Samstag, 20. Februar 2021

Tauwetter

 




Eben noch präsentierte ich meinen verschneiten Garten, und schon schmelzen die Schneereste schneller als ich gucken kann.








Noch bedeckt den Miniteich eine dünne Eisschicht. Bestimmt können Molche und Kröten bald ins Wasser eintauchen. Warm genug ist es.






Kaum hat sich der Schnee zurückgezogen, stehen die Blütenstiele der Helleborus als hätten sie nicht vor zwei Tagen noch unter einer dreißig Zentimeter dicken Schneedecke gelegen.



Schneeglöckchen bohren sich durch die vereiste Schneekruste. Ich staune immer wieder, welche Kraft und Ausdauer die Frühlingsblumen aufbringen.



An sonnigen Stellen blühen sie schon.



Fast jeden Winter erfriert mein Rosmarin und ich pflanze unermüdlich jedes Frühjahr eine neue Pflanze. Diesmal ist er völlig unbeschadet. Der hohe Schnee hat ihn auch vor den nächtlichen Minus 20 Grad geschützt.



Ist der kleine Krokus nicht tapfer? Bei solchen Bildern gerate ich ins Schwärmen.



Bänderweide , zwar etwas sperrig, aber sehr dekorativ.




Bei den Winterlingen hinter dem Haus verschwand der Schnee zuerst. Im Vorgarten im Schatten liegen noch gut 30 cm. Mal sehen, wann sich die kleinen gelben Kugeln durch den Schnee bohren.




Und weil sie so hübsch sind, hole ich mir ein paar von den Winzlingen ins Haus.








Sonntag, 14. Februar 2021

Winter am Fluss

 



Stahlblauer Himmel, blendend weißer Schnee, die idealen Voraussetzungen für einen Spaziergang. 

Das Wetter soll sich ändern, also schnell noch einmal raus und den Winter genießen.





Ich wähle den Weg am Fluss entlang. Noch ist der Schnee tief, aber eine Traktorspur macht mir das Laufen leicht. 




Über den Fluss hinweg blicke ich auf unser kleines Dorf. 


Unter meinen Füßen knirscht leise der festgefahrene Schnee.




Die ganze Natur scheint zu schlafen. Nicht ganz, über mir schilpen Spatzen und Elstern streiten sich laut in Ufernähe.




Sonnenlicht dringt durch die kahlen Bäume. Bald beginnt der März und wenn der Schnee geschmolzen ist, wird auch schnell das erste zarte Grün zu sehen sein.


Hier am Wasser sind alle Bäume mit einer dicken Schicht Raureif überzogen und tausende Eiskrstalle glänzen im Licht.



Eisfiguren, bizarr und schön.



Obwohl es vor allen in den Nächten schon seit Tagen bitterkalt ist, haben sich keine Eisschollen gebildet. 





Die Luft ist klar und erfrischend kalt. Ich bin mal wieder viel zu dick angezogen. Aber besser schwitzen als mit nackten Füßen im eiskalten Wasser stehen. 






Montag, 8. Februar 2021

Der Winter ist da.

 Ja, meine Lieben,

erst wollte ich schreiben: Der Winter ist zurück, aber er war ja noch gar nicht da.

Deshalb hat er wohl den fehlenden Schnee der letzten Jahre nachgeholt.

Gerade habe ich mich über die ersten zarten Blüten gefreut, jetzt schippe ich Schnee als gäbe es kein Morgen.

Aber schön sieht es aus. 


Die Fetthennen haben sich schicke Hüte aufgesetzt.



Ganz bis zur Gartenbank habe ich es nicht geschafft. Aber eine Ruhepause bei Minus 7 Grad brauche ich auch nicht.



Alles bleibt unberührt.



Besonders bizarr sieht meine Bitterorange im hohen Schnee aus.




So, jetzt schnell wieder ins Haus, mein Tee wartet.







Sonntag, 7. Februar 2021

Es tut sich was! Ich habe die ersten Frühlingsboten entdeckt.

 




Das Wetter in Deutschland bleibt zweigeteilt.

Hier in der Mitte des Landes ist es mild und regnerisch. Aber immer wieder zeigen sich Wolkenlücken und ich schnappe mir die Kamera um den Frühling zu suchen.




Eigentlich blühen die verschiedenen Helleborus immer schon im Januar. Dieses Jahr treiben sie besonders viele Knospen, aber es erblühen erst wenige Pflanzen.



Geduld ist nicht meine Stärke,  aber ich muss mich gedulden.

Hier und da finde ich ein paar bunte Punkte im Winterbraun.

Winterlinge schieben ihre gelben Blütenkugeln ins Licht.





Schneeglöckchen recken sich in Richtung Wolkenhimmel.



Mahonienknospen warten auf ein paar warme Sonnenstrahlen. Zwischen den Wolken kann ich schon etwas blauen Himmel sehen.






Bezaubernd blüht die Zaubernuss. Ich mag die fransigen Blütenbüschel sehr.

Ja, und den ersten Krokus habe ich auch entdecken. So richtig aufgeblüht ist er noch nicht, aber es kann nicht mehr lange dauern.




Am Bahndamm gibt es erste Pollennahrung für Bienen und andere Insekten. Allerdings habe ich noch keine Bienen entdeckt. Es ist noch zu kalt und nass. 


Und was blüht jetzt bei euch? 


Samstag, 26. Dezember 2020

Winterspaziergang an der Werra

 So richtig Winterstimmung kommt beim Wandern nicht auf. Noch lassen Raureif und Schnee auf sich warten.

Aber mal richtig durchatmen und etwas Bewegung nach all den Weihnachtsleckereien der letzten Tage tut gut.


Die Sonne scheint, die Wiesen am Flussufer gaukeln mir mit ihrem grünen Schimmer ersten Frühling vor.



In diesem Jahr durften viele Misteln auf ihren Bäumen bleiben. Bis zum nächsten Weihnachtsmarkt können sie noch etwas wachsen.



Aber ich finde nicht nur Früchte. Diese Blüten gehören wahrscheinlich zu einer Winter-Heckenkirsche, ganz sicher bin ich da nicht. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.




Der große Baum steht in voller Blüte und duftet süßlich.



Nette Gesellschaft treffe ich auch. Der Fischreiher ließ mich nahe an sich heran bevor er sich in die Luft erhob.



Wie jeden Winter versammeln sich viele Schwände auf der Werra. Sie weiden auf den ufernahen Rapsfeldern und ruhen danach auf dem Wasser. Dort sind sie sicher vor Füchsen und Hunden.



In diesem Jahr wachsen sehr viele Jungschwäne heran. Wenn ich sie in ihrem bräunlichen Federkleid sehe, denke ich immer an das Märchen "Das hässliche Entlein" von Andersen . 




Ruhig ist es hier an diesem Tag. Noch nicht mal die allgegenwärtigen Angler sitzen am Ufer.






Auf dem Rückweg streife ich den Anglerteich des Dorfes. Auch dort bin ich allein. Das Wasser strahlt eine wunderbare Ruhe aus.




Im Ort leuchtet mir noch dieser schöne Baum entgegen. 



Er wird von hunderten großer roter Beeren geschmückt. 

Am Ende meines Weges stelle ich fest, dass eine Winterwanderung auch ohne Schnee sehr schön sein kann.