Nur heute haben wir uns nicht verabredet. Aus gutem Grund. Draußen regnet es, es stürmt, und bei nassen plus zwei Grad hat selbst der Wald keine Lust, nett zu sein. Das ist diese Sorte Wetter, bei der man schon beim Gedanken daran kalte Knie bekommt.
Blöd nur, dass mein Körper das Wandern trotzdem erwartet. Ich fühle mich steif, die Bewegung fehlt, und in mir wächst dieses leicht gruselige Gefühl von zu viel Sofa. Nur rumsitzen ist doof. Punkt.
Also treffe ich eine vernünftige Entscheidung. Wasserdichte Birkenstock an und ab in den Garten. Wenigstens eine Runde, bevor ich wieder in die nächste Handyrunde auf dem Sofa abrutsche. Man muss ja Prioritäten setzen.
Und dann passiert das, was der Februar manchmal kann, wenn ich nicht damit rechne: Es regnet nicht. Der Wind ist plötzlich nur noch ein frisches Lüftchen. Nicht freundlich, aber immerhin erträglich. Ich gehe los, erst zögernd, dann immer neugieriger. Und ehe ich mich versehe, mache ich eine Entdeckungstour.
Mitte Februar ist der Garten wie ein Kalender, der jeden Tag umblättert. Da sind die ersten Primeln. Etwas zerrupft, als hätten sie die Nacht in einem Sturmclub verbracht. Ich sehe es ihnen nach. Sie blühen trotzdem. Und das reicht mir vollkommen.
Die echten Stars im Garten sind jetzt aber die Helleborus. Weiße Schneerosen und rote Lenzrosen, die ihre ersten Blüten öffnen. Keine Eile, als würden sie sagen: Wir waren die ganze Zeit da.
Als ich schließlich wieder Richtung Haus gehe, merke ich, dass ich ganz warm geworden bin, obwohl es eigentlich kalt ist. Die Gartenrunde war keine Wanderung. Aber sie hatte alles, was ich gebraucht habe. Bewegung, frische Luft, ein paar kleine Wunder direkt am Wegesrand.
Today was supposed to be my hiking day.
But the weather had other plans: cold rain, stormy winds, and that kind of grey February mood that makes the sofa look suspiciously convincing.
Still, I needed some movement, so I put on my waterproof Birkenstocks and took a small walk through the garden. And then, a surprise: no rain, only a gentle breeze, and suddenly the garden felt like a little discovery trail.
In mid February something new appears every day. The first primroses are blooming, slightly weather beaten but brave. The real stars are the hellebores: white Christmas roses and red Lenten roses opening their first flowers with calm confidence. My newly planted snowdrops are almost in full bloom, winter aconites are getting ready for the next sunny day, and in the lawn I can already see green shoots that might be the early fairy crocuses.
And then there are the violets, quietly preparing in the background. They take their time and bloom later, in May. A gentle reminder that spring comes in many rhythms.











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Einen schönen Sonntag
Heike