Montag, 21. Juli 2014

Endlich ein eigener Brennofen

Juhu! Er ist da, mein eigener Brennofen!

Wer von euch selbst gern töpfert, der kann sicher verstehen, warum ich mich so sehr freue.
Zwar besteht im Töpferverein für wenig Geld die Möglichkeit, die fertigen Tonarbeiten zu brennen, aber jetzt bin ich unabhängig und der oft problematische Weg der empfindlichen Tonfiguren zum Schrühbrand entfällt.

Natürlich nehme ich auch weiterhin gern an den Töpferabenden im Töpferverein Oberode  teil. Immer wieder gibt es wertvolle Tipps, eine nette Gemeinschaft und interessante Gespräche.

Aber ein eigener Ofen - ach, ich kriege mich gar nicht wieder ein.





Das ist die untere Etage vom ersten Schrühbrand. Alles ist heil geblieben. Immer wieder sind mir sonst während des Autotransports empfindliche Teile wie hier die Zähne des Fischs abgebrochen. 




Die Regale sind nach dem ersten Brand gefüllt und alles muss noch glasiert werden.

Aber inzwischen kann ich auch wieder einige neue Objekte zeigen, die noch im Verein gebrannt wurden.



Für die langen Strickabende habe ich mir diese knitting-bowls (wie ist eigentlich die richtige Bezeichnung auf Deutsch?) getöpfert.






















Neuer Windlichter gibt es auch wieder.




Auch ein kleines Dorf mit Beleuchtungsmöglichkeit (Teelicht oder LED) ist entstanden.






Und ein paar Eulen musste ich auch wieder übereinander stapeln. 

Samstag, 19. Juli 2014

Sommertag

Heiß ist es. 

Genauer gesagt war es den ganzen Tag heiß und hat sich jetzt am Abend noch nicht wirklich abgekühlt.

Am liebsten hätte ich mich zu unserem Frosch in den Teich gelegt. Aber der hätte mich bestimmt sehr erstaunt angesehen und aus lauter Angst, von mir geküsst zu werden, wäre er abgetaucht.





Also blieb mir nur der Schatten unter dem Apfelbaum im hinteren Garten.

Ich schwöre, ich habe mich nicht einen Meter fortbewegt und meine Kamera einfach mal in die Runde gehalten.
Zu mehr hatte ich einfach keine Lust.



Aber da ich immer aufpasse, dass überall etwas blüht, fand ich auch so genug Fotomotive.

Fast unter den ausladenden Blättern des Federmohn verborgen blüht rote Schafgarbe.





Weiter vorn im Beet leuchten die letzten Nelken.





Hoch über dem Gartenhaus blüht eine (namenlose) Kletterrose.





Und hier habe ich etwas ganz zartes: Leinkraut – Linaria purpurea.
Ein Neuzugang aus dem vorigen Jahr. Eigentlich ist das Leinkraut dafür berüchtigt, dass es sich stark vermehrt. Bei mir bleibt es ganz bescheiden im Hintergrund und zeigt nur hier und da eine Blütenrispe mit kleinen Blüten, die mich an Mini-Löwenmäulchen erinnern.





Weiter geht es bei der Rundumschau aus meiner Schattenperspektive.

Diesmal bleibt mein Blick an einer Topf-Margerite hängen. Eine der Pflanzen, die ich mir jedes Frühjahr neu kaufe. Überwintern lohnt sich meiner Meinung nach nicht. 
Eben Freude einen Sommer lang.






Weiter zum Kirschbaum hin blüht es jetzt bunt. Mädchenauge, Glockenblumen, Monarden und Flammende Liebe blühen mit Ochsenaugen um die Wette.






Genau in die andere Richtung geblickt sieht es so aus.

Ein breiter Rasenweg gesäumt von Lavendel und was der Garten sonst so hergibt.

Ja, der Rasen ist frisch gemäht. Habe ich gerade noch vor der ganz großen Hitze geschafft.




Hier bei mir im Halbschatten unter dem Apfelbaum fühlen sich auch die vor zwei Jahren ausgesäten Echinacea wohl. Aus Platzmangel bekamen sie diesen schattigen Platz. Da sie sich hier auch ohne pralle Sonne wohlfühlen, pflanze ich sie nicht noch mal um.






In der Nähe finden sich auch Staudenmargeriten wie diese Crazy daisy.





Bei weißen Echinacea, die allerdings zusammen mit Salbei in der Sonne (braten) stehen, schließt sich der Kreis. 
So, noch eine Runde gießen und dann ist der schöne Sommertag auch schon wieder vorbei.



Donnerstag, 17. Juli 2014

Große Sterndolde, Astrantia major








Es gibt Pflanzen, die könnten glatt einer Fabelwelt entsprungen sein. 
Wo das Sonnenlicht zwischen Zweigen und Blättern als glitzernde Punkte auf Blüten und Blättern tanzt, da wo auch Elfen und Gnome zu Hause sind, also unter den Apfelbäumen, da findet ihr meine Sterndolden.






Die erste Begegnung mit einer Sterndolde war bei mir Liebe auf den ersten Blick. Diese Liebe ist über die Jahre eher noch größer geworden. 






Die ersten Sterndolden (Astrantia major) die ich in verschiedenen Farben für den Garten erstand, haben sich gleich auf unserem Kalkboden sehr wohl gefühlt und versamten sich fleißig. Nicht sortenrein, dadurch habe ich eigenitlich nur noch eine Einheitssorte, aber  das verzeihe ich ihnen gern.







Aus der ersten Liebe ist eine lange Freundschaft geworden, denn Sterndolden sind ausdauernde, winterharte Stauden. Nur etwas Schatten und ausreichend Wasser möchten sie haben.








Dienstag, 15. Juli 2014

Auch bei Regen noch schön......






Welche Stauden besonders resistent gegen Schnecken sind könnt ihr hier bei Margit nachlesen.
Sie hat eine ganze Reihe von Pflanzen zusammengestellt, die von Schnecken verschmäht werden.

Schnecken sind in diesem Sommer in wohl allen Gärten ein Problem. Ein Grund dafür ist sicher der häufige Regen.
Aber Regen sorgt nicht nur für viele fette Schnecken. So manche Blüte wird bei Dauernass unansehnlich.

Heute scheint wieder die Sonne und ich will mal sehen, welche Blüten noch immer perfekt aussehen.




Bei den Kübelpflanzen bestechen meine Wandelröschen (Lantana) mit leuchtenden Blüten. Ihre Hauptblüte beginnt gerade. Da sie keinen Kalk mögen, freuen sie sich über Regenwasser besonders.






Auch die Blüten der einfachen Bertrams-Garbe (Achillea ptarmica) vertragen eine ordentlich Portion Regen. Die meist in den Gärten angebaute gefüllte Art ist sehr viel empfindlicher.





Meine Federnelken legen sich bei Regen auf den Boden. Es dauert nicht lange bis sie sich wieder aufrichten.





Hier seht ihr die ungewöhnlich geformte Blüte der Indianernessel (Monarda). 




Am Teich ist bei diesem Wetter die Welt in Ordnung. Am Uferrand breitet sich blühendes bodendeckendes Sedum aus.



Seit einigen Jahren wächst an günstigen Stellen im Garten nicht rankende Kapuzinerkresse (Tropaeolum ).
Diese in allen Teilen essbare Pflanze mag auch den einen oder anderen Regenschauer.




Vertragen Rosenblüten Regen? Diese Frage kann ich euch nicht umfassend beantworten. Teils sind sie sehr empfindlich, manchmal kommen sie mit Nässe gut zurecht. Ihr wisst alle selbst welche eurer Rosen bei Starkregen durchhalten oder nur noch traurige Blütenreste haben.




Eigentlich ist der Rittersporn verblüht und abgeschnitten. Meist wachsen schon frische Blätter nach. Einige Exemplare kümmern sich nicht um solche Regeln und blühen genau jetzt. Dieser schön gefüllt blühende Rittersporn kommt auch mit schlechtem Wetter zurecht.




Bärenklau (Akanthus) ist für mich eine Pflanze für ganz trockene Ecken im Garten. Jetzt zeigt er, dass seine harten Blütenstände sehr widerständig sind.




Zum Schluss noch ein Neuzugang: Färberkamille (Anthemis tinctoria). Schon jetzt nach wenigen Tagen im Garten gefällt sie mir sehr gut. Ich werde sie wohl noch mal umpflanzen und zwar auf den sehr trockenen Nährstoff armen Steingarten. Ich denke, dort wird sie sich wohlfühlen.




Steingarten

Sonntag, 13. Juli 2014

Meine Fuchsien


Es ist Fuchsienzeit. 
Nicht nur bei mir sondern bei allen Liebhabern dieser artenreichen Pflanze.
Wenn ihr wirklich viele, wunderschöne Fuchsien anschauen möchtet, dann empfehle ich euch die Fuchsiengalerie von Angelika.


So viele Fuchsien findet ihr bei mir nicht.








Meine Fuchsien bekommen im Sommer  einen hellen Standort mit einigen Stunden direkter Sonnenbestrahlung. Nur wenn die Pflanzen ausreichend hell stehen bilden sie Knospen und Blüten aus.






In der Hauptwachstumszeit vom Frühling bis zum Herbst gieße ich meine  Fuchsien reichlich, der Wurzelballen der Pflanze muss ständig leicht feucht sein und darf nicht austrocknen. 






Falls ihr eure Fuchsien  überwintern möchtet, müssen die Pflanzen während der Ruheperiode in einen kühlen Raum. Während der winterlichen Ruheperiode wird gerade so viel gegossen, dass der Topfballen der Fuchsie nicht vollständig austrocknet. Bei mir ist das etwa zweimal im Monat.




Fuchsien lieben recht kühle Temperaturen, etwa 16 Grad sind ideal für die Pflanzen. In zu warmen  Sommern können sich die Knospen der Fuchsie nur schlecht entwickeln und die Blüten welken sehr schnell. 
Der bisher eher feuchte, selten heiße Sommer ist ideal.






Ich vermehre meine Fuchsien, wenn ich genug Platz zum Überwintern habe, zu Beginn des Austriebes im Frühjahr. Ich schneide einen Steckling direkt unterhalb eines Blattknotens ab und entfernt dann die unteren Blätter. Den so vorbereiteten Steckling setze ich in einen Blumentopf.






 Bis zur Bewurzelung gieße ich nur schwach, die Anzuchterde sollte nur leicht feucht sein. An frischen Austrieben nach 3 bis 4 Wochen kann man die erfolgreiche Bewurzelung erkennen.







Fuchsien sollten eher in kleineren Pflanzgefäßen gepflanzt und gezogen  werde. Große Gefäße fördern zwar das Wachstum der Blätter, die Knospen der Fuchsie entwickelt sich dann aber nicht so reichlich.





Hier seht ihr zwei nebeneinander stehende Kübel mit Fuchsien im Eingangsbereich.





Fuchsien benötigen reichlich Dünger. Während der Wachstumsperiode dünge ich wöchentlich mit einem mineralischen Dünger. Im Winter dünge ich nicht.




Zum Überwintern hole ich die Fuchsien ins Haus. Da ich die Pflanzen um gut ein Drittel zurückschneide, muss ich den meist noch reichlich vorhandenen Blütenflor abschneiden. Diese Prozedur ist für mich immer sehr schmerzhaft. Wahrscheinlich genauso für die Fuchsien.




Die Pflanzen überwintern bei mir hell bei ca. 10 Grad.
In der Ruhezeit wirft die Fuchsie meist alle Blätter ab und die Triebe verholzen. Im zeitigen Frühjahr schneide ich deshalb nochmal zurück. Ich finde es sehr wichtig, regelmäßig nach Schädlingen zu sehen. Gelegentlich hatte ich im Winterquartier Probleme mit Blattläusen.
Im Freiland waren alle Fuchsien bisher immer gesund. 
Vor einigen Jahren hatte ich Besuch vom Mittleren Weinschwärmer, der mit großem Appetit Fuchsienblätter verspeist.



So, ich hoffe, dass euch meine kleine Fuchsienauswahl Spaß gemacht hat. Vielleicht hat der eine oder andere von euch, der noch keine Fuchsie besitzt, Lust auf diese tolle Sommerblume bekommen.

Samstag, 12. Juli 2014

Blumige Grüße zum Wochenende





Es hat ja immer mal geregnet, aber der durchdringende Regen der letzten Woche war eine echte Wohltat für die Pflanzen. Die Farben wirken viel intensiver. Bei einigen von euch regnet es viel zu viel und ich kann verstehen, dass ihr lieber Sonne möchtet, aber hier trocknet die obere Erdschicht schon wieder ab und die Bedingungen für Sommerstauden sind ideal.





Alle Hosta stehen in voller Blüte. Hier auf dem Bild seht ihr eine Hosta-Sorte, die sich in der prallen Sonne ausgesprochen wohl fühlt.





In den vorigen Wochen überwogen im an sich bunten Garten Rosatöne und Blau. Aber je weiter der Sommer fortschreitet, je mehr Gelb tritt in den Vordergrund. 
Hier wachsen Sedum, Atlasblumen, Salbei, Prachtscharten und Federnelken.





Gerade für Regenwetter kann ich die bodendeckende Fairy-Rose empfehlen. Die Blüten vertragen auch kräftige Regengüsse.




Ja, ihr kennt es inzwischen zur Genüge. Aber Heiligenkraut gehört für mich einfach zu jedem Garten dazu. Der würzige Duft und hunderte von gelben Knopfblüten sind einfach wundervoll.



Auch gelb, aber viel edler sehen die ersten Hibiskusblüten aus. 






Leider ist die Hauptblüte der Rosen vorbei. Vor allem die einmal blühenden großen Kletterrosen sammeln Kraft für das nächste Jahr. Bei den mehrmals blühenden Rosen ist noch einiges los. 





Besonders schön blüht jetzt Broceliande, ein Neuzugang mit herrlich großen zweifarbigen Blüten und starkem Duft.




Am kleinen Teich breiten sich die großen Gräser wie hier Reiherfeder-Gras und Rutenhirse aus.




In der Schnittblumenabteilung ganz hinten am Gartenzaun sind die Marienglocken verblüht. Aber Atlasblumen in allen Rosatönen werden noch einige Wochen weiter blühen.





Mit einem Bild meiner Tuja-Kugel-Untertpflanzung bestehend aus Sedum und Mauerpfeffer entlasse ich euch in einen schönen Julisonntag.


Und natürlich drücke ich unserer Mannschaft für morgen Abend beide Daumen.