Donnerstag, 31. Juli 2014

Einmal schnell ums Haus herum..

... bin ich heute mit meiner Kamera gelaufen.

Nachdem es in den letzten zwei Tagen zu nass für Gartenarbeit war, möchte ich heute einiges nachholen.
Wärme und Feuchtigkeit tun nicht nur Blumen, sondern auch Un(Wild-)kräutern gut.



Also ran an die unerwünschten Mini-Löwenzähne und Wolfsmilch. Die bei mir wachsende Sonnwend-Wolfsmilch bevorzugt stickstoff- und basenreiche, lockere Böden und zeigt Nährstoffreichtum an. Solange dieses lästige Zeugs wächst, brauche ich nicht nachdüngen.


Aber jede Arbeit braucht auch eine Pause und die nutze ich für ein paar Bilder rund um das Haus.




Im Vorgarten und an der Terrasse sollte immer etwas blühen. Finde ich jedenfalls.

Dankbar sind Ballonblumen (Platycodon). Diese Glockenblumenart wird viel in Töpfen angeboten. Wenn ihr sie einmal auspflanzt, dann blüht sie über viele Jahre lang.





Mein Mann liebt Löwenmäulchen. Wohl wegen der schönen Kindheitserinnerungen. Wer hat nicht als Kind mit den aufklappbaren Blüten gespielt.

Also wachsen immer einige Löwenmäulchen an der Terrasse.



Mehr im Hintergrund wachsen in diesem Jahr Gladiolen. Es ist ein Versuch. Sie sehen wunderschön aus. Leider knicken sie bei Regen leicht um. Zwar habe ich sie alle festgebunden, aber der obere bei Regen schwere Teil der Blütenrispen knickt leider trotzdem weg.





Ganz wunderbar zart blüht diese Polsternelke, deren nähere Bezeichnung ich nicht kenne.







Ein spät blühender Bodendecker, den ich nur empfehlen kann ist diese Bleiwurz (Ceratostigma plumbaginoides). Die leuchtend blauen Blüten beginnen sich jetzt zu öffnen.




Weiße Wolken liegen im Vorgarten. Dort blüht jetzt Schleierkraut und hüllt alles ein.




Die dieses Jahr so schön blühende Bauernhortensie hat schlimme Zeiten hinter sich. Über Jahre hinweg wurde sie von Hortensien rauchenden Jugendlichen abgeschnitten. In diesem Winter wurde sie verschont und dankt mit vielen Blütendolden.




Wie überall in den Beeten blüht auch im Vorgarten eine Königskerze. Ich mag die majestätischen Blütendolden. Im Gegensatz zu ihren wilden Schwestern blüht sie bis in den Herbst immer wieder.



Weiter hinten im Vorgarten warten zwei große Schmetterlingssträucher (Buddleja davidii) auf ihre bunten Gäste.



Hier seht ihr einen der Sträucher im Hintergrund. Die blühende Yucca verdeckt ihn zur Zeit etwas.





Dieses Bild entstand auf der Terrasse. So sieht es im Moment aus, wenn ich in den Garten blicke.


Dienstag, 29. Juli 2014

Funkien







Ein Staudenbeet lebt nicht nur von Blüten- und farbenvielfalt.Auch die unterschiedlichen Blattstrukturen machen das Beet interessant.  Schön für halbschattige Standorte sind Kombinationen aus Funkien und Astilben. 





Die meisten  Astilben sind inzwischen verblüht. Aber es gibt ja noch die Funkien.





Auf die Frage nach der wichtigsten Blattstaude gibt es eigentlich nur eine Antwort: die Funkie oder Hosta  natürlich. Typisch für alle Funkien ist der kompakte Wuchs und die Herzform der Blätter. Je nach Art oder Sorte zeigt sich diese Form mehr oder weniger ausgeprägt. 




Das eigentlich Faszinierende an den Funkien sind aber die unterschiedlichen Blattfärbungen. Sie reichen von weißen Blatträndern über gelbe Blattränder bis zu weiß marmorierten und gelb marmorierten Blättern.








Und da die meisten Hosta nicht viel Farbe zeigen, für euch noch ein paar Dahlien zum Farbe tanken.






Ob Pink, Rot oder Gelb 





Dahlien machen gute Laune.




Sonntag, 27. Juli 2014

Topfgarten






Die meisten von euch kennen sicher das Blog von Kathrin. In ihrer Topfgartenwelt geht es bunt zu. Über Blumen, Gemüse und Hausbau wird abwechslungsreich berichtet und ich lese immer wieder gern was es bei Kathrin Neues gibt.

Heute zeige ich meinen Topfgarten, oder besser einen kleinen Teil davon.
Wer fleißig bei mir liest, der weiß, dass für das Überwintern von Kübelpflanzen reichlich Platz ist. Natürlich sammeln sich da schnell ein paar Töpfe an und ich würde euch schön langweilen, wenn ich die alle zeigte.







Bei mir kann ein Topf alles mögliche sein. Hier ist es ein Kochtopf vom Flohmarkt. Schnell ein paar Löcher in den Boden gebohrt und schon fühlt sich die Begonie wohl.




Auch ein ausgedienter Grill kann als Topf dienen.



In den Töpfen herrscht Abwechslung. Kakteen gehören unbedingt dazu. Aus Platzgründen sind sie in dieser Woche auf den Balkon gezogen.





Besonders oft findet ihr bei mir Geranien. Die von mir früher immer als Omablume betrachtete Geranie gefällt mir inzwischen immer besser. Vielleicht, weil ich selbst inzwischen zu den Omas gehöre.
Oder weil es bei den Geranien sehr viele Formen und Farben gibt, die immer wieder durch neue Züchtungen ergänzt werden.






Ja, ich weiß, die Farbmischung ist nicht wirklich gelungen. Ich ziehe alle Geranien aus Stecklingen. Bei meiner Ordnung halten die Schildchen mit den Farbangaben aber nie über den Winter. Irgendwie geraten sie immer durcheinander. Als ich den Kasten bepflanzte, blühten die Pflanzen noch nicht und das Ergebnis ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Aber schön sind sie.





Die Hortensie, die in einem Kübel steht, gehörte bei mir auch zu den Omablumen. Die bekam man früher zur Konfirmation geschenkt.

Heute stehen die Hortensien auf der Beliebtheitsskala weit oben und sicher habt ihr auch einige.




Eigentlich blühen meine Lobelien blau. Manchmal, vor allem Mittags bekomme ich das mit meiner Kamera nicht hin und für das Fotoprogramm zum korrigieren ist nicht immer Zeit.





Nicht alle Blüten sind bunt. Zyperngras sät sich selbst aus und jedes Jahr überwintert so ein kleines Pflänzchen im Keller. Einmal an der frischen Luft wächst es dann ganz schnell zu einer großen Pflanze heran. 





Zwischen den Tomaten, die ich schnöderweise in Mörteleimern großziehe, seht ihr meine Kinderstube. 
Nicht alle aus Samen gezogenen Pflanzen sind ausgepflanzt. Einige, vor allem die von Schnecken geliebten, werden noch ein Bisschen verhätschelt.





Manchmal ziehe ich auch zu viele Sämlinge groß. Bei Tagetes ist das fast immer so. Dafür ist ein Mörtelkübel gut geeignet. In so ein großes Gefäß passen ein menge Pflanzen. Ein Tongefäß in der Größe sieht zwar schön aus, ist aber viel zu schwer und andere leichte Materialien sind mir meist zu teuer.





Echte Sonnenkinder - Wandelröschen (Lantana)





und Oleander





Dagegen sind die bei mir in Töpfen lebenden Efeu Schattenkinder, die sich unter den Bäumen hängend wohl fühlen.




Und da an diesem Wochenende die Sonne so schön scheint, ende ich heute auch an einem Sonnenplatz. Hier kann ich, von Agaven gesäumt, die Abendsonne genießen.


Mittwoch, 23. Juli 2014

Blick in den Juligarten



Hochsommer.
Für mich ist es immer interessant, einen Blick zurück ins vergangene Jahr zu werfen.
Im Juli 2013 sahen meine Gartenberichte ganz anders aus. Von wochenlanger Trockenheit und braunem Rasen ist da die Rede. 
Wie angenehm gestaltet sich das Wetter dagegen in diesem Juli. Abwechselnd Regen und Sonne bei hohen Temperaturen. Bei euch kann es ganz anders aussehen, aber ich bin sehr zufrieden.

Das sonst so lästige Gießen der Beete fällt bisher aus. 
Dafür muss ich öfter Rasen mähen und in den Beeten kann ständig etwas abgeschnitten werden. Auf Stellen, die von den immer noch hungrigen Engerlingen heimgesucht werden muss nachgepflanzt werden. 




 Aber in diesem Jahr bleibt noch genügend Zeit zum Entspannen. So einige spannende Bücher wurden im Schatten gelesen, es wurde gebastelt, gefeiert, geträumt und geplant. 

Ja, fast glaube ich, dass der Juli in diesem Jahr zu meinem Lieblingsmonat wird.



Im Kräuterbeet blüht es mit den Blumenstauden um die Wette. Salbei- und Majoranblüten bleiben für die immer fleißigen Insekten stehen.




Aber nicht nur zwischen den Kräutern summt es. Auch Blumen werden fleißig besucht.




Auch die jetzt blühenden Wandelröschen werden von Insekten aller Art angeflogen.
Dabei sind sie für Kühe, Hunde und andere Tiere giftig. Die Giftstoffe wirken phototoxisch auf die Tiere und lösen damit Vergiftungen im Zusammenhang mit Sonnenbestrahlung aus.
Bei Menschen bewirken die dunklen Beeren, die sich nach der Blüte bilden, toxische Reaktionen ähnlich wie eine Tollkirschenvergiftung.









Bei den Orchideen-Primeln beginnt die zweite Blüte. Ich schrieb ja schon an anderer Stelle, dass diese Primelart eigentlich nicht in unseren Kalkboden passt. Sie liebt saure Standorte. Aber noch fühlt sie sich wohl.











Ein Blick in den Vorgarten:

Ein bunter Mix aus Yucca, Sommerflieder und Fuchsien begrüßt jetzt unsere Besucher neben dem Eingang.







Hier im Vorgarten kann ich euch wieder einmal einen Neuzugang zeigen.

Kaukasischer Gamander (Teucrium hircanicum)

Der Kaukasische Gamander ist immer noch eine erstaunlich rare Pflanze in den heimischen Gärten. Seine hohen Blütenstände sind sehr dauerhaft und beleben jedes Beet.
Er eignet sich zur Einzelpflanze oder in Gemeinschaft. Er ist sehr wüchsig, braucht so gut wie keine Pflege. Gamander wächst auch in schwierigen, weil karg-trockenen Gartenzonen und damit ist er bei mir genau richtig. Obwohl der Vorgarten zum Teil im vollen Schatten liegt (Nordseite), hat er auch sehr sonnige Abschnitte, die immer wieder Probleme bereiten.

Alle Neuzugänge, die ich in diesen Wochen zeige, sind Geschenke einer gartenbesessenen Freundin, deren Garten ich hier vorgestellt habe.





Am Teich wartet immer noch unser einsamer Teichfrosch auf eine Frau (einen Mann?). Hoffentlich findet ihn nicht einer der Fischreiher, die hier manchmal vorbei kommen.




Wenn die Sonnenhüte blühen, merkt man, dass das Jahr eilig voran schreitet.







Auch Dahlien mit ihren kräftigen Farben sind ein sicheres Zeichen für den Hochsommer.






Dezent im Hintergrund, dafür riesengroß, blüht Federmohn.





Auch neu, die Schokoladenblume (Cosmos atrosanguineus)
Ich mag das dunkle Rot sehr gern. Hier in der Sonne kommt es nicht so richtig aufs Bild.
In diesem Jahr versuche ich sie genau wie Dahlien im Haus zu überwintern. Habt ihr mit der Überwinterung der Schokoladenblumen Erfahrung?






Den Abschluss machen heute Margeriten und Echinacea. Unkompliziert, winterhart, wunderschön, nicht giftig (Margerite) leicht giftig (Echinacea), als Schnittblume geeignet und von Schmetterlingen begehrt.