Montag, 22. Mai 2017

Montagsüberraschung




Am Wochenende hatten wir eine Familienfeier und mein Garten musste ohne mich auskommen.
Heute überraschte er mich mit vielen neu erblühten Stauden und Blumen.
Unglaublich, wie schnell sich bei dem schönen Wetter alles entwickelt. 


Voll erblüht sind jetzt die Strauchpäonien. Sie sehen aus wie Diven, sind aber völlig unkompliziert und brauchen bis auf etwas Hornspäne und Kompost im Frühjahr und nach der Blüte keine Pflege. Das Beste ist, dass ich sie nie umpflanzen oder teilen muss. Sie können Jahrzehnte am gleichen Platz bleiben.



Die rote Strauchpfingstrose hat in diesem Jahr wohl auf Grund der Trockenheit etwas kleinere Blüten als in den Vorjahren.



Genau so ist es auch bei meinen Rhododendren. Obwohl ich sehr viel gieße, öffnen sich an einigen Sträuchern die Blüten nur teilweise.





Besonders auffällig zeigen sich die Akeleien.

Sie tanzen in vielen verschiedenen Formen und Farben ihren Elfentanz im Blumenbeet oder in den Fugen der Terrassensteine oder wo sie gerade Lust haben.






























Aber auch weniger spektakuläre Blüten bevölkern die Beete wie Schaumblüte oder Purpurglöckchen.


Manche wollen hoch hinaus wie die Purpurkönigskerze

Oder bleiben am Boden wie die sich selbst ausgesäten Hornveilchen





Viele Vagabunden sind unterwegs. Dazu gehört auch Islandmohn. Ursprünglich wuchs er im Vorgarten und in den Asphaltritzen auf der Straße. Jetzt ist er dort völlig verschwunden und besiedelt den mittleren Garten.

Auch der so edel aussehende Allium treibt sich gern rum. In diesem Jahr macht er vor keinem Beet halt.

Brav an Ort und Stelle bleibt die Camassia - bis jetzt -




Besonders schön finde ich das Blau der Katzenminze. Im Hintergrund leuchtet silbern Wollziest, der etwas später blüht.




Mit rot leuchtender Himalaya-Wolfsmilch
(Euphorbia griffithii 'Fireglow'), die erst seit letztem Jahr im Garten wächst, möchte ich mich für heute von euch verabschieden.
Und weil ich es mal wieder nicht schaffe, eure Kommentare zu beantworten, bedanke ich mich mit dieser wunderbaren Wolfsmilchsorte bei euch allen für eure Treue und lieben Worte.


Ganz lieben Dank euch allen!

Sonntag, 21. Mai 2017

Kräutertöpfchen

Als ich im letzten August einen spannenden Tag bei Volmary erlebte, erhielt ich neben vielen schönen Pflanzen, die noch immer in meinem Garten leben, einen praktischen Pflanzkorb von Emsa.
Weil mich die Qualität überzeugte, kaufte ich die jetzt  dringend benötigten Balkonkästen ebenfalls von Emsa. Sie sind 20 cm breit und bieten damit meinen Geranien viel Platz. Außerdem beherbergt das Innere der Kästen ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem. Ob das mit der Bewässerung gut klappt, werde ich diesen Sommer ausprobieren und auch darüber berichten.
Jetzt wachsen in den dunkelgrauen Kästen, die genau zu unserem neuen Balkon passen, meine selbst gezogenen Geranien. Sie sind wegen den kalten Wetters in der vergangenen Zeit noch sehr klein. Mal sehen, ob sie jetzt optimale Bedingungen finden, um zügig zu wachsen.



Als bezaubernde Überraschung erhielt ich gestern von Emsa einen Pflanztopf, ebenfalls mit Bewässerungssystem. Und damit ich auch was zum Pflanzen habe, steuerte Volmary einen Kräutertopf mit Grillkräutern zu.
Neben Rosmarin und Currykraut auch Olivenkraut, das zu den Heiligenkräutern gehört. Leute, die Grillsaison kann beginnen, die Gewürze habe ich jetzt.


Mittwoch, 17. Mai 2017

Blau läutet den Sommer ein




Frühling lässt sein blaues Band...
Das schöne alte Gedicht von E. Mörike stimmte in diesem Jahr nicht so richtig.
Als ich heute bei Sommertemperaturen im Garten werkelte und überall Blau sah, da fiel mir dieser Satz ein 
                     -Blau läutet den Sommer ein-

Ja, noch ist Frühling, es blühen immer noch vereinzelte Tulpen und Primeln, Hornveilchen kämpfen tapfer gegen die hohen Sommertemperaturen an.

Hasenglöckchen, (Hyacinthoides) haben genau das Blau, das ich besonders liebe.

Und sie sind für mich Vorboten für den Sommer.



Es hat einige Zeit gedauert, bis sie bei mir heimisch wurden. Aber inzwischen wachsen sie munter an verschiedenen Stellen im Garten.



Blau steht für Jugend und Hoffnung, gilt auch als beruhigend Blau ist die Farbe des Meeres und steht oft für Sehnsuch. Die Farbe Blau hat mannigfaltige Bedeutungen und wird vielfach genutzt.



Blaue Camassia


Wer „blau macht“ hat keine Lust zu arbeiten und bleibt der Arbeit fern oder inzwischen hat „blau machen“ im positiven Sinn mit angenehmen und urlaubsmäßigen Aspekten zu tun. Blau machen steht hier für Wasser/Meer/Himmel und bedeutet an eine Urlaubsreise denken.



Akelei

Das Vergissmeinnicht blüht in Blau, der Farbe der Treue, und wurde so zu einem wichtigen Symbol dafür.




Als "Zauberkraut" sagte man ihm magische Kräfte in Form von "unsichtbaren Ketten der Treue" nach, aber nur, wenn die Wurzeln oder ein Blütenkranz um den Hals oder ans Herz des geliebten Menschen gelegt wurden.





Als Farbe des Himmels, drückt das Blau Ferne, Weite und Unendlichkeit aus.






Positive Gefühle bei Blau sind
Sympathie, Harmonie, Freundlichkeit, Freundschaft, Ferne, Weite, Unendlichkeit,  Sehnsucht,  Stille, Ewigkeit, Wahrheit.



Sonntag, 14. Mai 2017

Muttertag

Mein Muttertagstrauß





Ich liebe Maiglöckchen



Meine liebe Mutter du,
ich will dir Blumen schenken.
Was ich dir sagen will dazu,
das kannst du dir schon denken.

Ich wünsch dir Glück und Fröhlichkeit,
die Sonne soll dir lachen!
So gut ich kann und allezeit
Will ich dir Freude machen.

Denn Muttertage, das ist wahr,
die sind an allen Tagen.
Ich habe dich lieb das ganze Jahr,
das wollte ich dir sagen.




Samstag, 13. Mai 2017

Querbeet



Nachdem wir zuletzt gemeinsam den Steingarten mit seinen Polsterpflanzen angeschaut haben, möchte ich heute durch den Garten schlendern und das wunderbare Wetter mit euch genießen. 
Es ist warm, duftet wunderbar süß nach Flieder und Goldlack, überall sprießen neue Blüten empor und ein warmer Wind lässt Blütenblätterwolken vom Apfelbaum wehen.
Im Ginkgo unseres Nachbarn brütet hoch oben ein Elsternpaar. Die Elstern bringen viel Unruhe in unsere Singvogelschar. Aber ich sehe ihnen gern bei der Aufzucht ihrer Jungen zu. Sie sind sehr fürsorgliche Eltern und verteidigen das Nest sehr mutig gegen eine Krähenschar, die immer wieder Angriffe auf das Vogelheim startet. 


Weiter unten geht es friedlicher zu. Viele Stauden beginnen mit der Blüte. Immer wieder ein Wunder sind die riesigen Blüten der Strauchpfingstrosen. Heute haben sich die ersten rosa Blüten geöffnet.
Die Tropfen auf der Pflanze sind keine Regentropfen. Jeden Tag gieße ich mit dem Schlauch weil unsere Regenwasservorräte schon aufgebraucht sind.



Heute segelten dicke Gewitterwolken vorbei, aber geregnet hat es wieder nicht.



Noch immer habe ich Spaß an meinen Tulpen. Die Tulpenblüte hält sich in diesem Jahr besonders lange.





Erst jetzt blühen die Biotulpen von Sperli auf. Mit ihren panaschierten Blättern sahen sie schon vor der Blüte sehr hübsch aus.





Zuletzt blühen immer die dunklen Tulpen wie Black Parrot




Die sommerlichen Flockenblumen zeigen ihre Kornblumenblüten


Enzianehrenpreis (Veronica gentianoides), ein hervorragender Bodendecker. 
Von dieser schönen Pflanze werde ich sicher noch mehr Bilder zeigen.




Was wäre ein Garten ohne Anemonen .Es gibt so viele Sorten, für jede Jahreszeit eine andere. 
Jetzt blüht Anemone sylvestris. Sie kommt hervorragend mit unserem kalkreichen, trockenen Boden zurecht.






Viele von euch haben schon ihre Sommerpflanzen wie Geranien und Petunien gezeigt. Weil es nachts immer noch sehr kalt war, habe ich die Sommerbepflanzung noch etwas verschoben.
Die im März von Volmary erhaltenen Hornveilchen blühen noch so reich, dass ich keine leeren Töpfe habe. Die Sorte Mix a Twix Sunny finde ich mit ihren sonnigen Farben besonders schön.




Aber auch Blautöne passen gut in jeden Garten.

Schon ist mein Rundgang beendet.
Fein, dass ihr mich begleitet habt.



Ich wünsche euch einen sonnigen Start ins Wochenende.

Montag, 8. Mai 2017

Polsterpflanzen im Steingarten



Der klassischen Steingarten, der im Frühjahr über und über blüht, danach aber nicht mehr so viel zu bieten hat, hat mich noch nie gereizt. Wie alle anderen Gartenzonen soll er immer etwas blühendes zeigen.

Jetzt Anfang Mai blüht er natürlich besonders reich und die verschiedenen Polsterpflanzen stehen im Mittelpunkt.



Besonders schnell breitet sich Polsterphlox (Phlox subulata) aus.Schnell hat er große Flächen bedeckt. Teppichphlox, wie er auch genannt wird, blüht in vielen verschiedenen Rot-Rosa-Lila-Tönen.

Im Hintergrund stehen Blätter der Bartiris , die etwas später blühen wird. Eigentlich ist sie keine typische Steingartenplanze. Aber hier wächst sie besonders gut. Deshalb nimmt sie immer mehr Platz ein.


Schleifenblume. Sie ist unter den Polsterstauden mein Sorgenkind. Immer wieder starte ich Versuche mit der hübschen Steingartenplanze. Aber große Flächen besiedelt sie hier nicht.



Niedriger Goldlack. (Erysimum) passt in jede 
Fuge zwischen den Stein. Wenn er verblüht ist und unansehnlich wird, ziehe ich ihn bis auf eine Pflanze einfach aus. Die Samen der verbleibenden Pflanze reichen für immer wieder neue goldgelbe Blüten. Dieser Goldlack wird etwas 20 cm hoch, steht straff aufrecht und blüht bis in den Spätsommer.



Ein heller Gelbton und wunderbarer Honigduft, das ist  Steinkraut (Alyssum). 
Steinkraut neigt zum Versamen und ich schneide es bevor die Samenschoten ausgereift sind um ein Drittel zurück. So bleibt es auch kompakter.




Im Hintergrund seht ihr noch Christrosen oder Nieswurz. Die Blüte beginnt schon im Winter und zaubert die erste Farbe in den Steingarten. Im Sommer steht es gern etwas trockener und passt deshalb gut auf den wasserdurchlässigen Hang.

Vorn blüht eine Schleifenblume und Goldlack. Die zarten weißen Blüten, die wie Schneeflocken ausschauen, gehören zum Mannsschild (Androsace). Mannsschild ist einjährig, samt aber auch leicht aus.




Hier noch einmal Polsterpflanzen in ihrer ganzen Blütenpracht. Vorn Blaukissen, dahinter das schon beschriebene Steinkraut.


Hier seht ihr eine meiner Lieblingspflanzen. Zypressenwolfsmilch (Euphorbia cyparissias). Wolfsmilchgewächste mag ich eh sehr gern.  Eine Wildform dieser Wolfsmilch wächst hier überall in der Landschaft. Die Gartenform ist wesentlich kompakter und blüht schöner. Auf unserem Kalkboden bildet sie gern Wurzelausläufer und ich muss auf sie aufpassen.
Die Zypressenwolfsmilch mag mageren, trockenen Boden. Deshalb bleibt sie im Steingarten und versucht nicht sich auf den gedüngten Staudenbeeten niederzulassen.
Ganz hinten seht ihr Goldwolfsmilch. Ja, und Enzian blüht auch noch.




Helleborus. Die Blütenstände bewahren lange über die eigentliche Blütezeit (Februar bis Ende April) hinaus ihre Schönheit. Mit der Zeit verändert sich der Farbton der Hüllblätter und verblasst.



Auch einige niedrige Gräser beginnen jetzt mit der Blüte.



Katzenminze ((Nepeta) wächst in meinem Garten in verschiedenen Sorten. Diese ganz niedrig bleibende Katzenminze breitet sich im Steingarten aus. Nach dem Rückschnitt blüht sie im Hochsommer ein zweites Mal.




Hier kämpfen Polsterphlox und Glockenblumen um einen Mauerplatz. Wer gewinnt? Ich tippe auf den Phlox.


Blaukissen


In wenigen Wochen wird sich der Anblick des Steingartens völlig verändert haben. Wenn ihr wollt, sehen wir uns gemeinsam an, welche Pflanzen dann zwischen den Steinen blühen.