Sonntag, 23. Juli 2017

Gartenfreuden





Bei dem Wort Gartenfreuden fallen einem meist leckeres Gemüse, saftiges Obst oder prachtvolle Rosen ein.
Dabei bietet der Staudengarten gerade jetzt viele Gründe zum Freuen.
Ich liebe die Wochen, in denen mächtige Rambler-Rosen überreich blühen und alles in ihren Duft einhüllen. Leider ist das nur eine kurze Zeit, da die meisten Kletterrosen in meinem Garten einmal blühend sind.



Farben und Düfte finde ich jetzt auch und ich mag die Sommerzeit sehr.
Ist es nicht wunderbar, wie rasant alles wächst und das letzte Fleckchen Erde im Beet überdeckt? Es blüht ohne Ende und ständig erblühen neue Sommerstauden in allen erdenklichen Farben.



Ich lade euch gern ein, wieder querbeet mit mir zu schauen, zu staunen und zu genießen.
Den wunderbar würzigen Duft, der jetzt den Garten erfüllt, könnt ihr euch leicht dazu denken.



Broceliande



Crazy Daisy



Auf jede noch so kleine Fläche passt noch ein Topf




Prunkwinde



Annabelle, im Vordergrund blüht Kaukasusgamander



Telekie



Meine einzige (Vogelfutter)-Sonnenblume



Das ist meine Abend-Bank. Sie steht geschützt vor einer alten (noch gesunden) Buchshecke.




Ganz hinten im Garten




Und natürlich Echinacea. Der Scheinsonnenhut wächst in allen Beeten.

Montag, 17. Juli 2017

Indianernessel




Heute zeige ich nur eine Staude. 
Indianernesseln oder Monarden, wie sie wissenschaftlich genannt werden.


Eigentlich gibt es zwei Indianernessel-Grundtypen.







Einmal die  anspruchslose und winterharte Goldmelisse (Monarda didyma) aus Nordamerika, die einen nährstoffreichen Boden benötigt. 






 Die andere Art der Indianernessel (Monarda fistulosa) hingegen kommt ursprünglich aus Mexiko und Kalifornien und fühlt sich auf trockenen und sandigen Böden wohl.





Meine Hybriden scheinen eher zu M. fistulosa zu gehören. Die lange Trockenheit hat ihr eher gut getan.





Und da schon die Oswego-Indianer  sich einen wohlschmeckenden Tee (Oswego-Tee) aus ihren Blättern brühten, habe ich das auch probiert. Tee nur aus Indiandernessel schmeckt etwas herb, vielleicht wie Oregano.Ich mische die getrockneten Blätter und Blüten mit Grüntee. Bei Erkältungen und Übelkeit soll der Tee sehr gut helfen. Ob die Heilkraft bei den Monarda-Hybriden noch vorhanden ist, weiß ich allerdings nicht.





Für die Zubereitung eines Indianernessel-Tees nehme ich entweder zwei Teelöffel frische oder einen Teelöffel getrocknete Blüten und Blätter und einen Teelöffel Grüntee. Ich lasse den Sud 10 Minuten ziehen und seihe dann ab.
Ich mag den Tee am Liebsten ohne Zucker, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Samstag, 15. Juli 2017

Ferientage





Nachdem in den letzen Wochen ein Familienfest das andere abgelöst hat und der Garten den wachen Augen vieler Gartenbesucher standhalten musste, ist es jetzt ruhiger und ich dachte mir, einige Ferientage im Garten wären genau das Richtige für mich.



Die letzten Regentage haben mir einen Strich durch die schöne Rechnung gemacht. 
Sonne und Wolken lösen sich ab, es ist trotz Regenschauern warm. 
Früher haben wir das Blühwetter genannt. 
Man kann den Pflanzen beim wachsen zusehen. Jeden Tag legen die Sommerstauden in Höhe und Breite zu. Und was eine Staude kann, das kann das Unkraut schon lange. Es gedeiht prächtig und ich darf meine "Ferientage" mit Unkraut jäten verbringen. 

Aber es macht auch riesig Spaß dabei zuzusehen, wie alle Gartenbewohner nach der langen Trockenheit ihre Blätter und Blüten in alle Richtungen recken und sich sichtlich wohlfühlen.



Als Geschenk von Freunden, die mir einen "besonderen Phlox" mitbrachten, zog das Seifenkraut (Saponaria officinalis) in meinen Garten ein. Obwohl das gleiche Kraut auch bei uns am Bahndamm blüht und bei mir früher eher zu den Unkräutern zählte, habe ich es nicht bereut, einen geeigneten Platz für die rosa blühende Staude zu finden. Sie hat sich sehr gut in mein Phloxbeet eingefügt. 


Jetzt blüht auch Annabelle. Mit dem Blätterdach unseres Kirschbaums als Regenschutz bleiben die dicken Blütenbälle auch bei Regen schön aufrecht stehen.



Wenigstens ein Rosenbild gehört auch heute dazu. Alle Rosen machen mir in diesem Sommer besonders viel Freude.




Zum Sommer gehören vor allem die hohen Stauden wie Falschirmsonnenhut
(Rudbeckia nitida)

und Federmohn (Macleaya cordata).






Allium spaerocephalum
Wenn alle anderen Alliumarten verblüht sind, dann bringt der Trommelstock wieder Leben in die Zierlauchabteilung.





Ganze Flächen werden jetzt von blühenden Monarden, Indianernesseln besetzt. 






In Reih und Glied stehen die Samenstände vom Brandkraut im Beet. Sie sehen auch nach der Blüte sehr dekorativ aus und werden erst im nächsten Frühjahr abgeschnitten.

Bei den Einjährigen tun sich vor allem bunte Zinnien hervor. Schon aus der Ferne kann man ihre hoch gewachsenen leuchtenden Blüten erkennen.
























In edlem Weiß erstrahlen die ersten Blütenrispen der Freilandyucca im Vorgarten.




Ebenfalls im Vorgarten in der Sonne zu finden ist Kaukasus-Gamander (Teucrium hyrcanicum). Er hat sich innerhalb zwei Jahren gut ausgebreitet und blüht seit Wochen.




Früher wuchs an seiner Stelle ähnlich farbige Prachtscharte. Sie kam aber mit dem trockenen Boden im sonnigen Teil des Vorgartens nicht zurecht und wächst jetzt im hinteren Garten am Teich.






Warum so selten Ballonblumen in Staudenbeeten zu finden sind, verstehe ich gar nicht. Gleich im ersten Jahr pflanzte ich einige Ballonblumen in den Garten. Völlig unkompliziert erfreut mich diese Glockenblumenart jetzt schon seit acht Jahren mit ihren blauen und weißen Blüten. Sie sind winterfest und brauchen nur wenig Wasser.



Zum Schluß noch ein Bild aus dem Gräserbeet, das immer mehr einem Präriegarten-Beet ähnelt.

Samstag, 8. Juli 2017

Meine Lieblingsblumen im Juni

Eigentlich wollte ich euch schon zum Monatsende meine Lieblingsblumen vom Juni zeigen. 
Aber wie es so  ist, ständig kommt etwas dazwischen und ehe man sich versieht, ist der Monat um.
Heute also ein Rückblick auf den vergangenen Monat.



Obwohl die Iriszeit längst vorbei ist, erblühen noch einige spät gesteckte Zwiebeliris. Das zarte Farbspiel bildet einen schönen Kontrast zu den anderen meist kräftigen Blüten im Juni.


Die Rosenblüte geht weiter und die späten Polyantharosen blühen jetzt besonders reich.








Aber auch die Englischen Rosen zeigen noch viele Blüten.
































Lavendel, immer noch klassischer Rosenbegleiter wird von mir selten direkt neben Rosen gepflanzt. Während der Lavendel Trockenheit verträgt, brauchen Rosen sehr viel mehr Wasser. Ich finde deshalb die Kombination etwas schwierig.



























Auch das Heiligenkraut braucht eher wenig Wasser. Das silbrige Laub deutet darauf hin, dass es Hitze und Trockenheit gut verträgt.
















Wenn wir schon bei den Kräutern sind, dann möchte ich auch das Mutterkraut (Tanacetum parthenium) erwähnen.

Es sieht ein bisschen wie Kamille aus, duftet aber stark aromatisch.




Während ich mich umsehe, entdecke ich immer mehr gelbe Blüten, so wie den Zweizahn (Bidens) . Ein Zeichen für den fortgeschrittenen Sommer.



Sehr erstaunlich finde ich es, dass die Hornveilchen, die ich im Frühjahr von Volmary erhielt, noch immer blühen. Auch Hitze, die Frühlingsblüher sonst schnell verschwinden lässt, halten sie gut aus.




Was fand ich Ende Juni noch besonders schön? Natürlich die ersten Hostablüten und die überreich blühenden Glockenblumen.

Ja, ich liebe den Sommer mit seinem Blütenreichtum.



Auch kleinblütige Arten wie der Johanneskrautstrauch mit seinen abstehenden Staubfäden
















oder die Gartenkönigskerze mit ihrer rosa Mitte gehören zu meinen Junilieblingen.
























Nicht nur im Juni, sondern das ganze Jahr über stehen bei mir die verschiedenen Hauswurzsorten im Mittelpunkt.



Oh, es gibt noch so viele Stauden, die ich euch gern zeigen möchte, aber für heute ist es genug.  Ich finde die Sterndolde, die immer beliebter wird,  mit ihren filigranen Blüten zum Abschluss genau richtig.