Nach Costa Rica führte uns unsere Reise weiter in die USA.
Ein Land von enormer Weite, von Gegensätzen, von Bildern, die man aus Filmen kennt und die sich nun mit der eigenen Erfahrung mischten.
Ich habe viel gesehen. Großartige Landschaften, beeindruckende Naturphänomene, Orte mit Geschichte. Monument Valley, der Grand Canyon, Wüsten, Wälder, endlose Straßen.
Alles war interessant. Manches war überwältigend. Vieles war fotografisch faszinierend.
Und doch blieb eine gewisse Distanz.
Nicht im Inneren, nicht auf dieser Ebene, auf der etwas nachklingt. Ich war Beobachterin. Staunend, neugierig, manchmal irritiert . Ich habe mich nie verbunden gefühlt.
Besonders in den Städten spürte ich eine permanente Reizüberflutung.
Lautstärke, Geschwindigkeit, Konsum, Oberflächen. Alles ist präsent, alles will Aufmerksamkeit. Es gibt Freundlichkeit, aber sie bleibt oft funktional. Es gibt Bewegung, aber wenig Ankommen.
Ganz anders war es in der Natur.
Dort zeigte sich die USA von ihrer stärksten Seite: groß, kraftvoll, zeitlos. Und doch blieb auch hier das Gefühl, Gast zu sein, nicht Teil des Ganzen. Die Landschaften beeindruckten mich, sie öffneten sich mir jedoch nicht.Vielleicht liegt es an mir.
Vielleicht braucht dieses Land eine andere Art des Reisens, mehr Zeit, eine andere innere Haltung.
Vielleicht ist es einfach ehrlich zu sagen: Nicht jeder Ort muss etwas in uns auslösen.
Die USA waren für mich eine Reise des Sehens, nicht des Fühlens.
Eine Reise voller Bilder und mit wenig innerer Resonanz.
Und auch das ist eine Erkenntnis.
Reisen zeigt nicht nur neue Länder. Sie zeigen auch sehr deutlich, wo ich innerlich zu Hause bin und wo nicht.
After Costa Rica, our journey continued through the United States.
We saw vast landscapes, impressive natural landmarks and places we had known from films and photographs. Monument Valley, the Grand Canyon, deserts, forests and endless roads — everything was interesting and visually powerful.
Yet I felt a certain distance.
The USA spoke to me, but it did not touch me deeply. I observed, admired and photographed, but rarely felt a sense of inner connection. Especially in the cities, the constant stimulation, speed and consumption felt overwhelming.
In nature, the country showed its strongest side: grand, powerful and timeless. Still, I remained a guest, not part of it.
This journey was one of seeing rather than feeling — and that, too, is an honest realization.


















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