Sonntag, 24. Mai 2015

Aus der Nähe betrachtet

Bei der Durchsicht meiner Bilder fiel mir auf, dass ich selten ganz nahe ran gehe. Ein Blick über den Garten oder ins Beet, einzelne Pflanzen. Aber nur eine Blüte fotografiere ich nicht so oft. 
Also ging es heute mit der Kamera auf Pirsch. Mal näher ans Blümchen und nicht so schüchtern aus der Ferne.



Islandmohn

Viel zu erzählen gibt es da nicht. Einfach mal schauen und genießen, dazu möchte ich euch heute einladen.


Nelke


Pfingstrose




Storchschnabel




Akelei





Allium





Bartnelke





Purpurglöckchen





Jakobsleiter




Flockenblume





Mohn






Bart-Iris





Morgensternsegge



Ich hoffe, euch gefallen die Nahansichten meiner Gartenschönheiten. Ich selbst kann sie immer wieder anschauen und staunen zu welcher Schönheit  die Natur fähig ist.


Donnerstag, 21. Mai 2015

Akelei im Frühlingsgarten





Fast im jedem Garten findet man heute Akeleien. Sie tanzen in vielen verschiedenen Formen und Farben ihren Elfentanz im Blumenbeet oder in den Fugen der Terrassensteine oder wo sie gerade Lust haben.
Meiner Meinung nach gehört die Akelei, die manchmal auch Elfenschuh genannt wird, zu den schönsten Frühlingsblumen. Zumindest wenn man die große Familie der Zwiebelblumen außer Acht lässt.

Sie blühen unentwegt. Ich finde in diesem Frühjahr halten sie besonders lange durch. Wohl auch deshalb sind Akeleien so beliebt.





Richtig pflegen muss man die Akelei eigentlich nicht. Die Pflanze kümmert sich größtenteils selbst um ihr Wohlergehen. Sie samt sich reich und weit aus und findet an den ungewöhnlichsten Orten noch ein gemütliches Plätzchen.


Schnecken konnte ich bisher an keiner Akelei entdecken.
Vielleicht schmeckt sie den Schleimern wegen der in der Pflanze enthaltenen Blausäure nicht.

Neben der ungewöhnlichen Blütenform gefallen mir auch die Blätter sehr gut. Nach Regenschauern zeigt sich der Lotos-Effekt.


Bereits im Mittelalter war A. vulgaris aus den Gärten nicht mehr wegzudenken und es gab schon viele verschiedene Sorten. Man schrieb ihr damals die verschiedensten Heilkräfte zu, vor allem als Aphrodisiakum kam sie zu zweifelhaftem Ruhm.


So einem Mann die Kraft genommen
Und zu dem ehelichen Werken unvermöglicht geworden
Der trinke ständig von dieser Wurzel
und den Samen.
Er genießet
Und kommet wider zurecht

Diese Worte soll Hildegard von Bingen niedergeschrieben haben.



Dienstag, 19. Mai 2015

gartenreise





Im vorigen Post stellte ich euch mit meinen Strauch-Päonien eine einzige Pflanzenart vor. 
Heute möchte ich euch auf eine kleine Reise durch meinen Garten mitnehmen. Nicht ganz nah, sondern aus einem anderen Blickwinkel schauen. 
Wer mag kommt einfach mit.




Die ersten hohen Stauden blühen. In der Mitte seht ihr Purpurkönigskerzen (Verbascum phoeniceum) Königskerzen sind trockenheitsresistente Dauerblüher, die auch starke Trockenheit und Hitze vertragen. Sie blühen meist trotzdem unvermindert über viele Wochen.





Einer meiner Neuzugänge aus letzter Zeit ist dieser Blauregen. Jetzt endlich zeigt er seine ersten Blütenrispen. Ich war schon sehr gespannt, in welcher Farbe er blühen wird.




Vor der hohen Buchshecke, die uns vor fremden Blicken abschirmt, blüht es jetzt in allen Farben.



Knöterich Darjeeling Red. Er erblüht weiß. Später werden die Blütenrispen rot.



Bartiris und Katzenminze




Ein bisschen Präriegarten-Feeling.
Allium, Camassia, Gräser und Storchschnabel.



Gräserbeet





Kräuterbeet (gut bewacht)






Veronica gentianoides - Enzian-Ehrenpreis


Ein Ehrenpreis mit Enzian-Ähnlichkeit! Diese Eigenschaft ist nicht unbedingt der Blüte zuzuschreiben, sondern den Blättern, die grundständig in einer Rosette angeordnet sind. Die weißen, dunkel geaderten Blüten sitzen in langen Trauben an einem etwa 50 cm langen Stiel. Nach der Blüte am besten zurückschneiden, so dass nur noch die Blattrosetten zurückbleiben.




Die wirklich allerletzten Tulpen erblühen. Sie gehören zu den vielen schönen Sorten von Nebelung.




Akeleiblüte. 

Die von allen geliebten Elfenschuhe werden beim nächsten mal mein Thema sein.


In diesen Wochen,wenn alles grünt und blüht ist der Garten wirklich eine kleine Welt für sich zum innehalten, entdecken und genießen.


Sonntag, 17. Mai 2015

Strauchpfingstrosen

Ach war das schön!
Ferien an der Ostsee. 
Viel zu schnell gingen die Urlaubstage vorbei. Geblieben sind viele schöne Erinnerungen und jede Menge Bilder. Es wird noch etwas dauern, bis ich alles durchgesehen habe und für euch einige schöne Fotos aussuche.

Unglaublich, wie sich der Garten in der kurzen Zeit verändert hat. Ganz ohne mich blühte und wuchs alles weiter. Und ich dachte immer, die Pflanzen brauchen mich. Fast bin ich etwas beleidigt. Aber schön ist es, wieder an den Beeten entlang zu wandern und alles zu bewundern.

Ich weiß gar nicht, was ich euch zuerst zeigen soll. Besonders kurzlebig sind die frühen Pfingstrosen und so fange ich mit ihnen an.




Strauchpäonien sind unter den Pfingstrosen meine Stars.
In China  haben die großblütigen Pflanzen eine lange Gartentradition.



Einige Sorten können zwei Meter hoch werden. Meine vier Strauch-Päonien entwickeln sich prima. 









Die älteste Pflanze ist über einen Meter hoch. Sie wird jedes Jahr breiter.
Strauchpäonien ziehen sich im Winter nicht in den Boden zurück sondern bilden verholzte Triebe.





Bei der Pflanzung von Pfingstrosen habe ich am Anfang vieles falsch gemacht.
Aber ich lerne dazu.
Stauden-Pfingstrosen setze ich so tief, dass die roten Triebknospen ca. 3 cm  unter der Erde liegen. Pflanze ich zu tief, bleibt oft die Blüte aus.
Strauch-Pfingstrosen setze ich tiefer. Die Veredelungsstelle sollte 10-15 cm unter der Erde liegen.




Die weiße Strauch-Päonie pflanzte ich im vorigen Jahr. Sie hatte eine kleine Blüte und ich könnte schwören, dass sie gelb aussah. Nur in einem Jahr entwickelte sich diese schöne Pflanze mit handtellergroßen lockeren Blüten. Ich bin total verliebt in dieses Prachtexemplar.



Mittwoch, 6. Mai 2015

Abschied vom Frühling






Abschied vom Frühling, das klingst etwas wehmütig. Dabei freue ich mich auf Sommer, Sonne, warme Nächte und viele Sommerblumen.

Aber bevor der Sommer so richtig in Schwung kommt, ziehen jetzt  dicke, regenschwere Wolken vorbei. Vorbei meine ich übrigens wörtlich. Zwar bekommen wir hier auch einige Schauer ab, aber die meisten manchmal richtig schwarzen Wolken ziehen um uns herum.
So konnte ich jeden Tag im Garten arbeiten und habe einiges geschafft.





Die ersten Stauden sind verblüht. Bevor sie kräftezehrende Samen ansetzen, putze ich die welken Blütenstände einzeln aus. Auch bei den verblühten Zwiebelblumen entferne ich die verwelkten Blüten.



Den verblühten Winterjasmin konnte ich auch schon zurückschneiden.

Die schlimmste Frostgefahr ist hoffentlich vorbei und Zwiebelblumen wie Gladiolen und Dahlien dürfen hinaus in den Garten. Bei den entpfindlichen Kübelpflanzen wie Wandelröschen und Hibiskus warte ich lieber noch etwas.


Getöpfert habe ich auch wieder.



Es sind Lichtkugeln für den Gartentisch entstanden. Abends verbreiten sie mit einem Teelicht eine heimelige Stimmung.






Heute erblühte die erste Strauchpfingstrose. 



Tränende Herzen



















Zu den schönsten Bodendeckern gehört die Schaumblüte (Tiarella).Hat die Schaumblüte genügend Raum, breitet sie sich stark aus und bildet ein Meer von winzig weißen bis blassrosa Blüten in lockeren Trauben.



Anemone sylvestris


Die reinweißen Schalen der Frühlingsanemonen leuchten in der Sonne. 


Montag, 4. Mai 2015

Nach dem Regen






Nachdem es erst so trocken war, haben ein paar Regentage dem Garten sehr gut getan. Das Grün ist förmlich explodiert.


Heute mal ein Rundgang ohne viele Worte, einfach zum genießen.





Hasenglöckchen, die spätesten Hyazinthen in meinem Garten hängen noch voller Tropfen.


Tulpe frisch gewaschen.


Goldwolfsmilch


Dicke Wassertropfen zieren die Blätter des Frauenmantels.


Beim Brandkraut haftet die Feuchtigkeit an den winzigen Haaren der Blätter.



Das Lungenkraut sieht immer aus, als ob es voller Tropfen hängt.


Aurikel, ganz samtig.



Vom Regen hervorgelockt. Die ersten Storchschnabelblüten.