Donnerstag, 23. Mai 2013

Huh, ist das kalt!

Nur ein Grad Wärme (besser Kälte) zeigte das Thermometer heute morgen am Küchenfenster.
Inzwischen ist es etwas wärmer, aber der Dauerregen macht es auch nicht besser.
Trotzdem wächst alles wie in jedem Mai.
Ich nutze eine Regenpause um einige Stauden hochzubinden. Das Regenwasser hat sie bis auf die Erde gedrückt.
Für einige Bilder bleibt auch noch Zeit. Aber ansonsten regnet es immer weiter und verwandelt meine gerade erst gelockerten Beete in Moorlandschaften.






Leider verliert der Duftflieder bei diesem Wetter sein wunderbares Aroma. Diese Fliederart ist zwar kleinblütig, hält aber was der Name verspricht.





Langsam verblassen die dicken Polsterstauden. 
Die großen Blätter im Vordergrund gehören zu einer Nieswurz. Die blau-grünen Pflanzen sind Nelken. Sie werden bald blühen.





Obwohl die Purpur-Königskerze (Verbascum phoeniceum) einen zarten Eindruck macht, widerstehen die langen Stängel jedem Wetter.






Genau wie Zierlauch 






oder die Blütenkerzen 
des Enzian-Ehrenpreis (Veronica gentianoides), 
der immer kerzengerade im Garten steht.





Hoffentlich überstehen die vielen Hauswurz-Arten, die ich in Gefäße gesetzt habe, die viele Nässe.






Hier noch mal ein Akeleibild. Jetzt blühen die blauen Akeleien unter dem Kirschbaum.






Die großen wie Seidenpapier aussehenden Blüten der Strauchpäonie, die ich euch im letzten Post gezeigt  habe, wurden vom Regen zu matschigen Lappen verarbeitet. Zum Glück blüht diese Strauchpäonie etwas später. Die Blüten wurden vom Starkregen verschont.

So, jetzt hoffe ich für  uns alle, dass bald wieder die Sonne scheint und das Quecksilber im Thermometer höher steigt.


Dienstag, 21. Mai 2013

Azaleen und erste Pfingstrosen








Frühsommer - Pfingstrosenzeit. 
Die letzten Frühlingsblumen sind endgültig verblüht. Dafür öffnen sich die ersten Blütenbälle der Pfingstrosen.







Den Blütenreigen bei den Pfingstrosen eröffnen bei mir immer die Strauch- oder Baumpäonien.  





Nicht weniger spektakulär erscheinen die Blüten von Rhododendron





und Gartenazaleen





Aber auch in den Baumkronen tut sich was. An den Zweigen der Gleditschie vor unserem Fenster bilden sich viele kleine Blütenrispen. Die Blüte ist nichts Besonderes, aber der helle Blattaustrieb ist wunderschön.






Eine Etage tiefer blüht Allium. Im Hintergrund sieht man die dicken Knospen einer Mohnpflanze.





Die zarten Blütenkelche der Gartenanemone (Anemone coronaria ) haben Ähnlichkeit mit Mohnblüten.






Im Schattenbeet blühen weiße Tränende Herzen und weiße Rhodos. Bald folgen Funkien, Purpurglöckchen und Hosta.

Sonntag, 19. Mai 2013

Offener Garten

Immer wieder werde ich gefragt, ob ich meinen Garten für Interessierte öffnen könnte.

Einerseits würde ich gern Besucher hereinlassen, andererseits habe ich nicht diesen typischen für solche Ereignisse geeigneten Garten vorzuweisen. Er ist nicht so groß wie die meisten offenen Gärten.
Ich sammle keine außergewöhnlichen Pflanzen, auch pflanze ich nicht sämtliche Arten einer bestimmten Pflanzengattung, einen Farbgarten habe ich auch nicht. Auch der typische Knotengartern mit Formschnittgehölzen ringsum fehlt. Die super chic gepflasterte Terrasse mit modernen Gartenmöbeln würdet ihr auch vergeblich suchen.

Aber ich liebe meinen Garten und pflege jede einzelne Blume in meinen Staudenbeeten mit Hingabe.  Vielleicht spüren meine Besucher die tiefe Zuneigung, die ich für mein Stückchen Erde empfinde und haben Freude an einer Entdeckungstour, denn zu entdecken gibt es jede Menge. Da ich mich nie festgelegt habe, wachsen viele verschiedene Stauden im  geordneten  Durcheinander.

Wie soll so ein offenes Gartentor aussehen?
Bei den regional angebotenen organisierten Tagen des offenen Gartens müsste ich auf einen bestimmten Tag im Sommer hinarbeiten. Für diesen einen Tag werden die Gärten bis zur Unkenntlichkeit herausgeputzt. Kuchen wird gebacken und die Gartenmöbel geschrubbt. Ja und dann regnet es vielleicht und der Garten zeigt sich doch nicht von seiner schönsten Seite. Meist liegt dieser Tag in der Rosenblüte. Rosen sind bei mir nicht der Schwerpunkt. Es blüht immer was, aber die großen Stauden haben ihren Auftritt im Hochsommer.
Ich möchte meinen Garten zeigen wie er immer ist. Für die Freunde von Pfingstrosen, Kletterrosen, Sonnenhut und Astern. Nicht zu einer bestimmten Blütezeit.

Deshalb habe ich mir überlegt, dass ich meinen offenen Garten im Alleingang starte.
Ich werde mich bis auf Weiteres jeden Sonntagnachmittag auf interessierte Besucher aus meinem Dorf und der weiteren Umgebung freuen. Sich einfach treiben lassen oder auch ein nettes Gespräch führen oder sogar fachsimpeln, ganz so, wie es im Einzelfall gewünscht wird.
Im Juni soll es losgehen. Eintritt nehme ich natürlich nicht, wäre mir irgendwie peinlich.

Vorher würde ich mich sehr über eure Meinung freuen. Wie seht ihr den offenen Garten und was schlagt ihr mir vor.





So viel Text gibt es selten auf meinem Blog. Deshalb jetzt etwas fürs Auge. Natürlich wachsen bei mir nicht nur Blumen. Hier und da etwas Deko ist auch dabei.






Letzte Woche bekam ich von einer lieben Gartenbesucherin zwei Rosenkugeln mit Porzellanmalerei geschenkt. Sie bemalt und brennt ihr Porzellan selbst. Dabei entstehen wunderbare Einzelstücke.
Ich habe mich riesig gefreut.





Hier seht ihr meine allerletzten Tulpen. Alle anderen wurden schon geschnitten und sammeln Kraft für das nächste Jahr.





Vor dem Haus erblühen langsam meine Rhodos. Auch Goldlack und Flieder geben zusätzlich Farbe.





Überall da, wo die Stauden noch etwas Platz lassen, hat sich Vergissmeinicht ausgesät. Dieses Jahr darf ich nicht wieder vergessen, die Pflanzen vor dem Versamen aus der Erde zu nehmen. Na ja, ich mag sie eben.





Japanische Lavendelheide (Pieris) am Hauseingang







Gemswurz am Miniteich. 






Am Ufer tummeln sich (Metall-) Frösche.






Aber auch von meinen selbstgetöpferten Arbeiten findet man einige im Garten. Hier am Teich sonnt sich eine Eidechse auf einer Keramikkugel.





Noch immer blühen Aurikel und Polsterphlox im Steingarten.







Freitag, 17. Mai 2013

Akelei









Meiner Meinung nach gehört die Akelei, die manchmal auch Elfenschuh genannt wird, zu den schönsten Frühlingsblumen. Zumindest wenn man die große Familie der Zwiebelblumen außer Acht lässt.








Die Akelei (Aquilegia) blüht lange, verbreitet sich von allein ohne zu nerven und wächst überall, bevorzugt allerdings kalkhaltige Böden.
Neben der ungewöhnlichen Blütenform gefallen mir auch die Blätter sehr gut. Nach Regenschauern zeigt sich der Lotos-Effekt.







Die fünf gefärbten Kelchblätter laufen am Ende in spornartige, gebogene Fortsätze aus, was den Blüten ihre typische Form verleiht. Diese zu einem Sporn ausgebildeten Blätter beherbergen den Nektar, der nur von Hummeln erreicht werden kann. Manchmal kann man angeknabberte Blüten finden. Da war oft eine Biene am Werk, die so etwas Nektar stibitzt hat.






Bei meinen Akeleien sieht man, dass sie sich langsam wieder in ihre Urform zurückbilden. Sie zeigen nicht mehr so viele verschiedene Farben und Blütenformen wie im vorigen Jahr.









Jetzt im Frühjahr ist die richtige Zeit um frisches Blut in die Akeleifamilie zu bringen.

Ich habe Samen einer Akeleimischung ausgesät. Die Samen dürfen nur dünn mit Erde bedeckt werden, weil sie Lichtkeimer sind.







Ich hoffe, dass im nächsten Jahr wieder viele verschiedene Pflanzen der so aparten Akelei blühen werden.




Mittwoch, 15. Mai 2013

Ganz nah dran

Heute mal ganz schnell aber dafür ganz nah dran.

Für mehr fehlt mir die Zeit. Ich war nämlich den ganzen Nachmittag beim Gärtner in Kassel. Jetzt heißt es alle Neuerwerbungen einpflanzen.

Wenige Minuten bevor wir in der Rosengärtnerei ankamen, ging genau dort ein Gewitter mit Hagel nieder. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie es dort aussah. Alle Hosta hatten sich in Spinat verwandelt . Die ganzen Beschäftigten waren noch damit beschäftigt, die Schäden zu sichten. Unser Einkauf fiel deshalb etwas schmaler aus als ursprünglich gedacht. 





Margeritenblüte




Tränendes Herz




Feuerlilie





Alliumknospe





Schaumblüte





Fruchtstand der Küchenschelle





Goldwolfsmilch mit Morgentau





Nach dem Regen: Federmohn




Bergflockenblume




Purpurglöckchen




Azaleenknospen




gelber Islandmohn





weißer Islandmohn







Sonntag, 12. Mai 2013

Muttertag

Geht es euch auch so? 
Da lächelt im Gartencenter genau die Pflanze, die ihr euch schon lange wünscht. Also schnell zugegriffen und den Schatz nach Hause gefahren.
In meinem Fall war das Gestern  eine weiße Pfingstrose.
Aber wohin mit dem Prachtstück? 20 cm im Quadrat reichen für eine Pfingstrose nicht aus.
Da bleibt nur der Abschied von einigen Quadratmetern Rasen für ein neues Beet. Meinen Lieblingsmann davon überzeugen, dass Rasen nicht so wichtig ist, zum Spaten greifen und los. 





Am Abend sah es dann so aus. Neben der Pfingstrose wanderten noch einige Fingerhut-Bartfaden 
(Penstemon digitalis) und Irispflanzen in das neue Beet.  

Gut dass ich gestern alles geschafft habe. Heute regnet es immer wieder. Beste Voraussetzung für ein gutes Anwachsen im neuen Beet.
Für einen Muttertagsausflug sieht es nicht so gut aus. Ein Schauer jagt den nächsten. 





Die erste pralle Pfingstrosenblüte wird bis zum nächsten Sonnentag warten um sich ganz zu öffnen.






Noch immer blühen Tränende Herzen. Mir gefallen diese rosa Herzchen gut.  Aber meine Familie mag lieber die weiße Form.









Im Staudenbeet herrscht Grün vor. Dazwischen blühen die rundlichen
 Goldwolfsmilchstauden (Euphorbia polychroma).





Auch Hasenglöckchen (Hyacinthoides hispanica) blühen zwischen den Großstauden.






Die vielen verschiedenen Akeleifarben bekommen noch einen Extrapost. Die Blüte beginnt gerade erst.




Im Steingarten gefallen mir neben den knalligen  Phlox- und Blaukissen die etwas dezenteren 
Grasnelken (Armeria). Sie sind immergrün und blühen lange.




Schon vor einigen Tagen zeigte ich ein Bild der Virichic-Tulpen. Die da noch blass aussehenden Blüten zeigen jetzt ein kräftiges Pink.