Eine Straße, unzählige Serpentinen und alte Wehrtürme, die von einer Zeit erzählen, in der die Familien der Mani ihre Häuser noch selbst verteidigen mussten. 
Raus aufs Land. Das machen wir heute. Einfach mal Richtung Süden. Wir wohnen zur Zeit an der nördlichen Grenze der Mani. Am Meer entlang möchte ich nicht fahren, lieber in die Berge. Da in Richtung Süden nur eine Straße führt, können wir uns nicht verfahren. Eine Serpentine nach der anderen geht es am Taygetosgebirge entlang.

Es dauert nicht lange, bis wir die alte Koskarka-Brücke erreichen. Auf der schmalen Straße kann man nicht einfach anhalten. Zu gefährlich. Aber wir haben Glück, es gibt eine kleine Parkbucht. Romantisch spannt sich die Brücke über den Rema Mili Fluss.

Sie erzählen einiges über das Leben in dieser abgelegenen Landschaft. Die Familien der Mani lebten früher in mächtigen Clans und mussten sich nicht nur gegen Angriffe von außen schützen. Auch zwischen den Familien kam es immer wieder zu Fehden.
Der Turm war deshalb Rückzugsort und Verteidigungsanlage zugleich. Gleichzeitig zeigte er weithin sichtbar, wie mächtig eine Familie war. Je einflussreicher der Clan, desto höher konnte sein Turm sein.
Von nahem sehen wir, dass von diesem hier nur noch eine Ruine geblieben ist.
Und diese Ruine hat sogar noch eine besondere Geschichte. Alexandros Koumoundouros, der später mehrfach Ministerpräsident Griechenlands wurde, verbrachte hier seine Kindheit.
Aus der Ferne gesehen ist die Landschaft grün, aber in der Nähe sieht man, wie karg und voller Steine der Boden ist.
Schön sind die Dörfer. Malerisch wie das Bergdorf Petrovouni, das hier in der Sonne schläft.
Dann grüßt von weitem die imposante Festungsanlage der Familie Kapetanakis.
Wir suchen nach einem Weg hinauf, finden aber keinen, der uns besonders vertrauenerweckend erscheint.
Also bleibt uns diesmal nur der Blick aus der Ferne.
Erst später erfahre ich, dass sich hinter den Mauern nicht nur ein Wohnturm, sondern eine ganze kleine Festungsanlage mit Wohngebäuden, Lagerräumen und einer Kapelle verbirgt.
Nach vielen Serpentinen rückwärts kommen wir wieder in Needas an und freuen uns schon auf den nächsten Ausflug in die Mani.
Zur Kapetanakisfestung gibt es bestimmt einen Weg. Vielleicht starten wir noch einen zweiten Angriff.
Aber ich tendiere mehr in Richtung Turmhaus der Mourtzinoi in Kardamili.
Wir werden sehen.
The Towers of Mani
Today we leave the coast behind and drive south into the mountains of Mani.
The road winds along the slopes of the Taygetos Mountains, with rocks on one side and steep drops on the other. Hans drives. I have the easier job: enjoying the spectacular landscape.
Soon we discover one of the old fortified towers that are so characteristic of Mani. For centuries, powerful local families lived in clans and built these towers for protection and defence. Their height was also a visible sign of a family's power.
The ruined Koumoundouros Tower even has a special history. Alexandros Koumoundouros, who later served several times as Prime Minister of Greece, spent his childhood here.
We continue through a surprisingly green but rocky landscape, passing isolated houses and small mountain villages. Near Petrovouni, another impressive fortified complex appears in the distance, once belonging to the Kapetanakis family.
We cannot find a convincing way up, so this time we admire it from afar.
Finally, the mountains open towards the sea and reveal a breathtaking view.
There is still much more to discover in Mani.
We will see where the next road takes us.












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