Dienstag, 19. Juli 2016

Weiß-gelber Sommergarten




Rosa und rote Rosen, blaue Rittersporne und Glockenblumen. Das waren die Farben des Frühsommers. Jetzt im Hochsommer dominieren gelbe und weiße Blüten und bringen Sonnenfarben ins Beet.




Da nehme ich euch gern mit auf Entdeckungsreise durch meinen Garten.

Nur zwei Tage blühten die winterfesten Kakteen (Cylindropuntia imbricata). Wie Pergament,so zart zeigten sich die runden Blüten.



Vor einem Jahr säte ich weiße Echinacea aus. Jetzt blühen mehrere neue Pflanzen in reinem Weiß. 



Im Beet sieht das niedrige Schleierkraut weiß aus. Auf der Vergrößerung wirkt es allerdings etwas rosa. Egal, es darf trotzdem in den weiß-gelben Post.




Blüte der niedrigen Missouri-Nachtkerze Oenothera macrocarpa (missouriensis)
Im Herbst zeigen sich walzenförmige Samenkapseln, ähnlich wie eine Sternfrucht. 




Taglilie. 
Die großen Stauden nehmen viel Platz ein und ich pflanze sie ständig um weil immer wieder der ihnen zugewiesene Platz im Beet  nicht ausreicht.
Die Knospen schmecken übrigens mit Frischkäse gefüllt ganz wundervoll.



Knollige Seidenblume (Asclepias tuberosa). Sie ist ein Diva, denn wirklich winterfest ist sie nicht. Bisher erschien sie regelmäßig im späten Frühjahr, aber der nächste harte Winter kommt bestimmt.



Weil ich das Heiligenkraut so sehr mag, darf es gleich zweimal aufs Bild.


Nach der Blüte wird es wie Lavendel eingekürzt.  Das silberne Laub bleibt auch im Winter so schön.



Eine zeitlose Gute-Laune-Pflanze, die Wärme und Strahlkraft der Sonne für sich gepachtet zu haben scheint: die Färberkamille (Anthemis tinctoria). 

Die Färberkamille ist eine alte  Färberpflanze, ihre Blütenkörbe werden verwandt, um  Wolle und Leinen in einem kräftigen, warmen Gelb zu färben.



Große Telekie (Telekia speciosa)

Wer sich die Große Telekie in den Garten holt, darf keine Angst vor Hummeln oder Bienen haben. Die lieben sie nämlich.



Schneeballhortensie Annabelle. Keine Pflanze blüht im Schattenbeet so reich wie sie. Das leuchtende Weiß der dicken Blütenbälle hellt den dunklen Gartenteil auf.



In der Sonne geht es farbenfroher zu. Zinnien mit Nadelblättrigem Mädchenauge (Coreopsis verticillata)




Hier könnt ihr die zarten Blüten des Mädchenauges noch etwas besser sehen.



Hoher Sonnenhut am Grundstücksende. Die Staude wächst locker zwei Meter hoch und braucht eine Stütze.




Mit Crazy Daisy, meiner Lieblingsmargerite, beende ich meinen kleinen Rundgang durch den sonnendurchfluteten Sommergarten.

Freitag, 15. Juli 2016

Glockenblumen






Glockenblumen sind für mich schön, vielseitig und unkompliziert. In den Beeten finde ich Bodendecker und einen Meter hohe Rispen.



In dieser Woche blühten die letzten Glockenblumen auf. Ballonblumen (Platycodon grandiflorus) sehen nicht so richtig wie Glockenblumen aus, gehören aber dazu.
Überall in Gärtnereien werden jetzt kompakte Topfpflanzen angeboten. Nach der Blüte nicht wegwerfen. In den Garten gepflanzt habt ihr noch Jahre Freude an den schönen Blüten.



Bodendecker wie die Hängepolsterglockenblume (Campanula poscharskyana) eignen sich nicht nur für den Steingarten, sondern auch als Bodendecker, z.B. unter Rosen oder als Unterpflanzung in Kübeln.



Wenn der Boden gut kalkhaltig ist, dann fühlen sie sich wohl und blühen viele Sommerwochen lang.



Knäulglockenblumen wachsen in meinem Schattenbeet und harmonieren gut mit gelben Blumen wie Königskerzen.



Auch die Pfirsichblättrige Glockenblume fühlt sich in meinem Kalkboden wohl. Sie findet zwischen den höheren Stauden immer ein passendes Plätzchen.



Waldglockenblumen harmonieren mit breitblättrigen Funkien. Sie mögen es etwas feuchter.
                                                                                                                                      








Sonntag, 10. Juli 2016

Gartenbilder




Ein Post ganz ohne Blumen und Blüten, das hatte ich beim letzten mal. 
Heute streife ich wieder mit euch durch den Garten und zeige euch, was in den letzten Tagen neu erblühte.




Ihren ganz großen Auftritt feiern jetzt diese allen bekannten Stauden.

Mit deutschem Namen heißen sie Herzblattlilien.
Aber warum nennen wir sie Hosta und Funkie?

Diese Gattung der Agavengewächse , die zur Unterfamilie der Spargelgewächse gehört, wurde fast gleichzeitig vom deutschen Botaniker Heinrich Christian Funck und dem österreichischen Botaniker Nicolaus Thomas Host entdeckt, daher die beiden botanischen Namen.

Die Hosta auf dem oberen Bild steht in der Sonne. Mittlerweile werden viele sonnentaugliche Hostas im Handel angeboten.



An kleine Trommelstöcke erinnern die zweifarbigen Blütenköpfe von Allium spaerocephalon. Wenn die anderen Zierlauchsorten längst verblüht sind, beginnt er seine kleinen ovalen Köpfe emporzuschieben.
Jetzt bringt er Farbe ins Gräserbeet.



Der sich gern im Beet ausbreitende Teucrium hyrcanicum - Kaukasus-Gamander blüht jetzt mit straff auftrecht stehenden Blütentrieben in Violett. Der Kaukasusgamander zieht Hummeln und Bienen magisch an. Die salbeiähnlichen Blätter duften aromatisch weshalb ich die Pflanze gern im Haus in die Vase stelle.



Ebenso stark duftet der Phlox, der jetzt in allen Farben blüht.






Habt ihr jetzt auch so viel abzuschneiden? Es hört nicht auf. Durch den Regen im vorigen Monat scheinen die Stauden teilweise ins Kraut geschossen zu sein. Was mache ich mit all dem Grünabfall? Genau, Kränze binden.
Upcycling geht auch mit Grünzeug.
In dem Kranz stecken Nigella , Brandkraut, Frauenmantel, Heiligenkraut.



Sobald meine Hortensienblüten leicht vergrünen und ausgereift sind, binde ich auch aus ihnen Kränze.



Nach all den Einzelblüten und Stauden noch ein Bild vom hinteren Garten. 
Früh am Tag verbirgt der Morgennebel den sonst im Hintergrund sichtbaren Wald.
Im Vordergrund blühen Polyantharosen wie The fairy, im Hintergrund seht ihr Teile vom Gräserbeet.




Mittwoch, 6. Juli 2016

Große Überraschung und ein seltener Gast

Wie ihr teilweise sicher schon gemerkt habt, nehme ich aus Zeitgründen nicht an Verlosungen oder Give-aways teil. 
Trotzdem brachte heute der Postboote einen dicken Briefumschlag.
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe, als ich ein Überraschungsgeschenk von der lieben Silke auspackte. 
Ihr kennt ja alle houseno37/1 ein wunderschöner Blog mit tollen Bildern, Rezepten und Ideen.




Eine Halskette mit Anhänger aus Schmuckbeton, einfach nur so. Ich bin immer noch überwältigt und freue mich total.
Der kleine Anhänger ist ganz leicht und fein. Ich hätte nicht gedacht, dass solche kleinen hübschen Sachen aus Beton gefertigt werden können.




Liebe Silke, da hast du wirklich etwas Besonderes gestaltet.
Ganz, ganz lieben Dank.


Die zweite Überraschung fand ich heute im Garten. 
Da marschiert mit Riesenschritten ein Hirschkäfer (Lucanus cervus) durchs Rosenbeet.



Ein wirklich seltener Gast. 


Dass ich mit der Kamera vor ihm rumfuchtelte gefiel ihm gar nicht und er richtete sich in einer Drohgebärde auf um mir sein imposantes Geweih entgegenzustrecken.
Schnell verzog er sich ins nächste Gebüsch und ich habe ihn dort auch in Ruhe gelassen. 


Montag, 4. Juli 2016

Bizarre Blüten

Es blüht überall und an vielen Stauden und Rosen finden sich dutzende und mehr Blüten.
Auf das Aussehen der einzelnen Blüte achte ich bei der Menge kaum.




Gartengeißblatt (Lonicera caprifolium) 
Mir gefällt der volkstümliche Name Jelängerjelieber viel besser.



Dabei lohnt sich ein genauer Blick.
Jede Pflanze zeigt ihre Blüten in anderer Form und Farbe und man kann meinen, dass sie einen regelrechten Wettbewerb betreiben. Je auffälliger desto besser.

Ein paar  Blüten möchte ich euch heute zeigen.



Sieht der Eisenhut nicht wirklich aus als habe er einen mittelalterlichen Helm auf?




Ligularia przewalskii. Die meisten Kreuzkräuter werden leicht zu Schneckenopfern. Diese Ligularia-Sorte wird meist von Schnecken verschmäht.


Korbblütler wie die Flockenblume sehen von nahem betrachtet sehr interessant aus.




Ganz anders die hohe Wiesenraute




Fruchtstand des Brandkrauts.




Monarden (Indianernessel) 
Ich mag den würzigen Duft. Monardenblätter zusammen mit Grüntee gehören zu meinen Lieblings-Teemischungen.




Akanthus diente im Mittelmeerraum oft als Vorbild für Blattornamente vor allem bei Korinthischen Kapitellen.




Wie ein Wollknäuel wirkt die Knospe der Telekie.




Der Mannstreu wurde früher auch Liebeszauberwurzel genannt. 



Crazy Daisy meine Lieblingsmargerite.




Passionsblüten haben für mich etwas Ufo-ähnliches mit den Propellern über den Blütenblättern.



Es gibt noch sooo viele interessante Blüten in dieser Jahreszeit, aber ich will euch nicht überstrapazieren und beende meinen heutigen Gartenblick mit jetzt überall blühenden Sempervivum.