch eine sonnige Frühlingswoche.


Samstag, 4. März 2017

Das Winterquartier wird langsam geräumt






Endlich beginnen die Frühjahrsarbeiten und ich kann mich im Garten tummeln so viel ich will. 
Und ich will!

Wie immer kam mir der Winter endlos lang vor, dabei dauert er doch nur wenige Monate.




Das wolkige Wetter nutzte ich um die ersten Kübelpflanzen aus ihrem Winterquartier zu befreien. Yucca, Oleander, Lorbeer und Olive dürfen durchatmen. Sie vertragen auch leichten Frost.



Seht ihr die vielen kleinen Blüten? Obwohl es im Keller nicht sehr hell ist,blühen die Lorbeerpflanzen übervoll.


Ein Besuch des Gärtners meines Vertrauens musste natürlich auch sein.

Wie habe ich mich gefreut, dass er jetzt die wunderschönen Primeln von Volmary anbietet.



Am schönsten finde ich dieses Jahr die pastelligen Farben. Jetzt wird gepflanzt und der Frühling vor der Haustür wird bunt.



In der Rosenabteilung lockte mich Glamis Castle, eine Austinrose . Sie wird fast weiß blühen.


Und der lange ersehnte Schwarze Holunder (Sambucus nigra black lace) kann auch gepflanzt werden. Ich möchte ihn als Sichtschutz zur nachbarlichen Rumpelkammer einsetzen.



Was kann ich euch über den Garten berichten? 
Schneeglöckchen blühen unter jedem Strauch, hier unter einer Azalee.


Immer mehr Krokusblüten recken sich im Gras.





Und wie jedes Jahr blühen wieder die Zwerghyazinthen, kleine weiße Puschkinien.
Es sind seit Jahren immer gleich viele Blütenstielchen. Nicht mehr und nicht weniger. Sie wollen sich einfach nicht vermehren.








Mit diesen niedlichen kleinen Blüten möchte ich mich für dieses Wochenende von euch verabschieden.
Herzlichen Dank für eure Treue und eure lieben Kommentare. 

Eure Anette