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Was macht ihr, wenn die Anzeige am Thermometer wirkt, als sei sie im Winter festgefroren und weigert sich hartnäckig, ins Plus zu klettern? Spazieren gehen, ein bisschen Netflix, Tee in der Hand und Decke auf den Knien? Ja, das alles gehört auch zu meinen Tagen. Und doch gibt es gerade eine Beschäftigung, die mich am zuverlässigsten wärmt: Lesen.
Vor Kurzem bekam ich Jadoré geschenkt. Seitdem lässt mich dieses Buch nicht mehr los. Es hat etwas in mir berührt, das ich im Alltag manchmal vergesse: diese Spannung, wenn eine Geschichte nicht nur erzählt, sondern einen Raum öffnet.
Worum geht es in Jadoré?
Jadoré ist sechzehn, hochbegabt, voller Wut und Zweifel. Sie lebt in einer hochtechnischen Welt, in der alles digital kontrolliert wird und Erinnerungen nicht nur bewahrt, sondern synthetisch hergestellt werden können. Doch inmitten dieser perfekt geordneten Oberfläche spürt sie, dass etwas nicht stimmt. Da sind Anfälle, Medikamente, Erklärungen. Und trotzdem brechen Risse auf.
Was sie fühlt, bleibt nicht innen. Es wird sichtbar. Wände verschwinden. Dinge tauchen auf. Die Wirklichkeit verhält sich, als hätte sie plötzlich ihre Regeln vergessen.
Als Jadi sich einer Gruppe junger Ausreißer anschließt und in Trance in andere Welten vordringt, wird ihr klar: Sie ist nicht verrückt. Sie ist ein Katalysator. Ihr Bewusstsein formt Realitäten. Für sie beginnt eine Odyssee durch Krieg und Ethik, durch Raumfahrt und mystische Wahrheit. Und an ihrer Seite ist ein junger Mann, der mehr ist, als er zu sein scheint.
Jadis Reise führt nicht nur durch Raum und Zeit, sondern auch durch Identitäten. Durch Verlust und Tod. Durch Wiedergeburt. Durch das, was uns zerbricht, und das, was uns neu zusammensetzt.
Warum mich dieses Buch so berührt hat:
Jadoré erzählt von der Auflösung des Bekannten und vom mutigen Erwachen in etwas Neues. Es ist poetisch und politisch zugleich, und es trägt eine Liebesgeschichte in sich, die nicht heftig sein muss, um tief zu gehen. Eine dieser Geschichten, die wie ein leiser Faden durch alle Welten läuft und am Ende mehr zusammenhält, als man anfangs ahnt.
Für mich ist es ein wunderbares Buch. Für alle, die sich noch erinnern, dass die Welt mehr sein könnte als das, was wir sehen. Und für alle, die spüren, dass Wirklichkeit manchmal erst dort beginnt, wo das Erklärbare endet.
Geschrieben wurde der Roman von Hans Rosegger. Erhältlich ist er über Amazon.
Ich merke gerade, wie gut mir das Lesen in dieser Gartenpause tut. Was hilft euch durch die kalten Tage? Und welches Buch würdet ihr mir aus vollem Herzen ans Herz legen?
When winter refuses to let go and the thermometer seems stuck below zero, reading becomes my warmest escape. Recently I received the novel “Jadoré” as a gift, and it completely captivated me.
Jadoré is a highly gifted sixteen year old living in a high tech world where everything is digitally monitored and even memories can be synthetically produced. She senses something is wrong. Despite medication, cracks appear in her reality. Walls vanish. Objects emerge. What she feels becomes visible.
When she joins a group of young runaways and drifts into other worlds in a trance, she realizes she is not insane. She is a catalyst. Her consciousness shapes realities. Her journey becomes an odyssey through war, ethics, space travel, and mystical truth, accompanied by a young man who is far more than he seems.
For me, “Jadoré” is a powerful, poetic, and political novel with a beautiful love story running through it, a book for everyone who still believes the world is more than what we can see.
Enthält unbezahlte Werbung
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