Keine Blüten, keine Knospen, nicht einmal ein Schneeglöckchen zeigt sich bisher. Und doch ist jetzt genau die richtige Zeit, zurückzublicken.
Wenn die Beete still sind, wird sichtbar, was das Gartenjahr wirklich ausgemacht hat: nicht nur Pflanzen, sondern Stimmungen, Entscheidungen, Begegnungen und viele kleine Glücksmomente.
Der Frühling beginnt im Garten oft früher in meinem Kopf als im Beet. Ideen entstehen, ich habe Skizzen gemacht, Stauden begutachtet, viel geplant.
Die ersten Arbeiten fühlen sich jedes Jahr vertraut an noch ist nicht alles Routine. Jeder Schnitt ist ein Versprechen, jede freie Stelle eine Einladung an neue Pflanzen.
Der Sommer kennt kein Zögern. Alles wächst gleichzeitig, alles erfordert meine Aufmerksamkeit.
Blüten, Farben und Düfte überlagern sich, der Garten wird für meine Pflanzen Bühne und Rückzugsort für mich.
Der Herbst verändert den Blick.
Nicht mehr die Frage „Was kommt noch?“, sondern „Was war gut?“ steht dann bei mir im Vordergrund.
Samen werden gesammelt, Stauden ziehen sich zurück, Farben werden blasser und der Garten lehrt mich Gelassenheit: Nicht alles muss bleiben, manches darf gehen.
Jetzt im Winter friert der Garten, nur die alten Blütenstände sind geblieben. der Boden ruht, und mit ihm auch ich. Doch auch diese Zeit ist voller Garten: in Erinnerungen, in Fotos, in neuen Gedanken.
Der Winter ist kein Ende, er ist die leise Vorbereitung auf alles, was wieder wachsen will.
Mein Gartenjahr lässt sich nicht messen.
Nicht in Blüten, nicht in Quadratmetern, nicht in erledigten Aufgaben.
Es zeigt sich erst im Rückblick wenn ich wieder erkenne, wie sehr der Garten auch mich wachsen lässt.











Kommentare
Liebe Grüße von Heidi
this is an adorable review of a garden's year... I no longer have a garden space, but do visit as many as I can here in Scotland. They are essential to balance in life, I feel. YAM xx