Donnerstag, 8. Februar 2018

Wartezeit





Gern würde ich euch zeigen, wie sich mein Garten immer mehr in einen Frühlingsgarten verwandelt.
Der Februar hatte so verheißungsvoll begonnen.
Aber wie es so ist, werden meine Wetterwünsche nicht immer erfüllt.
Wie es sich für den Februar gehört, liegen die Temperaturen deutlich unter Null. 

Das große Blühen stagniert also und ich muss mich in Geduld fassen. Glaubt mir, es fällt mir nicht leicht.

Ich sollte mir ein Beispiel an meinen Pflanzen nehmen.



Kein Schneeglöckchen hat sich unter dem Frost geneigt. In der kalten Wintersonne recken sie sich zum Licht.






Sogar eine einsame Iris reticulata ist gestern neu erblüht. Das hätte ich an ihrer Stelle gelassen. 





Ein wenig Sorgen machen mir die Knospen der Strauchpfingstrosen. Letztes Jahr zeigten sich nach dem Frost Anfang April kaum Blüten. Ich hoffe, dass sie diesmal besser durch die Kälte kommen.




Dickes Eis hat sich auf dem Teich gebildet.




Morgens glitzerten viele Eiskristalle auf den Stauden wie hier auf dem wintergrünen Brandkraut.





Aber mittags war vom Eis nichts mehr zu sehen. 
Meine Gräser sind ganz schön zerrupft. Bald bekommen sie einen Frühjahrsschnitt. Jedenfalls wenn meine Wetterwünsche für März in Erfüllung gehen. 

Mittwoch, 31. Januar 2018

Hallo Februar




Der erste Monat im neuen Jahr ist vergangen. Bevor ich den Februar begrüße, nehme ich euch noch einmal mit in den Garten.
Statt Schnee und Braun in allen Schattierungen lugen überall bunte Blüten hervor.


Das kleine Immergrün an der Hauswand 




Winterlinge bilden dichte Teppiche im Vorgarten und unter Sträuchern






Immer mehr Krokusse sprießen aus dem Rasen hervor



Überall auf der Wiese blühen Gänseblümchen





Schneeglöckchen im Januar sind nichts Besonderes, aber Krokusse im Januar? Ich kann mich nicht erinnern, dass ich um diese Jahreszeit mehr als einen einzelnen Krokus gesehen habe.



Auch die ersten Leberblümchen schauen hervor






Lenzrosen in voller Blüte




Wir begrüßen den Februar mit Frühlingsblumen. So richtig kann ich dem milden Winter nicht trauen, vielleicht öffnet er noch seine eisblauen Augen und deckt all die Blütenpracht mit einer dicken Schneedecke zu. 
Vielleicht starten wir aber gleich in den Frühling durch. 

Es bleibt spannend.

Mittwoch, 24. Januar 2018

Krokusblüte im Januar

Was für ein Wechselbad! Am Sonntag Schnee und heute Frühling.
Ein tolles Gefühl endlich wieder im Garten werkeln zu können.
Ich musste einfach raus. Hier ein Bisschen harken, da Stauden schneiden, Frühlingsblüher vom alten Laub befreien.



Was für ein Spaß!
Nicht daran denken, dass es noch mal richtig kalt werden könnte, nur die milde Luft genießen.






Nicht nur mir ging es so, auch bei den Krokuszwiebeln kamen Frühlingsgefühle auf. Mittags erblühten sie auf der Wiese und badeten in der Sonne.






Samstag, 20. Januar 2018

Vom Sturm verschont

Ja, es war heftig. So wie am Donnerstag hat uns ein Sturm noch nie geschüttelt.
Dachziegel, Bäume, alles flog durcheinander.
Ich wohne direkt an der A7 und die gesperrte Autobahn sorgte dafür, dass ich unser Dorf nur mit großem Zeitaufwand verlassen konnte.Was früher Minuten dauerte, brauchte jetzt Stunden.

Gestern Vormittag habe ich dann mit Herzklopfen den Garten inspiziert. Wie haben die alten Obstbäume den Sturm verkraftet? Hat das Gartenhaus noch ein Dach?

Meine Freude war riesengroß, als ich feststellte, dass alle Bäume lebten, ja noch nicht mal einen Ast eingebüßt hatten. Die Holzflechtwand, die lange vor meiner Zeit zum Nachbarn hin gebaut wurde, hat sich in all ihre hölzernen Einzelteile aufgelöst. Wie hell und freundlich jetzt die Grenze zu den Nachbarn wirkt. Wir verstehen uns alle gut und brauchten eigentlich nie eine blickdichte Trennlinie. Da muss erst ein Sturm mit Namen Friederike kommen um diese dunkle Unsäglichkeit zu beseitigen.

Mit Optimismus im Gepäck habe ich heute einen Kamera-Rundgang gestartet.



In der Nacht schneite es, ein paar Reste verzieren noch das zarte Moos , das in diesem Winter wunderbar grün geblieben ist.




Erste Winterlinge, geschützt durch breite Primelblätter, schieben ihre Blütenkugeln ins kalte Winterlicht.


Scheeglöckchen eifern ihnen nach. Seht ihr die weißen Blütenspitzen? Noch wissen sie nicht, ob sie sich wirklich trauen. Vielleicht bringt der Februar noch scharfen Frost?


Immer gleich und immer schön. Wurzen kennen keine schlechten Jahreszeiten. 



Obwohl die verschiedenen Heiligenkräuter, die in meinem Garten eine neue Heimat gefunden haben,  mediterrane Wurzeln haben, kommen sie mit ihren silbrigen Blättchen in unserem Klima gut zurecht. Eine einzelne Helleborusblüte mit grau- silbernem Heiligenkraut als Begleiter sieht in der Vase sehr hübsch aus.


Die Blütezeit von Nieswurz, Schneerose, Lenzrose , Christrose oder wie auch immer die Helleborus noch bei uns genannt wird, startet durch.



Ob wie hier mit vielen Knospen,



oder voll erblüht,




einfach wunderschön. 

Sie machen mich sprachlos, diese Winterschönheiten.  

Deshalb schließe ich für heute meinen Garten und wünsche euch noch einen wunderbaren Sonntag.

Freitag, 29. Dezember 2017

Wintersonne - letzter Gartenrundgang 2017



Das Jahr verabschiedet sich mit viel Sonne.
Im Garten treten bizarre Formen und Strukturen klarer als sonst hervor, Pflanzen und Steine sind neu in Szene gesetzt. Alles Leben scheint gewichen und doch gönnt sich die Natur nur eine Ruhepause. Doch es lohnt sich ein winterlicher Rundgang durch den Garten.




Erste Schneeglöckchen schieben ihre schmalen Blätter durch die Erde ins Licht. Falls es noch richtig kalt wird, pausieren sie einfach und stellen ihr Wachstum vorübergehend ein. 



Kaum ist Weihnachten vorbei, brauche ich ganz dringend etwas Frühling im Haus. Noch zeigen die neuen Hyazinthen nur kleine Knospen, aber sie sehen sehr vielversprechend aus. Im warmen Haus werden sie bald blühen.





So viel kleiner sehen die Gartenhyazinthen gar nicht aus. Der bisher milde Winter fördert bei vielen Pflanzen schon jetzt das Wachstum.



Lichtkönigin Lucia blüht noch immer. Besonders schöne Blüten hole ich mir jetzt immer ins Wohnzimmer. Hat sie ganz verpasst, dass wir Winter haben und sie sich ausruhen kann?



Ghislaine de Féligonde ist da gewissenhafter. Geblüht wird im Sommer, jetzt zieren viele rot leuchtende Hagebutten den Rosenbusch. 





Auch einige Mohnpflanzen treiben . Sie sehen richtig nach Frühling aus.
Hoffentlich holen sie sich bei einem Kälteeinbruch, der bestimmt noch kommt, keinen Schnupfen.



Da ich im Herbst keine Stauden abschneide, ist der Tisch für viele Vögel reich gedeckt. Besonders beliebt sind die kleinen Amaranthsamen. Aber auch alle Astern, die darunter stehen, werden genau inspiziert.



Für Ende Dezember finden sich noch viele Farbtupfer in den Staudenbeeten.




Noch ein paar warme Sonnentage, dann blühen auch Helleborus-orientalis-Sorten. Helleborus-niger, das Bild findet ihr am Anfang des Posts, blühen schon seit einigen Wochen.



Trotz warmer Dezembertage ist Erkältungszeit. Wie gut, dass der Salbei viele frische Blätter für Tee liefert. Ich mag Tee aus frischen Blättern sehr viel lieber als aus getrockneten.




Auch im Steingarten zeigen sich frische Rosetten. Hier ist nie richtige Winterpause. Irgendwas wächst immer. 



Nur die hohen Gräser zeigen kein frisches Grün. Brauchen sie auch nicht. Für mich sind sie momentan die schönsten im Garten. Selbst starker Frost wird daran nichts ändern.


Das wars für heute. Der letzte Rundgang im alten Jahr.

Eine gute Gelegenheit um mich bei euch für eure langjährige Treue zu danken. Nächstes Jahr werde ich im Sommer zehnjähriges Bloggerjubiläum feiern. Dass ich so lange dabei bin, liegt an euch, eure Kommentare und Mails. Die Freude, auch eure Blogs besuchen zu können und so viele schöne Dinge zu entdecken, haben die Jahre schnell vergehen lassen.

Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich freue mich auf das nächste Jahr in unserer immer wieder neuen, interessanten Bloggerwelt.

Eure Anette


Mittwoch, 20. Dezember 2017

Spaziergang über den Leipziger Weihnahtsmarkt

Leipzig hat viel zu bieten. Viel Kultur, tolle Shoppingmöglichkeiten und einen sehr schönen Weihnachtsmarkt. Alles zusammen war mir einen Besuch wert und ich habe mich in Leipzig sehr wohl gefühlt.





Johann Sebastian Bach, hier sein Denkmal vor der Thomaskirche,  gehört zu Leipzig.  







Genau wie Goethe, dessen Mephisto hier gerade Faust die schöne Weihnachtsdeko in einer der Passagen zeigt.






Der rote Teppich war wohl nicht für mich ausgerollt, sondern für etwas zahlungskräftigere Kunden. 




Dafür hatte der Weihnachtsmarkt viele verlockende Angebote und auf dem Heimweg durfte ich einige gefüllte Taschen mitnehmen.



Schwibbögen aus dem Erzgebirge 





Leuchtende Sterne aus China.


Ein Paradies für Spatzen, die sich auf Krümel vor den vielen Imbisständen  spezialisiert haben.



Und ein Kinderparadies mit schönen Karussells.



Frisch geräucherter Lachs im Finnischen Weihnachtsdorf. Ein Genuss!



Die Zeit in Leipzig verging wie im Flug. Im Sommer werde ich meinen Besuch auf jeden Fall wiederholen. Ohne Weihnachtsmarkt, aber mit viel Kultur. Ich freue mich schon jetzt.