Mittwoch, 16. April 2014

Vorgarten



Nachdem ich euch zuletzt Bilder aus dem hinteren Teil des Gartens gezeigt habe, machen wir heute einen großen Sprung über unser Haus hinweg und landen mitten im Vorgarten.


Diejenigen, die meine Vorher- Nachherbilder gesehen haben, wissen, dass sich im Vorgarten im Laufe der Jahre am wenigsten verändert hat.
Nicht alles gefällt mir. Die riesigen, sehr alten Pfingstrosen, die im Sommer die Sicht auf den Vorgarten nehmen, kann ich unmöglich verpflanzen. Vielleicht würden sie so eine Aktion sehr übel nehmen.Sie sind nicht nur alt, sondern auch wunderschön. Also bleiben sie an ihrem ummöglichen Platz, man muss sich eben arrangieren. 
Auch sonst stehen im Vorgarten einige Schätzchen, die mich dort stören, die ich aber andererseits behalten möchte.

Jetzt im Frühling merkt man davon noch nichts. Es blüht genau so hübsch bunt wie im übrigen Garten.


Auch hier geben jetzt Tulpen den Ton an.






Enzian und Stiefmütterchen blühen bunt durcheinander. Auf unserem kalkhaltigen Boden vermehrt sich der Enzian sehr, was mir natürlich gut gefällt.





Eigentlich keine typische Vorgarten-Blume, aber Goldlack gibt so viel Farbe und ist so schön unkompliziert.  Nach der Blüte schneide ich ihn zurück und kann sicher sein, dass er im nächsten Jahr wieder da ist.




Gelb und Blau stehen zufällig zusammen, die späten Traubenhyazinthen neigen zum Wuchern und stören manchmal, aber hier passen sie gut.




Mit Küchenschellen habe ich in diesem Jahr kein Glück. Sie sind längst nicht so schön wie in anderen Jahren. Kann es sein, dass ihnen im Winter die Kälte gefehlt hat?




Weiß-gelbe Blütensterne machen Tulipa dasystemon, eine Wildtulpe, unverwechselbar. 
Sie verschwindet nicht nach einigen Jahren wie so manche hochgezüchtete Schönheit, sondern blüht treu über lange Zeit und wird dabei immer schöner.

So, da sind wir schon wieder am Ende angelangt. Vielleicht zeige ich demnächst auch Bilder vom mittleren Gartenteil.



Montag, 14. April 2014

Im hinteren Garten





Regen kündigte sich an. Beim Blick aus dem Esszimmerfenster   zeigten sich die ersten Wolken und ein Regenbogen spannte sich über den Baumwipfeln und Hausdächern. Es wird auch Zeit. Viel zu selten regnet es in diesem Frühjahr. So schön die sonnigen Gartentage sind, wenn es im April staubt, dann wird es Zeit für einen anhaltenden Landregen. 
Ganz so feucht wurde es dann doch nicht, aber den ganzen Tag wechselten sich Regenschauer und Sonne ab. 
So reichte die Zeit zwischen den Schauern nur für einen Gang durch den hinteren Gartenteil.



Noch immer blühen Primeln und Schlüsselblumen in buntem Durcheinander.




Hier im hinteren Garten stehen die meisten Obstbäume. Äpfel und Kirschen blühen gleichzeitig.




Welche Blüten sind die schönsten? 
Rosa Apfelblüten oder doch doch die reinweißen Kirschblüten?






















Langsam entwickeln sich neben den Frühlingsblühern auch Sommerstauden.
Im oberen Bildrand wachsen Türkischer Mohn, Gold-Wolfsmilch, Wollziest und natürlich Tulpen.
Auf dem unteren Beet tummeln sich hauptsächlich Frühblüher wie Polsterphlox, gelber Lerchensporn, Goldlack und Mannsschild (Androsace septentrionalis).





Auch das Tränende Herz ist hier im Halbschatten zu Hause.





Ich versuche meist die Pflanzen nach Höhe gestaffelt wachsen zu lassen.




Unter einem alten Apfelbaum entsteht gerade ein neues kleines, rundes Beet. Dort werde ich hauptsächlich verschiedene Hostasorten pflanzen.




Virichic, eine elegante rosa blühende Tulpe wächst im Steingarten. Sie hat mich schon im vorigen Jahr begeistert und auch in diesem Jahr haben alle Zwiebeln Blüten gebildet.



Mit einem Bild von meiner voll blühenden Kerrie möchte ich mich heute von euch verabschieden.

Mittwoch, 9. April 2014

Kein Garten ohne Tulpen








Einige von euch werden sich bestimmt noch an die Fernsehserie "Adrian der Tulpendieb" erinnern.

Es war die erste deutsche Fernsehserie, die 1966 als Versuchsprogramm komplett in Farbe gesendet wurde. Hauptdarsteller war damals Heinz Reincke.





Ich weiß noch, wie ich mit meinen Eltern jede Folge verschlang. Damals als Kind verstand ich nicht, wie die Menschen so verrückt auf Tulpen sein konnten und sich für eine Tulpenzwiebel in den finanziellen Ruin stürzen konnten.










Ich würde noch immer kein Vermögen für eine Blumenzwiebel ausgeben, aber einen Garten ohne Tulpen könnte ich mir auch nicht vorstellen.

Inzwischen werden so viele verschiedene Formen und Farben angeboten, dass man jeden Herbst erneut in Versuchung gerät, zu viele Tulpenzwiebeln zu kaufen. Obwohl, zu viele Tulpen geht eigentlich nicht.




Ob einfache runde Formen, Crispa-Tulpen, geflammte oder Lilientulpen, jetzt blühen sie wieder.







Rote und gelbe Tulpen sind voll erblüht, Lila und Rosa folgen etwas später und bekommen ihren eigenen Post.




Für dieses Frühjahr hatte ich mir eine Farbmischung aus Weiß und Rot ausgedacht.







Sind sie nicht wunderschön?







Am Steingarten blühen rote Tulpen gemeinsam mit Teppichphlox. Keine ideale Farbmischung, aber im Frühling darf es ruhig bunt zugehen.

Nachdem heute die Tulpen ihren großen Auftritt haben, geht es im nächsten Post wieder querbeet.

Bis dahin wünsche ich euch schöne Tage voller Blumenduft und Sonnenschein.








Sonntag, 6. April 2014

Sonntagsvergnügen







Jetzt liegt ein wunderschöner Sonntag hinter mir.

Angefüllt mit liebem Besuch, Kaffee im Garten und Gartenbesichtigung.

Eigentlich sollte es laut Wetterbericht bewölkt und eher kühl sein. Meine Vorbereitungen für meinen Besuch fanden am Vormittag im Haus statt. Aber als die Kaffeezeit heranrückte schien die Sonne so schön, dass wir kurzerhand auf die Terrasse zogen.
Herrlich wars. Bäume und Blüten verbreiteten einen betörenden Duft, Vögel sangen als ob es dafür einen Preis gab und der Garten zeigte sich meinen Gästen in seinen schönsten Farben.


Natürlich wurden die Beete besichtigt und begutachtet. Bei diesem herrlichen Wetter sieht natürlich alles frühlingsfrisch und schön aus.

Für euch gibt es natürlich auch ein paar Einblicke. Ich freue mich immer wenn ihr dabei seid.






Elfenblume ((Epimedium)


Es gibt in meinem Garten Ecken, besonders im Vorgarten, in die sich kaum Sonnenstrahlen verirren. Sie eignen sich hervorragend für die Elfenblume. Jedes Jahr aufs Neue kündigt sie blühfreudig den Frühling an. Die filigranen Blüten der elfengleichen Pflanze leuchten orange bis gelb.




Ebenfalls mit Schatten kommt die Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus) aus. Sie ist eigentlich in Buchenwäldern mit Kalkböden zu Hause.







Natürlich habe ich nicht nur Schattenecken, sondern auch ganz viele sonnige Flächen. Dort blühen jetzt Tulpen..




..und Goldlack.




Töpfe und Kübel warten auf ihre Sommerbepflanzung. Noch traue ich dem Wetter nicht und belasse es bei Bellis und Hornveilchen.




Bei den bunten Stiefmütterchen bin ich auf jeden Fall auf der richtigen Seite. Wenn es doch noch einmal friert nehmen sie bestimmt keinen Schaden.






Obwohl der April gerade erst begonnen hat, sind die meisten Veilchen verblüht.

Eigentlich blühen die Pfingstveilchen
(Viola sororia Freckles) erst im Mai, aber dieses Jahr ist alles anders.



Ist euch auch aufgefallen, dass fast alle Obstbäume gleichzeitig blühen? Hier blühen Birnen zusammen mit Kerrie. Ich finde sie sehen wunderschön aus.





Es wird wohl nur noch kurze Zeit dauern bis sich auch die Apfelblüten öffnen.




Ja, überall grünt und blüht es und ich weiß kaum noch wohin ich meine Kamera zuerst richten soll. 

Hier an der Steingartenmauer habe ich mich heute von meinen Gästen verabschiedet.

Bis zum nächsten Post verabschiede ich mich jetzt auch von euch und wünsche euch noch einen guten Start in die neue Woche.

Donnerstag, 3. April 2014

Morgennebel

Fast jeden Morgen beim Blick vom Balkon  hüllt dichter Nebel den Garten ein und es sieht aus, als ob wir keine Nachbarn hätten. Nur wir und ganz viel Natur. Die warmen Sonnenstrahlen sorgen schnell dafür, dass wir wieder von Nachbarhäusern umgeben sind und die magische Stimmung vergeht.












Ostern ist nicht mehr weit und ihr zeigt auf euren Blogs die tollsten Osterdeko-Ideen.
Ich töpfere ja immer mal ganz gern und auch für die Ostertage sind einige Dinge aus Ton entstanden. 




Im letzten Post stellte ich euch meine Topflärche vor. Jetzt fällt mir auf, dass gar kein Bild von dem ganzen Baum dabei war. Also jetzt noch ein Bild mit Kübel und kompletter Pflanze. Durch das jährliche Zurückschneiden entspricht die Form mehr einem Strauch als einer emporstrebenden Lärche.




Ansonsten blüht es überall und in allen Farben. Stellvertretend für die vielen Blüten hier eine Gemswurz. Auf dem Bild sehe ich, dass die zweite Blüte wohl von einer Schnecke vernascht wurde. Da muss ich vor Ort mal etwas genauer hinsehen.




Auch bei den Kugelprimeln tut sich was. Die ersten Bälle haben sich geöffnet. Im Vordergrund blühen Buschwindröschen.






Dieser zarten Blume habe ich im vorigen Jahr einen ganzen Post gewidmet. Es ist Garten-Mannsschild (Androsace septentrionalis). Im vorigen Frühjahr als kleines Pflänzchen gekauft hat er sich im Steingarten über Samen gut vermehrt.




Ebenfalls gut gewachsen sind meine Blaukissen. Eigentlich sollen sie an den Steinen hinab wachsen. Aber sie wollen partout in die andere Richtung.





Bei näherem Betrachten sehe ich überall zwischen den Blüten Schmetterlinge wie diesen kleinen Fuchs.



Montag, 31. März 2014

Lärche und Veilchen



Was haben Lärchen und Veilchen gemeinsam?

Sie sind eigentlich Waldbewohner.

Aber bei mir wachsen beide im Blumentopf. Wobei das bei der Lärche etwas untertrieben ist, denn sie braucht einen großen Blumenkübel.







Vor ca. 10 Jahren brachten wir unsere Lärche als kleinen Sämling von einem Spaziergang mit nach Hause. Weil ich keinen Platz für einen großen Baum hatte, wurde sie in einen Blumentopf gepflanzt. Zwar habe ich inzwischen einen größeren Garten, aber für eine große Lärche reicht der Platz noch immer nicht. So bleibt sie in ihrem Gefäß und fühlt sich dort auch wohl. Die kleinen roten weiblichen Blüten zieren jetzt den kleinen Baum und lassen auf viele Lärchenzapfen für den Herbst hoffen.




Die Lärche ist der einzige heimische Nadelbaum, der im Herbst wie die Laubbäume seine Nadeln abwirft. Dabei sind ihre knallgelbe Herbstverfärbung und der saftig grüne Neuaustrieb der Nadeln im Frühjahr eine wahre Augenweide. Mit bis zu 800 Jahren können einzelne Bäume ein stolzes Alter erreichen. Ob das bei unserer Lärche auch so sein wird, werde ich nicht mehr erleben.




Die heilenden Inhaltsstoffe der Lärche befinden sich im sogenannten Lärchenterpentin. Diese ätherischen Öle sollen durchblutungsfördernd wirken. Bei Atemwegserkrankungen stimulieren Lärchenpräparate wahrscheinlich positiv die Bronchien, bei Hautbeschwerden wie Furunkeln oder Entzündungen fördern sie die Wundheilung und wirken antiseptische. Außerdem hilft Lärche aufgrund ihrer durchblutungsanregenden und entzündungshemmenden Eigenschaften laut traditioneller Anwendung bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden.




Was soll ich euch über Veilchen erzählen? Also im Moment wachsen sie überall im Garten. Nicht nur in Veilchenblau, sondern auch in Weiß und Rosa. Aber das ist bei euch sicher auch nicht anders.

Was einige von euch vielleicht nicht wissen, Veilchen passen auch gut in die Küche:


Kandierte Veilchen:

Veilchenblüten als essbare Dekoration:

Blüten in Eiweiß tauchen, mit Puderzucker bestreuen und im Backofen langsam trocknen.

Diese Veilchenblüten sind eine essbare Dekoration, die ihr genossvoll vernaschen könnt.


Veilchen-Sirup: 

Etwa 200 blaue Blüten in einem verschließbaren Topf mit ca. 250 ml siedendem Wasser (stilles Mineralwasser am besten) überbrühen. Den Topf schließen und mit mehrmaligem Schütteln 24 Stunden ziehen lassen.

Den Aufguss durch ein angefeuchtetes Leintuch filtern (nicht ausdrücken). Das Filtrat mit 400 g Zucker und einigen Teelöffeln Zitronensaft aufkochen. (Farbveränderung von purpur zu magentarot). Das ganze ca. 10 min. köcheln und den Schaum abschöpfen. Den heißen Sirup in vorher gut getrocknete saubere Flaschen gießen.

Erfrischungsgetränk mit Honig:

20g getrocknete Veilchen und 40g getrocknete Hagebutten mit kochendem Wasser übergießen und 10 min ziehen lassen. Durch ein Sieb abgießen und nach dem abkühlen nach Geschmack mit Honig süßen.


Veilchenbowle:

Die Blüten stark duftender Veilchen in einer Tasse Cognac und einer halben Flasche Wein ca. 8 Stunden ziehen lassen und dann durch ein Sieb gießen. Etwa 200 g Zucker mit dem Rest des Weines verrühren und zum Veilchenextrakt geben.

Veilchenmarmelade:

250 g Veilchenblüten und -blätter gründlich verlesen, vorsichtig waschen und im Mörser zerstoßen. Mit 750 g Zucker bei mittlerer Hitze 10 min. kochen und dann mit einem Holzlöffel 250 g Apfelmus unterrühren. Dann kurz aufwallen lassen und in Gläser füllen.

Weil ich mir nicht vorstellen kann, wie ich ein halbes Pfund Veilchen sammeln soll, habe ich diese Marmelade noch nie ausprobiert.






Samstag, 29. März 2014

Chillen oder schuften










Die Zeit vergeht wie im Flug. Jede freie Minute verbringe ich im Garten und es wird nicht langweilig. Das Bloggen kommt dabei zu kurz, aber ich denke, dass ihr dafür Verständnis habt.

Inzwischen stehen alle Agaven auf der Terrasse. Bis auf meine Fuchsien wurden alle Kübelpflanzen umgetopft oder mit frischer Erde versorgt. Ich habe ihnen einen Cocktail aus einem Teil Kompost, zwei Teilen guter Blumenerde, etwas Hornspäne und hochwertigen Düngeperlen gemixt. Mal sehen, ob es ihnen schmeckt.

In den Staudenbeeten kämpfe ich gegen Scharbockskraut und ganz jungen Löwenzahn. Auch die ersten Nacktschnecken sind unterwegs.




Der größte Teil des Tages verging heute allerdings mit chillen. Testen, ob der Gartenstuhl vom letzten Jahr noch bequem ist, ob der Kaffee schmeckt wenn ich unter dem Kirschbaum sitze, ob es beim Lesen auf der Terrasse oder auf dem Rasen netter ist.

Ach war das ein herrlicher Tag. Und das Beste ist, dass der morgige Sonntag genau so schön sein soll.

Freu!







Etwas Bewegung tut auch gut. Deshalb mache ich eine klitzekleine Gartentour mit der Kamera.

Für die, die heute keine Zeit für Garten und Blümchen hatten, ein paar Bilder "Frühling pur" ( für all die anderen lieben, treuen Leser natürlich auch).




Euch allen wünsche ich einen sonnigen, entspannten Sonntag.





Helleborus orientalis Frilly Kitty






Moossteinbrech






Kerrie







Forsythienblüte an der Terrasse