Freitag, 3. Juli 2015






Es ist heiß. Schon halb elf abends aber immer noch 27 Grad. Die Luft steht, kein Lüftchen bringt etwas Erfrischung. 
Deshalb zwar einige Bilder, aber wenige Worte. 




Die vielen blühenden Stauden kann ich nur halten, wenn ich wirklich jeden Tag intensiv gieße. Ansonsten sähe es hier ziemlich traurig aus. Mittags blitzte und donnerte es um uns herum, aber für uns gab es nur einen kurzen Guss. Die paar Pfützen verdunsteten in der nachfolgenden Sonne schneller als ein Stieleis schmilzt.




Mit seinen roten Blättern bringt Fingerhutbartfaden (Penstemon digitalis) noch zusätzliche Farbe ins Beet.



Gleich hinter dem Bartfaden leuchten die letzten Pfingstrosenblüten. Die dicken Blütenbälle öffnen sich immer als letzte bei den Pfingstrosen. Dass sie die Hitze aushalten liegt wohl daran, dass sie sehr schattig stehen.



Rose de resht leidet sehr unter den hohen Temperaturen und verblüht jetzt ganz schnell.




Auch die erst vor einigen Tagen gepflanzte Verbascum 'Buttercup' will nicht mehr aufrecht stehen. Die im Gewächshaus vorgetriebene Staude muss sich erst an extreme Bedingungen gewöhnen.





Johanniskraut-Strauch



Verschiedene Glockenblumen im Steingarten.




Sommerastern


Manchmal werde ich gefragt, ob ich gar kein Gemüse anbaue.



Mein Gemüsegarten ist ganz winzig. Etwas Salat, Kräuter, Erbsen und Bohnen, mehr passt nicht hinein. Am linken Rand ziehe ich Blumen für die Lückenpflanzung vor.





Einige Johannisbeeren, Himbeeren und Stachelbeeren, hauptsächlich für die Kinder zum naschen, finden auch noch Platz.




Auch im Gemüsegarten groß geworden sind alle meine Echinacea. Jetzt blühen sie überall in den Staudenbeeten.




Noch ein Bild mit der Rosenecke im vorderen Garten.
Vorne rechts Rosarium Uetersen, Am Bogen Aristide Briand. Am großen Bogen dahinter rechts die letzten Blüten von Paul´s Himalayan Musk, links Kiftsgate.



Diese Tür schließe ich jeden Abend als letzte. Dahinter steht mein Schlauchwagen, den ich brauche, um auch die letzte Gartenecke mit Wasser zu versorgen.

Sonntag, 28. Juni 2015

2015 - ein Rosenjahr



Kokardenblüte





Jetzt ist der Sommer endlich da. Zumindest wird uns das in den Medien verheißungsvoll verkündet.
Für mich bedeutet das, dass ich weiterhin den Gartenschlauch schwingen muss. Der vor zwei Tagen gefallene Regen hat bei Weitem nicht gereicht.

Schön sieht es trotzdem aus. Das pralle Gartenleben lockt mich immer wieder mit der Kamera um die täglichen Veränderungen im Bild festzuhalten.



Wir haben ein echtes Rosenjahr. Alle Rosen sehen gesund aus und blühen übervoll. Irgendwann in diesem Sommer werden Sternruss und Mehltau ihre Arbeit tun, aber jetzt freue ich mich jeden Tag über die vielen wunderschönen Rosenblüten. Hier blüht New Dawn.


Fingerhut und Steppen-Salbei sind fast verblüht. In den nächsten Tagen schneide ich den Salbei bis zum Boden ab um eine weitere Blüte zu fördern. Glockenblumen wachsen überall. Sie vagabundieren wie im Frühjahr die Akelei durch die Beete.




Mein Rittersporn bekam schon einen Extrapost. Hat er sich auch verdient! Noch immer sind nicht alle Rittersporne voll erblüht. Er wird mir also noch länger Freude machen.





Nur wenige Lilien wachsen bei mir. Den ewigen Kampf mit den Lilienhähnchen verliere ich leider fast immer.



Schaun wir uns lieber noch einige Rosen an. Am vorderen Bogen blüht Aristide Briand. Dahinter wuchert Paul´s Himalayan Musk in den Himmel.



 Kiftsgate hat sich im Apfelbaum fest verankert. Sie wird wie keine andere Rose von Bienen angeflogen. Der ganze Baum summt.


Hier seht ihr die offenen Blütenschalen mit den dunklen Stempeln. Wenn ich mit der Kamera komme, lässt sich natürlich keine Biene sehen.




Viel eleganter wirkt New Dawn . Im Hintergrund wieder einer der Rambler und die letzten Blüten von Constance Spry.





Alle Rosen sind unterpflanzt. Hier wachsen unter einer Kletterrose Mutterkraut, Katzenminze und Spornblume.




Ein gern gesehener Trockenkünstler im Garten ist die Königskerze.





Inzwischen wachsen die Stauden so hoch hinaus, dass man unser Haus vom Garten aus kaum noch sehen kann.




Auch das Gartenhaus ist unter den üppig wachsenden Rosen verschwunden.




Flockenblume und Frauenmatel stehen im hinteren Gartenteil.




Hier auf dem alten Pflaumenbaum blüht seit Wochen  Lykkefund.




Blick über das Gräserbeet.




Und noch ein Blick vom Steingarten zum hinteren Gartenteil.
Westerland und Dortmund mit Rose de resht sind die hier wachsenden Rosen. Neben Königskerzen seht ihr gelben Lärchensporn, Knöterich und Skabiose.


Freitag, 26. Juni 2015

Rittersporn - Riese im Garten



Hallo Ihr Lieben,
heute dreht sich alles um den Rittersporn.

Bei mir wachsen hauptsächlich Abkömmlinge von Delphinium elatum- Sorten. Sie werden zum Teil sehr hoch.








Rittersporne sind Hahnenfußgewächse, also zum Beispiel verwandt mit der allseits bekannten gelben Butterblume. Der Name Rittersporn leitet sich von der Form des hintersten der Blütenhüllblätter ab, das in einem lang gezogenen Sporn endet. Die Gattung Delphinum zählt weltweit rund 400 Arten, meist aus den gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel.








Die üppig blühenden Sommerstauden im Garten sind fast alle Hybriden, die grob in drei Gruppen unterteilt werden: „Elatum-Hybriden“, also die Abkömmlinge des Hohen Rittersporns, werden bis zwei Meter hoch, sie sind wenig verzweigt. Etwas niedriger geraten „Pacific-Hybriden“, viele davon sind auch gefüllt. Die „Belladonna-Hybriden“ schließlich sind ebenfalls eher mittelhoch und stärker verzweigt.







Da meine Rittersporn-Pflanzen alle von der selben Mutterpflanze abstammen, nehme ich an, dass altes Erbgut wieder zu Tage kommt und damit viele verschiedene Rittersporne entstehen lässt.




Je nach Sorte ist Rittersporn einjährig, zwei- oder sogar mehrjährig. Damit er seine Schönheit bewahrt, solltet ihr ihm einiges an Pflege widmen, denn die Staude gehört zu den anspruchsvolleren Blütenträgern.



Vorlieben des Rittersporns: Sonniger und humoser Standort.






Der Rittersporn entfaltet seine blühende Eleganz an einem sonnigen Standort am besten. Seine Füße sollten aber besser schattig liegen – so verhindert ihr ein schnelles Austrocknen.



Rittersporn schneiden: Im Sommer und im Herbst


Der Rittersporn sticht aufgrund seines stattlichen Wuchses – einige Sorten können bis zu zwei Meter hoch werden – ins Auge. Damit er seine üppige Blütenpracht entfaltet, solltet ihr euren Rittersporn schneiden – und zwar am besten zweimal im Jahr. Der erste Schnitt erfolgt am besten nach der ersten Blüte im Juni oder Juli.

Euren Rittersporn schneidet ihr im Spätsommer/Herbst, nach der zweiten Blüte, ein weiteres Mal. Sobald die Blüten verwelkt sind, solltet ihr die Triebe etwa eine Handbreit über der Erde zurückschneiden. 




Der Rittersporn gehört zu den Giftpflanzen. Insbesondere in den Samen sind schädliche Stoffe enthalten, die nach dem Verzehr Durchfall verursachen können. 




Die Pflege des Rittersporns nimmt etwas Zeit in Anspruch. So hat das Hahnenfußgewächs einen hohen Wasserbedarf – also regelmäßig gießen und im Frühjahr und vor der zweiten Blüte düngen. Auch eine regelmäßige Kontrolle auf Schneckenbefall ist beim Austrieb im Frühjahr unbedingt notwendig.






Montag, 22. Juni 2015

Eine tolle Woche





Es war viel los in der letzten Woche.
Erst der offene Garten, dann Besuch der Landfrauen und die ganze Woche immer wieder Gartenbesucher. 
Auch der letzte Regentag hat einige Interessierte nicht abgehalten, eine Erkundungsrunde durch den Garten zu machen.
Ja, der Regen kam gerade noch rechtzeitig bevor unser Rasen völlig vergilbte. Jetzt regnet es seit Stunden und ich hoffe, dass in der Nacht noch etwas Wasser dazu kommt.




Vierzig Landfrauen hatten sich zu Kaffee und Kuchen im Garten eingefunden. Ich erzählte ihnen einiges von meinen Rosen und natürlich machten wir einen Gartenrundgang. Wie viele Fragen gestellt wurden? Oh, sehr viele! 





Mitten im Garten hatte ich das Kuchenbuffet aufgebaut. Etliche fleißige Landfrauen hatten das Buffet mit mitgebrachtem selbst gebackenem Kuchen aufgestockt und es dauerte nicht lange, bis die Bleche leer gegessen waren.
Mein lieber Mann war für das Kaffeekochen zuständig. Eine Kanne nach der anderen wanderte in den Garten und er kam ordentlich ins Schwitzen. Lieben Dank dafür (nicht für das Schwitzen! Natürlich für den Kaffee).

Beim Rundgang gab es allerlei zu sehen und auch für euch habe ich wieder einige Bilder.




Rosen spielen noch immer die Hauptrolle, auch wenn jetzt der Regen viele Blüten zerstört.



Rittersporn blüht überall. Ich denke, in diesem Jahr hat er sich einen Extrapost verdient. 



Prachtstorchschnabel (Geranium X Magnificum) 





Kleines Mädesüß (Filipendula vulgaris 'Plena') blüht zwischen Storchschnabel und Briza media - Herz-Zittergras. Im Gegensatz zum echten Mädesüß, das man oft an Bachufern findet, mag das Kleine Mädesüß etwas trockenere Standorte.







Auch in voller Blüte steht jetzt die Flockenblume (Centaurea)


Lykkefund, einer meiner Rambler. Sie duftet so wunderbar, dass sogar die Nachbarn aufmerksam werden.




Unsere Balkonrose




Überall im Garten hat sich in diesem Jahr die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) angesiedelt. Im Hintergrund Wollziest und rechts Königskerze.




Ganz so schön wie auf dem Bild aus der vorigen Wochen sehen die Rosen heute nicht aus. Wir brauchen den Regen wirklich dringen, aber Rosenblüten leiden oft unter dem vielen Nass.